Vohenstrauß
16.07.2026 - 10:39 Uhr

„Rüscherl-Muse“ verzaubert Publikum bei Serenade in Vohenstrauß

Ein lauer Sommerabend, der Generationenpark und die mitreißende "Rüscherl-Muse": Mehr als 200 Gäste feiern bei der Vohenstraußer Sommerserenade Lebensfreude pur.

Es war ein lauer Sommerabend, an dem alles zusammenpasste. Mehr als 200 Besucher strömten in den Generationenpark, wo die „Rüscherl-Muse“ nach zweijähriger Pause wieder bei der Vohenstraußer Sommerserenade gastierte. Was die fünf Musikanten unter der Leitung von Pascal Führnrohr boten, war ein Fest der Lebensfreude, der Bodenständigkeit und der echten bayerisch-böhmischen Tanzlmusik. Bürgermeister Uli Münchmeier eröffnete den Abend mit dem Wunsch nach einem „schönen Abend mit guter Musik“. Gleichzeitig sorgte der Turnverein Vohenstrauß mit seiner Abteilung „Fit ist die Frau“ für die Bewirtung.

Witz und Anekdoten

Dass die „Rüscherl-Muse“ nicht nur exzellente Musik, sondern auch beste Unterhaltung bietet, stellte Tubist Florian Forster unter Beweis. Mit Witz, spontanen Einfällen und Anekdoten führte er durchs Programm. Musikalisch präsentierte sich die Truppe wieder in Originalbesetzung. Nach einer Pause war Flügelhornist Michael Schneider zurückgekehrt und verlieh dem Ensemble seinen unverwechselbaren Klang. Gemeinsam mit Pascal Führnrohr (Basstrompete und Gesang), Florian Forster (Tuba), Akkordeon-Virtuose Simon Schmidt und Martin Schmid (Basstrompete) bildete er das Quintett aus Pleystein, Tiefenbach und Amberg.

Auftritte seit 11 Jahren

Mit einem Augenzwinkern griff Florian Forster den kurz zuvor gefeierten Auftritt von „German Brass“ beim Rathauskonzert auf. Die Eröffnungspolka „Goasberg“ habe man kurzerhand in „Opus 253“ umbenannt, scherzte er. Anschließend erklang mit „Lasset uns das Leben genießen, lasset uns recht fröhlich sein“ das musikalische Motto des Abends. Dass dieses Lied zugleich das Lieblingsstück von Marianne Sax aus Pleystein ist, die eigens zur Unterstützung ihrer Lieblingsmusikanten nach Vohenstrauß gekommen war, verlieh dem Ganzen eine persönliche Note. Zwischendurch durfte natürlich auch ein kräftiges „Prosit der Gemütlichkeit“ nicht fehlen, während der „Gruß aus Bärnbach“, einer der beliebten "Hosentürlwetzer", sofort für beste Stimmung sorgte.

Mit dem Boarischen „Fürn Vater“, der „Spitzregen“-Polka und dem gefühlvollen „Böhmerwaldwalzer“ zeigte das Ensemble, das bereits seit 11 Jahren auftritt, seine musikalische Vielseitigkeit.

Emotionaler Schluss

Großen Beifall erhielt Simon Schmidt für sein brillantes Akkordeonspiel bei „Hey Rosi“. Die Besucher lauschten den Klängen und schwangen bei Klassikern wie „Marina“, „Tür an Tür mit Alice“ und „Barbara“ das Tanzbein.

Mit Titeln wie „In den Städtchen gibt es Mädchen“, „Mousse au Chocolat“, dem „Kastulus“-Boarischen und „I liab di, i mog di“ setzte sich die Begeisterung fort. Als schließlich die gefühlvoll interpretierte „Böhmische Liebe“ erklang, wollte sich das Publikum noch längst nicht verabschieden. Mit dem Welthit „Only You“, bei dem Flügelhornist Michael Schneider noch einmal sein außergewöhnliches Können zeigte, setzte die „Rüscherl-Muse“ einen emotionalen Schlusspunkt unter den Serenadenabend.

Die Besucher dankten den fünf sympathischen Musikanten mit anhaltendem Applaus. Sie hatten nicht nur ein Konzert erlebt, sondern einen Sommerabend voller Herzlichkeit, Humor, musikalischer Spitzenklasse und echter Lebensfreude – genau so, wie Tanzlmusik sein soll.

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