Martin Busch aus Altentreswitz sorgt sich wegen herabgefallener Äste einer großen Esche in seinem Heimatort. Obwohl kein Sturm war, knickte in den Sommermonaten ein großer grüner Ast ab und stürzte auf die Straße. „Da gehen unsere Kinder durch zum Schulbus und das ist ganz gefährlich.“ Der Baum stehe an exponierter Stelle und sei ortsbildprägend, wandte Wutzlhofer ein. „Eine absolute Sicherheit gibt es nirgends.“ Außendienstleiter Karl Frey meinte, dass der Baum von der Substanz her nicht schlecht sei. Leider habe man solche Schäden jetzt nach diesen zwei trockenen Jahren öfter. Die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt lasse so einen Baum bestimmt nicht leichtfertig absägen. Jedenfalls soll der Baum nun noch einmal überprüft werden. Schon im Sommer war ein Hubsteiger der Firma Hölzl vor Ort, um den Baum zu begutachten. Er stellte keine Schäden fest.
Die Freiflächenphotovoltaikanlagen nannte Josef Scherer bei der Bürgerversammlung schlichtweg eine Katastrophe. Diese Sorge teilte auch Landwirt Johannes Frischholz aus Grünhammer, wie schon in der Altenstädter Bürgerversammlung Georg Ertl. Scherer würde eher auf Windenergie setzen. Windräder waren am sogenannten „Weißenberg“ in Richtung Obertresenfeld vor einigen Jahren höchst umstritten und Bürgerproteste und enormer Widerstand liefen dagegen an. „Leute, die in unmittelbarer Nähe von solchen Anlagen wohnen, wehren sich mit allen Mitteln dagegen.“ Jetzt mit der 10H-Regelung sei es fast aussichtslos geeignete Flächen zu finden, sagte Bürgermeister Andreas Wutzlhofer. Er selbst sei auch kein Freund solcher Anlagen, gab er offen zu. Außerdem ergab damals die Untersuchung, dass an dieser Stelle die Windhöffigkeit nicht gegeben ist und ein Windrad gar nicht wirtschaftlich betrieben werden kann. Bei der nun geplanten Freiflächenanlage verfüge man über einen optimalen Standort mit unmittelbarer Einspeisung am bestehenden Umspannwerk. „Deswegen ist dieser Platz so begehrt.“ Allerdings werde auch von der Politik überlegt die Erneuerbare Energiegesetz-Einspeisevergütungen zurückzufahren. Eine Rendite soll aber dennoch noch erwirtschaftet werden. „Da werden die schönen landwirtschaftlichen Nutzflächen hergenommen und meist auch noch als Bürgeranlagen angepriesen“, bemängelte Frischholz. Er sei ganz und gar nicht gegen Photovoltaikanlagen, aber diese sollten dann schon wenigstens auf Hausdächer angebracht werden. Auf den Dächern sei zudem noch erhebliches Potential für Photovoltaikanlagen. Jeder wisse derzeit wie sich die Lage auf dem Grundstücksmarkt entwickle. „Nicht alles was Renditen erzielt ist aus Sicht der Landwirte erstrebenswert.“ Dem pflichtete auch der Bürgermeister bei. Allerdings stelle ausgerechnet ein praktizierender Landwirt seine Flächen in Altenstadt zur Verfügung, sagte Wutzlhofer. „Der Landwirt wechselt von der Landwirtschaft zum Energieerzeuger.“ Auch Kommunen treten immer mehr in Konkurrenzkampf um landwirtschaftliche Grundstücke, denn es sei im Bestreben eines jeden der in der kommunalen Verantwortung stehe, eine Stadt weiterzuentwickeln. Wohlwissend, dass Vollerwerbslandwirte die Scholle bräuchten. „Das ist ein ständiger Konkurrenzkampf zwischen Landwirtschaft, Kommunen und Energiewirtschaft.“ Mittlerweile seien ja Grundstückskäufer in unserer Gegend aktiv, die Ausgleichsflächen für das künftige Gewerbegebiet in Weiden brauchen, gab der Bürgermeister zu bedenken. Die ersten Grundstücke im Gebiet um die Neumühle sind bereits veräußert worden, informierte er. „Das ist eine fürchterliche Entwicklung.“ Dagegen anzugehen wäre aber Sache der großen Politik und es müsse ein Umdenken stattfinden. „Letztlich ist es eine wirtschaftliche Entscheidung des Einzelnen“, wandte Hans Feneis ein. Der Landwirt werde sich das genau ausgerechnet haben und kam zum Ergebnis, dass für ihn diese Form die rentablere sei. Diese Entwicklung sei vermutlich nicht mehr aufzuhalten. „Da ist eine politische Entscheidung gefordert, an der Basis ist man da ein zu kleines Licht“, merkte der Rathauschef an.
Hans Kurzka fragte nach, ob eine Sanierung der Stadthalle angedacht sei. „So schlecht schaut die nicht aus“, entgegnete Wutzlhofer. Der Vohenstraußer Faschingsverein hat aus diesem Haus etwas gemacht. Wöchentlich seien mittlerweile Großveranstaltungen und da rühre sich was. So günstig im Unterhalt werde es die Stadthalle nicht mehr geben, gab er zu bedenken. „Die Mitglieder des VFV behandeln die Stadthalle wie ihre eigene.“ Den ganzen Foyer-Bereich baute Josef Stahl aus Kößing ehrenamtlich für den VFV um, lobte Wutzlhofer. „Wenn auch mal deftig gefeiert wird. Am nächsten Tag kommt eine Putzmaschine und alles ist wieder sauber.“ Erst bei der letzten 70er, 80er, 90er Party sei ihm zugetragen worden wie es dort zugegangen sei. Das wird wieder aufgeräumt und damit sei das kein Problem.
Michael Biegerl sprach die beidseitigen Bankette der Zufahrt nach Kößing an, die total ausgefahren sind. Dem Außendienstleiter ist der Schaden bereits bekannt, sagte Wutzlhofer. In nächster Zeit werden diese Arbeiten ausgeführt. Peter Schmid befürchtete, dass durch den Brückenbau und der Anlegung der Gehsteige eine Stützmauer auf seinem Grundstück von Nöten sein werde. Frey und der Bürgermeister zerstreuten diese Befürchtung, denn die Straße werde nach allen Regeln der Baukunst ausgeführt. Das Schönste: „Gehwegkosten werden nicht auf die Anlieger umgelegt.“













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