Gisela Maier hat ihre Lebensgeschichte in einem Buch verfasst und an ihrem 80. Geburtstag, den sie am Samstag feierte, ihren Angehörigen, vor allem ihren Bruder aus Erlangen, vorgestellt. Für ihre Kinder Sonja, Olaf und Astrid will sie ein zweites, sehr persönliches Werk schaffen, und ihre Erinnerungen schriftlich fixieren. Vorausgesetzt ihre Gesundheit lässt es zu. „Meine Erinnerungen – Wo ist meine Heimat“, titelte sie ihr Erstlingswerk. Gisela Maier, eine geborene Tietze, kam am 25. Januar 1940 in Breslau zur Welt. Der Vater fiel im Krieg und so machte sich ihre Mutter mit den beiden Kindern allein auf die Flucht. Sie kamen zuerst für ein halbes Jahr nach Oberkotzau. In einem Dorf in der Nähe von Neuburg an der Donau fanden sie eine einfache und vorübergehende Bleibe, bis die kleine Familie nach ein paar Jahren in Neuburg an der Donau ansässig wurde.
Maier lernte nach der Schulzeit Buchhalterin. Ihren Ehemann Walter Maier traf sie zufällig beim Tanzen, erzählt die Jubilarin. Der gebürtige Münchner war als Lehrer in Neuburg tätig. Am 16. Juli 1961 heiratete das Paar und bald stand der Umzug nach Kulmbach an, da Walter Maier an eine staatliche Schule wechselte. „Unsere drei Kinder wurden alle in Kulmbach geboren.“
1976 erhielt Maier die Rektorenstelle an der Vohenstraußer Realschule. „Vohenstrauß ist mir zur neuen Heimat geworden.“ Eigentlich wollte sie ursprünglich Kindergärtnerin werden, mit ihren eigenen Kindern habe sie dann diese Passion ausgelebt, strahlt die Seniorin. 1988 erkrankte die jüngste Tochter an Multipler Sklerose. Trotz der schlimmen Diagnose steckte Gisela Maier den Kopf nicht in den Sand sondern gründete mit anderen Betroffenen eine MS-Selbsthilfegruppe vor Ort, deren Leitung sie bis zum 30-jährigen Gründungsjubiläum inne hatte. Am 23. Mai 1998 starb ihr Ehemann.
„Jeder Tag ist ein Geschenk“, lautet seither auch ihre Prämisse, nach der sie versucht zu leben. Viele Hobbys begleiten Maier durch den Alltag. Malen, töpfern oder Veeh-Harfe spielen gehören zu ihren Leidenschaften. Zwar gab sie das Töpfern mittlerweile wegen einer Erkrankung auf, aber zur rechten Zeit lässt sie ihre Kreativität beim Malen aufblitzen und auch die Musik hilft ihr über so manchen Stolperstein im Leben hinweg.
Alle Menschen, mit denen sie ihre Hobbys pflegt, hatte Maier neben ihrer Familie zu ihrer Geburtstagsfeier in den Gasthof „Drei Lilien“ eingeladen. Zu ihrer großen Freude feierten auch Stadtpfarrer Dieter Schinke und zweiter Bürgermeister Uli Münchmeier mit. Sie wünschten ihr vor allen Dingen Gottes Segen und weiterhin recht viel Gesundheit und Frohsinn.













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