Vohenstrauß
26.04.2019 - 11:02 Uhr

Straßenbauer graben sich durch die Stadt

Es geht etwas vorwärts in Sachen Straßenaubau in der Großgemeinde Vohenstrauß. Im Stadtsäckel wird viel Geld locker gemacht für die Verschönerung der Straßen und Ortsdurchfahrten.

Bürgermeister Andreas Wutzlhofer (Fünfter von links) trifft sich mit den Anwohnern im Braunetsriether Weg, um über die in der nächsten Woche beginnenden Straßensanierungsarbeiten zu informieren. Ohne Beeinträchtigungen wird es aber nicht gehen. Bild: dob
Bürgermeister Andreas Wutzlhofer (Fünfter von links) trifft sich mit den Anwohnern im Braunetsriether Weg, um über die in der nächsten Woche beginnenden Straßensanierungsarbeiten zu informieren. Ohne Beeinträchtigungen wird es aber nicht gehen.

In der Großgemeinde laufen auch in diesem Jahr wieder eine Reihe von Straßensanierungsarbeiten an, die der städtische Bauhof zusammen mit bewährten Firmen schultern wird. Auf was sich die Anwohner des Braunetsriether Wegs in den nächsten Monaten einstellen müssen, erfuhren sie am Donnerstagabend von Bürgermeister Andreas Wutzlhofer, Bauamtsleiter Johann Balk und Außendienstleiter Karl Frey. Das anberaumte Treffen stieß auf großes Interesse, denn die Anwohner zeigten sich ausnahmslos erfreut, dass ihr Straßenzug erneuert wird. „Es ist aber nicht zu vermeiden, dass es während der Baumaßnahme zu Behinderungen kommen wird“, machte das Stadtoberhaupt unmissverständlich deutlich.

Die Wasserleitung werde in diesem Bereich komplett erneuert. Ob es Sinn mache den Hausanschluss ebenfalls auszutauschen, müssten die Grundstücksbesitzer selbst entscheiden und sich um eine geeignete Firma kümmern. Frey führte aus, dass jedes Haus ein Rückschlagventil brauche. Die Ausbaustrecke beträgt 330 Meter und die Straßenbreite variiere von 5,50 bis 6,80 Meter. Ebenfalls werde der Gehweg komplett saniert und mit dem Antikpflaster belegt, das bereits im Bereich der Einfahrt zur Siedlerstraße verwendet wurde, um ein einheitliches Bild zu gewährleisten. Schon in der nächsten Woche werde die Baustelle eingerichtet und bereits am Dienstag beginnen die Fräsarbeiten.

Auf Höhe der Flurstraße bis etwa zur Fliederstraße werde der erste Abschnitt erfolgen. Da es sich dabei um teerhaltiges Fräsmaterial handle, müsse dies entsprechend entsorgt werden was sehr kostspielig sei, machte Frey deutlich. Bei den restlichen knapp 180 Metern werde nur der Rohrgraben für die Erneuerung der Wasserleitungen herausgefräst und anschließend wieder verfüllt, damit die Strecke zumindest für die Anwohner wieder befahrbar wird. Als Durchgangsstrecke bleibe der Abschnitt jedoch gesperrt. Wutzlhofer wies die Teilnehmer drauf hin, dass die Mülltonnen während der Bauzeit entweder in die Flur-, Flieder- oder Siedlerstraße für die Entsorgung gestellt werden müssten. Gleiches gelte für den Sperrmüll.

„Nicht erschrecken, das wird schon eine Riesenbaustelle, da es sich um einen Komplettausbau mit Vollsanierung handelt“, führte der Bürgermeister aus. Insgesamt werde mit einer Bauzeit von bis zu vier Monaten gerechnet. Ein Anwohner wollte wissen, ob auch der Kanal erneuert wird, was Frey aber verneinte. Die Überprüfung ergab ein funktionstüchtiges Kanalnetz. Alle Absperrvorrichtungen und Ventile werden erneuert.

