„Am Tag der offenen Gartentür können sich die Besucher davon überzeugen, dass die Lust am Garten und der Natur nicht an Attraktivität verloren hat. Für viele Menschen ist dies ein wertvoller Ausgleich zum Alltagsstress“, so Albert Nickl, Vorsitzender des Kreisverbands für Gartenbau und Landespflege Neustadt/WN. Ganz nach dem Sprichwort „Zeig mir deinen Garten, und ich sag dir, wer du bist“ freut er sich gemeinsam mit Maria Treiber, Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege Neustadt/WN, am „Tag der offenen Gartentür“ am Sonntag auf viele Besucher aus der ganzen Region. Die Gärten in Vohenstrauß sind von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Örtliche Vereine und Verbände sowie einige Gartenbesitzer sorgen mit verschiedenen Schmankerln für das leibliche Wohl.
Jeder Garten hat seine Besonderheiten. Die Freizeitgärtner im Landkreis tragen zur Landeskultur und Heimatpflege bei. Der Reiz der Veranstaltung liegt in der großen Vielfalt der Gärten, die je nach Persönlichkeit der Besitzer Ausdruck ihrer Lebensphilosophie sind. Der Blick in Nachbars Garten symbolisiert den Sinn dieser Aktion: Er soll Grenzen überwinden und das Verständnis füreinander fördern. Der „Tag der offenen Gartentür“ soll die positiven Eigenschaften der Gärten stärker ins Bewusstsein rücken. Die Besucher sollten jedoch bedenken, dass sie private Gärten besuchen und keine für größere Gruppen konzipierten Schauanlagen. Deshalb mahnen die Veranstalter zu besonderer Rücksichtnahme.
Von Spielmöglichkeiten bis Blattstauden
Um 9.30 Uhr findet die offizielle Eröffnung im Garten der AWO-Sozialstation mit Ehrengästen und Gartenbesitzern statt. Anschließend besichtigen die Ehrengäste die Gärten. Weitere Auskünfte und zahlreiche Informationsblätter gibt es am Stand des Kreisverbands in diesem Gartenareal. Gertraud Portner bietet dort auch ihre Gartenbücher zum Verkauf an. Die Löwenfreunde Vohenstrauß-Waldthurn sorgen für das Mittagessen mit Schnitzel und Kartoffelsalat. Kaffee, Kuchen und Getränke bietet die AWO im Braunetsriether Weg 34 an.
In der Kornblumenstraße 1 im neuen Baugebiet „Sommerwiesen“ befindet sich der Garten von Mirka und Christoph Schmitt, einem Wohn- und Nutzgarten für die ganze Familie. Er verbindet modernen Stil mit Spiel- und Entdeckungsmöglichkeiten für Kinder. Hunde sollen nicht mit in den Garten gebracht werden. Weiter geht es mit dem Garten von Dr. Heinrich Gref im Braunetsriether Weg, der ein großer eingewachsener Naturgarten mitten in der Stadt ist. Rings um das Grundstück wachsen heimische sowie exotische Blühsträucher mit schattenliebenden Blattstauden.
Ute und Albert Sommer in der Wittschauer Straße 1 besitzen ein Hinterhof-Idyll neben der verkehrsreichen Kreuzung unterhalb der Friedrichsburg. Anne und Günter Hassmann in der Oberlinder Straße 25 präsentieren ihren Vorgarten mit bunten Stauden, Blattgrün und Accessoires. Im größeren Teil des Grundstücks liegt der Obstgarten mit zahlreichen Rosen, Buchs, Blühsträuchern und Hortensien.
Angebot geht weit über Gärten hinaus
Ulrike und Thomas Groß in der Eglseestraße 20 haben um ihr kanadisches Blockhaus Blühsträucher mit Staudenunterpflanzung angelegt. Sie bieten frische Waffeln und Kaffee an. Nur unweit davon entfernt öffnen Barbara und Peter Dineiger in der Eglseestraße 27 ihre Gartentür. Hier gibt es unter anderem Informationen zu „Bokashi“, dem Fermentieren von Küchen- und Gartenabfällen als alternative Kompostierungsmethode. Sie bieten zudem Getränke, Brezen und Käsebrote an. Außerdem verkaufen Martina Würfl und Angela Putzer hier verschiedene Produkte, unter anderem Dekoartikel, und auch Fischspezialitäten Lang aus Pfreimd ist vor Ort.
Christa und Helmut Wildenauer in der Thomasbühlstraße 18 in Straßenhäuser haben mit ihrer Christophorus-Kapelle ein Juwel in ihrem weitläufigen Garten geschaffen. Die Hausbesitzerin bietet auch Artikel aus ihrem Flohmarkt „Kunst und Krempel“ an. Die Feuerwehr Oberlind grillt und verkauft Getränke. Ein Bienenhaus und eine große Obstwiese mit Streichelzoo ergänzen dieses Naturidyll. Marga und Eduard Schön in der Schmiedgasse 3 in Oberlind zeigen, was zu einem typischen Bauerngarten gehört. Maulbeere, Mispel, Aronia, Nashi-Birne und die bekannte Kornelkirsche sind hier zu finden.
Ein weiterer Naturgarten am Ortsrand befindet sich bei Maria und Hans Kopp in Unterlind 17. Maria Kopp hat ein Faible für Tomaten, Paprika und Chili.
Daniel Riebl in der Weidener Straße 20 ist gelernter Gärtner und Meister für Gemüseanbau. Auf knapp 700 Quadratmetern Fläche baut er rund 50 verschiedene Gemüsearten an. Angeboten wird ein Eintopf mit Brot, Butterbrote mit verschiedenen Sprossen, Wiener, Kaffee und Kuchen sowie Getränke. Außerdem gibt es um 11, 13.30 und 16 Uhr Führungen durch den Garten. Claudia Forster und Roland Gösl laden in der Raiffeisenstraße 13 in den großen, zweigeteilten Siedlungsgarten ein. Ein besonderer Blickfang sind die großen Metallbehälter mit prächtigen Zitruspflanzen und Olivenbäumen.
Im Lohweg 1 können sich Besucher bei Gisela Lang und Manfred Obendorfer umsehen. Vor allem die Laufenten freuen sich an heißen Tagen über die Abkühlung am kleinen Teich. Zudem ist ein kleiner Gartenflohmarkt vorhanden. Es gibt Gartenlimonade und Leckereien aus dem Garten. Ramona und Uwe Pfaff erwarten in der Schreinergasse 23 die Besucher. Hinter der alten Scheune beginnt der langgezogene Freizeit- und Erholungsgarten, der mit gemütlichen Sitzgelegenheiten zum Entspannen einlädt.
Christa und Gerhard Gieler im Fasanenweg 1 präsentieren ihren Siedlungsgarten mit zahlreichen Rhododendronbüschen, Magnolien, einem Blauglockenbaum und vielen Blühsträucher. Und auch Katarzyna und Andreas Gäbel in der Haunoldstraße 3 besitzen viele Gräser- und Blumenstauden, verschiedene Beerensträucher. Ein Hingucker sind die gemauerten Hochbeete und die Kompostierung.

























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