Ein letzter Arbeitstag der irgendwo zwischen feierlich und familiär, zwischen Dankbarkeit und einer guten Portion Humor pendelte – ganz so, wie man ihn eben kennt. Schon beim Betreten des Rathauses lag am Dienstag etwas in der Luft: ein bisschen Wehmut, viel Respekt und dieses leise Gefühl, dass hier jemand verabschiedet wird, der nicht nur ein Amt ausgefüllt hat, sondern ein Stück Vohenstrauß geprägt hat. Und ja – auch jemand, der vermutlich mehr Sitzungen überstanden hat als so mancher Bürostuhl. Die Dankesworte, herzlich, ehrlich. Anekdoten aus dem Rathausalltag machten die Runde – von endlosen Diskussionen über Straßennamen bis hin zu den kleinen, fast unsichtbaren Momenten, in denen sich zeigt, was gute Kommunalpolitik wirklich bedeutet: zuhören, vermitteln, dranbleiben.
Immer wieder ein Satz, der hängen blieb: „Er war sich nie zu schade, selbst mit anzupacken.“ Und man glaubte es sofort. Denn Wutzlhofer war nie der Bürgermeister „von oben herab“, sondern eher einer „mitten drin“. Einer, der wusste, dass eine Stadt nicht nur aus Zahlen und Beschlüssen besteht, sondern vor allem aus Menschen. Natürlich durfte auch der Humor nicht fehlen. Ein großes Banner vor dem Rathaus machte auch die Bürger auf diesen letzten Arbeitstag des Stadtoberhaupts aufmerksam. Und dann war da dieser Moment, in dem es still wurde. Kein Witz, keine Pointe – nur ehrlicher Dank. Für Jahre des Engagements, für Entscheidungen, die nicht immer leicht waren, und für das konstante Bemühen, das Beste für die Stadt herauszuholen. Man merkte: Hier geht jemand, der Spuren hinterlässt.
Doch wer dachte, der Tag würde in reiner Rührseligkeit enden, hatte die Rechnung ohne den Humor der Mitarbeiter gemacht, die dem Rathauschef mit Servietten in den Vohenstraußer Stadtfarben nachwinkten. Zum Abschluss wurde noch einmal herzlich gelacht – über kleine Eigenheiten, große Geschichten und die Gewissheit, dass ein Abschied eben auch ein neuer Anfang ist. Und so ging man auseinander: mit einem Lächeln, einem schönen Gefühl – und der leisen Hoffnung, dass Andreas Wutzlhofer auch im „Ruhestand“ nicht ganz die Hände stillhalten wird. „Mach’s gut – und danke für alles“, so die einhellige Meinung seiner Mitarbeiter.
In der Nacht zum 1. Mai wird er pünktlich um Mitternacht seine Amtsgeschäfte an seinen Nachfolger Uli Münchmeier vor dem Rathaus übergeben.













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