17.11.2018 - 10:04 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Vohenstraußer SPD-Ortsvorsitzender Markus Kick wirft hin

Die Vohenstraußer Genossen verlieren ihren Kopf. Markus Kick verlässt die SPD und gibt alle Ämter auf. Innerhalb kürzester Zeit kehrt damit die zweite wichtige politische Persönlichkeit der Vohenstraußer SPD den Rücken.

Markus Kick verlässt die Vohenstraußer SPD.
von Dominik Konrad Kontakt Profil

Der Vohenstraußer Ortsvorsitzende Markus Kick verlässt die SPD. Hintergrund ist die Entfremdung des 34-Jährigen von der Partei. Für den Unterlinder ist „die rasante und protesthafte Linkswende der SPD nach den absehbaren Wahlniederlagen in Bayern und Hessen … nicht mehr länger tragbar.“ Die Partei vertrete nicht mehr die Interessen der einfachen Arbeiter, der Landwirte und Hausfrauen. „Unsere Heimat braucht eine Bayerische Sozialdemokratische Mitte, die SPD ist dies allerdings nicht mehr.“ Kick tritt von allen Parteiämtern zurück und übergibt den Ortsvorsitz an seinen Stellvertreter, Stadtrat Heinrich Rewitzer. Dieser ist von dem Schritt völlig überrascht: „Andeutungen sind öfter gefallen, aber klar hat er sich mir gegenüber nicht geäußert. Das fühlt sich nicht gut an, sagen wir mal, wie es ist. Da sollte vorher mit dem Vorstand geredet werden.“

Kick ist vor eineinhalb Jahren in die SPD eingetreten und war zuvor nie in einer Partei aktiv. Im Mai hatte er den Vorsitz in Vohenstrauß übernommen, Wahlkampf für die Landtags- und Bezirkstagswahl gemacht, die Juso-AG und die AG 60plus gegründet. Jetzt ist Schluss. „Dass ich den Vorsitz aufgebe, stand für mich eigentlich nie zur Debatte“, erläutert Kick. „Aber da ich aus der SPD austreten will, muss ich den Ortsvereinsvorsitz abgeben. Darum tut es mir am meisten Leid, aber wir haben in der SPD als klassischer Arbeiterpartei keinen einzigen Arbeiter mehr. In Bayern fehlt eine gesunde sozialdemokratische Mitte.“ Kick wird sich nun um seine Familie und seine Kinder kümmern. Die Mitgliedschaft in einer anderen Partei oder ein politisches Amt strebt er nicht an. Die Vohenstraußer Genossen verlieren somit innerhalb kürzester Zeit schon das zweite politische Zugpferd. Im September war SPD-Stadträtin Gabi Eichl zu den Freien Wählern gewechselt.

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