Ebenso tauchte die Frage auf, ob in diesem Bereich gleich die Glasfaserkabel mit verlegt werden. Keines der angeschriebenen Unternehmen, angefangen von der Telekom bis zum Bayernwerk, zeigten Interesse. Allerdings werde die Stadt von sich aus versuchen ein DN-100-Leerrohr mit einzubauen. Zum besseren Verständnis für die Anwohner brachte Wutzlhofer eine Querschnittzeichung mit. Der Gehweg werde mit einem zwölf Zentimeter hohen Hochbord in einer Breite von 1,50 Meter angelegt. Gegenüber grenzt ein Dreizeiler zur Wasserführung ab. Als Tragschicht kommen 10 Zentimeter Material und 4 Zentimeter Feinschicht auf die Fahrbahn, also insgesamt 14 Zentimeter Asphalt und als Frostschutz werden 51 Zentimeter eingebracht. Allein rund 2000 Quadratmeter umfassen die Schwarzdeckenbauarbeiten in diesem Bereich. Teilweise werde eine Angleichung der Grundstückszufahrten an die neuen Straßenhöhen nicht zu vermeiden sein. Deswegen bat Frey alle Grundstückseigentümer und Anlieger um Rücksicht und Absprache während der Bauzeit. Als Gesamtkosten wurden 260 000 Euro veranschlagt.

Der Braunetsriether Weg ist aber längst nicht die einzige Maßnahme. Viel hat sich auch in der Langen Gasse entlang der alten Stadelreihe getan. Im Rahmen der Städtebauförderung werden durch die Firma Schieder aus Bechtsrieth die Zufahrten und Plätze neu angelegt und befestigt mit Gesamtkosten in Höhe von 270 000 Euro. Die Stadt erhofft sich, laut Stadtkämmerer Rainer Dötsch, für diesen Bereich immerhin 156 000 Euro an Fördermitteln.

Auch in der Thomasbühlstraße in Oberlind im Ortsteil Straßenhäuser wird gebuddelt, was das Zeug hält. Zusammen mit der Firma Georg Huber aus Rötz, Inhaber Josef Rappl GmbH & Co. KG arbeitet sich der städtische Bauhoftrupp durch den 700 Meter langen Straßenzug, der 4200 Quadratmeter an Schwarzdeckenbauarbeiten erfordert. Die Randbepflanzung übernimmt ebenfalls der Bauhof. Die Gesamtkosten schlagen in Höhe von 240 000 Euro zu Buche.

In der nächsten Woche sollen auch die Deckenbauarbeiten in der 115 Meter langen Messerpaint im neuen Baugebiet in Oberlind mit Gesamtkosten von 45 000 Euro vonstattengehen. Die Anwohner werden aufatmen, denn dann gehört der Staub, den der Wind in den vergangenen Tagen gehörig aufwirbelte, der Vergangenheit an.

In Straßenhäuser wird an der Thomasbühlstraße gearbeitet. Der 700 Meter lange Straßenzug wird ebenfalls hergerichtet. Bild: dob
In Straßenhäuser wird an der Thomasbühlstraße gearbeitet. Der 700 Meter lange Straßenzug wird ebenfalls hergerichtet.
In Straßenhäuser wird an der Thomasbühlstraße gearbeitet. Der 700 Meter lange Straßenzug wird ebenfalls hergerichtet. Bild: dob
In Straßenhäuser wird an der Thomasbühlstraße gearbeitet. Der 700 Meter lange Straßenzug wird ebenfalls hergerichtet.
Nächste Woche wird im neuen Baugebiet Messerpaint in Oberlind die Teerdecke aufgebracht. Bild: dob
Nächste Woche wird im neuen Baugebiet Messerpaint in Oberlind die Teerdecke aufgebracht.
Verschönert werden derzeit auch die Stadelreihen mit den Vorplätzen in der Langen Gasse. Angesichts des guten Wetters sind die Arbeiten schon weit gediehen. Bild: dob
Verschönert werden derzeit auch die Stadelreihen mit den Vorplätzen in der Langen Gasse. Angesichts des guten Wetters sind die Arbeiten schon weit gediehen.
Verschönert werden derzeit auch die Stadelreihen mit den Vorplätzen in der Langen Gasse. Angesichts des guten Wetters sind die Arbeiten schon weit gediehen. Bild: dob
Verschönert werden derzeit auch die Stadelreihen mit den Vorplätzen in der Langen Gasse. Angesichts des guten Wetters sind die Arbeiten schon weit gediehen.
Verschönert werden derzeit auch die Stadelreihen mit den Vorplätzen in der Langen Gasse. Angesichts des guten Wetters sind die Arbeiten schon weit gediehen. Bild: dob
Verschönert werden derzeit auch die Stadelreihen mit den Vorplätzen in der Langen Gasse. Angesichts des guten Wetters sind die Arbeiten schon weit gediehen.
 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.