11.01.2019 - 10:46 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Vohenstrauß: Sieben Straßen auf der Liste

Rund eine Million Euro gibt die Stadt Vohenstrauß in diesem Jahr für die Erneuerung von Straßen aus. Neben diesem Thema geht es am Donnerstag in der Stadtratssitzung auch um den geplanten Solarpark an der Autobahn A 6.

Die Thomasbühlstraße in Straßenhäuser wird auf einer Länge von 700 Meter vom Buswartehäuschen bis zum Anliegen der Familie Kellner saniert. Auf einen Rückbau der Straßenbreite wird verzichtet. Stattdessen werden die Bauhofmitarbeiter Bäume pflanzen und eine Linie für einen Geh- und Radweg ziehen. Stadtrat Hans Bayerl bedankte sich für die Errichtung des neuen Bushäuschens. Es werde sehr gut angenommen.
von Christine Walbert Kontakt Profil

Zur ersten Sitzung des Jahres hatten auch einige Zuhörer im großen Sitzungssaal Platz genommen. Erst im späteren Verlauf stand der Solarpark Vohenstrauß auf der Tagesordnung. Für die Änderung des Flächennutzungsplans war im Oktober der Entwurf dazu öffentlich ausgelegen. Bürgermeister Andreas Wutzlhofer erklärte, dass sich sehr viele Behörden dazu mit Bedenken und Anregungen meldeten. Von den Nachbargemeinden und von den Bürgern hätte es jedoch keinerlei Einwände gegeben. Die behördlichen Rückmeldungen seien der Planungsgesellschaft Bresch Henne Mühlinghaus weitergeleitet worden. Unter anderem nannte Wutzlhofer einen Einwand des Landratsamts. Eine der geplanten fünf Teilflächen (im Bereich Braunetsrieth) würde zu einer "technischen Überprägung" in dem Landschaftsbereich führen. Durch die Pflanzung einer Hecke, so der Bürgermeister, könne man dem entgegenwirken.

Uli Münchmeier wollte wissen, ob der Rückbau der Anlagen von den Betreibern vorgenommen werde, da von einem Durchführungsvertrag mit der Stadt die Rede sei. Zeno-Projektleiter Wolfgang Trippel erläuterte, dass der Betreiber mit der Gemeinde einen städtebaulichen Vertrag abschließe, da sie als "Hüterin der Rechtslage" auftrete. Der Rückbau werde von den Betreibern übernommen. Trippel meinte, dass nicht alle fünf Standorte sofort umgesetzt werden könnten, da die Abstandsflächenregelung dies noch verbiete. "Wir müssen einen Abstand von 2 Kilometern bis zur nächsten Anlage einhalten." Erst in zwei Jahren dürfe dann weiter gebaut werden. Außerdem dürfe jede Anlage bislang nur bis zu 750 Kilowatt liefern. Das bedeute, dass zunächst teilweise nur die Hälfte einer Solarfläche belegt werde. Die Räte stimmten einhellig für den Bebauungsplanentwurf in der Fassung vom 10. Januar 2019. Dieser wird nun öffentlich ausgelegt.

Einen Schritt weiter ist die Stadt hinsichtlich der Erweiterung des Gewerbe- und Industriegebiets Vohenstrauß-Ost". Nach der öffentlichen Auslegung habe man mit den Vertretern der beteiligten Behörden wie Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt und Bayerische Staatsforsten konstruktive Gespräche geführt, so der Bürgermeister. Landschaftsarchitekt Andreas Thammer stellte den Räten die neue Fassung vor, nach der nun 10 Parzellen verschiedener Größe angeboten werden können. Der neue Plan wird nun nochmals öffentlich ausgelegt.

Der Braunetsriether Weg von der Kreuzung Siedlerstraße bis etwa Hausnummer 25 wird auf einer Länge von 300 Metern ausgebaut. Die Kosten belaufen sich auf etwa 220 000 Euro. Dabei werden auch die Wasserleitungen und die Hausanschlüsse erneuert.
Die Don-Bosco-Straße steht ebenfalls auf der Liste der Straßenbaumaßnahmen 2019. Von der August-Sperl-Straße bis zur Pestalozzistraße wird der Bereich für rund 140 000 Euro erneuert.
Straßenbaumaßnahmen 2019 der Stadt Vohenstrauß:

Sieben Straßenbaumaßnahmen versucht die Stadt, allen voran Bauhofleiter Karl Frey mit seinem Team, heuer in Angriff zu nehmen. Geplant sind: Braunetsriether Weg (220 000 Euro) Wasserleitung und Hausanschlüsse (40 000 Euro), Gemeindeverbindungsstraße VOH 60 von Roggenstein bis Kreisstraße NEW 26 Zieglmühle (40 000 Euro) – eine Verbreiterung ist hier nicht vorgesehen.

Auf der Liste stehen außerdem: Don-Bosco-Straße mit Anlegung eines Parkplatzes bei der Grundschule (140 000 Euro) Wasserleitung und Hausanschlüsse neu (30 000 Euro), Thomasbühlstraße in Straßenhäuser mit Bepflanzung (230 000 Euro), Gemeindeverbindungsstraße VOH 48 von der Kößlmühle zur Neumühlstraße ohne Verbreiterung (36 000 Euro), Messerpaint in Oberlind (45 000 Euro), Fahrenbergstraße von Altenstadt bis Gemeindegrenze (abhängig von Zeit und Geld 200 000 Euro).

Gabi Eichl (Freie Wähler) fragte nach, ob in der Thomasbühlstraße in Straßenhäuser angesichts der Beschwerden über zu schnelle Autos ein Rückbau vorteilhaft wäre. Wutzlhofer und Bauamtsleiter Johann Balk meinten, dass auf dieser geraden Strecke auch bei geringerer Fahrbahnbreite schnell gefahren werde. Stattdessen werde am Rand eine Linie durchgezogen, die einen Geh- und Radweg markieren soll.

Krematorium:

Zum Thema Krematorium meinte Bürgermeister Andreas Wutzlhofer, dass er die vielen Anregungen, die bei ihm aufgeschlagen seien, sehr ernst nehme. Er werde großen Wert darauf legen, dass in der Infoveranstaltung Ende Januar oder Anfang Februar „wertneutrale Personen“ über das Thema Auskunft geben. Die Moderation wird Jürgen Meyer von der Integrierten Leitstelle übernehmen. Er selbst stehe dem Ganzen völlig wertneutral gegenüber. Im Falle eines erfolgreichen Bürgerbegehrens „wird’s halt dann nichts“, so Wutzlhofer.

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