12.02.2019 - 10:49 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Schwindendes Interesse bei Hobbyzüchtern

Überregional zeigen die Kleintierzüchter in Vohenstrauß weit größeres Interesse als bei den vereinseigenen Schauen, beklagt der Vorsitzende Josef Faltenbacher.

Vorsitzender Josef Faltenbacher und Florian Stahl, der bereits startklar für den Lumpenball war, wurden für langjährige Mitgliedschaft geehrt. Maria Rauch aus Eslarn wurde zur Vereinsmeisterin mit ihren Russen-Kaninchen gekürt. Bürgermeister Andreas Wutzlhofer (rechts) gratulierte dazu.
von Elisabeth DobmayerProfil

Die Lokalschau der Kleintierzüchter wurde im vergangenen November erstmals aufgrund mangelnden Interesses der Aussteller abgesagt. Dafür richtete der Verein aber erfolgreich die Kreiskaninchenschau aus. Einige der Mitglieder zeigten sich bei der Jahreshauptversammlung in der Züchterklaus schon über die Absage enttäuscht.

In den Reihen der passionierten Züchter befindet sich mit Matthias Sauer aus Moosbach auch ein Europameister. Der erfolgreiche Hobbyzüchter durfte sich schon in das Goldene Buch seines Heimatmarkts Moosbach eintragen. Dazu gratulierte Vorsitzender Josef Faltenbacher und die Anwesenden noch einmal. Für ihn sei die Absage als Ausstellungsleiter der Lokalschau sehr schmerzlich gewesen, blickte Faltenbacher zurück. Seine Enttäuschung sprach er dann deutlich an: „Unsere Züchter haben so wenig für den eigenen Verein übrig, aber für große Schauen stets Tiere verfügbar.“

Mit 194 Tieren aus 8 Kreisvereinen sei das Meldeergebnis bei der Kreiskaninchenschau dagegen sehr gut gewesen. Der Wettbewerb zeigte, dass im Kreis 4 Weiden noch viele Kaninchen mit sehr guten Zuchtstandards in den unterschiedlichsten Farbschlägen gehalten werden. Drei Preisrichter haben ihre Arbeit bestmöglich verrichtet. Natürlich gebe es auch immer wieder enttäuschte Gesichter, wenn das eigene Tier nicht mit der Höchstnote bewertet wird. Im Verein wurden im abgelaufenen Jahr 98 Kaninchen tätowiert. Leider konnten 10 weitere Tiere die ebenfalls tätowiert wurden, nicht ins Zuchtbuch eingetragen werden, weil der Züchter die Meldungen nicht wie versprochen abgab, informierte Faltenbacher. Die Nachwuchszüchter ließen 25 Tiere einer Rasse eintragen und die Senioren 73 Tiere aus 8 Rassen. Jugendliche stehen vor allem auf Zwergwidder wildfarben und bei den Senioren sind es vermehrt die Kleinsilber gelb. Am wenigsten werden Hermelin Blauaugen und Zwerg-Rexe gehalten, wusste der Zuchtbuchführer.

Matthias Sauer berichtete von der Jugendgruppe im Verein, die sich auf Vereins-, Stadt- Kreis-, Bezirks-, Landes- und Europaschauen mit Erfolg wacker schlug. Johannes Beierl holte sich mehrere Titel mit den Kaninchen und wurde Kreismeister mit seinen Tauben und Hühnern. Sophia Schieder errang den Kreismeister-, Landesmeister- und Europameistertitel. Bundesweit brachten die Züchter 152 Tauben zur Bewertung. 20 Mal errangen sie die Bewertungsnote „Hervorragend“ und 6 Mal „Vorzüglich“. Wiederum glänzte Johannes Beierl als Kreismeister und die Zuchtfreunde Siegfried Rupp und Reinhold Schulz errangen den Deutschen Meistertitel im Verband Deutscher Rassetauben in Kassel. Taubenzuchtwart Sauer holte sich den Europameistertitel im dänischen Herning und war nicht nur über seinen Erfolg stolz.

Josef Faltenbacher holte noch einige Ehrungen nach. Johannes Uschold hätte als Stadtmeister eine Auszeichnung für seine Kleinsilber gelb und Johannes Beierl mit seinen Castor Rex als Jugendvereinsmeister erhalten. Beide waren aber nicht anwesend. Der Erinnerungspokal ging an Sophia Schieder, den Papa Hans Schieder entgegennahm. Maria Rauch aus Eslarn freute sich mit ihren Russen schwarz über den Vereinsmeistertitel. Der Vorsitzende selbst erhielt an diesem Abend für 20 Jahre in der Sparte Geflügel die goldene Ehrennadel, ebenfalls Theresia Zilbauer für 20 Jahre und die silberne Vereinsnadel ging an Florian Stahl für 15 Jahre. Bürgermeister Andreas Wutzlhofer lobte den Verein für die Instandhaltung des Vereinsheims und der Alten Turnhalle und beglückwünschte die Geehrten.

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