Vohenstrauß
11.11.2024 - 12:07 Uhr
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Vohenstraußer Viertklässler bringen im Stadtrat zwei Wünsche vor

In der jüngsten Stadtratssitzung sitzen viele junge Zuhörer im Rathaussaal. Die Viertklässler nutzen die Gelegenheit und bringen zwei Anliegen mit, die Bürgermeister Andreas Wutzlhofer spontan beantwortet.

Zwei vierte Klassen der Grundschule Vohenstrauß verfolgen die Stadtratssitzung im Großen Rathaussaal und bringen zwei Anliegen vor. Bild: ck
Zwei vierte Klassen der Grundschule Vohenstrauß verfolgen die Stadtratssitzung im Großen Rathaussaal und bringen zwei Anliegen vor.

So viel Publikum hatte der Vohenstraußer Stadtrat schon lange nicht mehr. Zwei vierte Klassen der Grundschule Vohenstrauß wollten einmal live erleben, was sie im Unterricht gelernt hatten. Die Mädchen und Buben hatten sich auf den Besuch mit ihren Lehrern sehr gut vorbereitet und ließen von CSU-Stadtrat Christoph Gollwitzer zwei Bitten vortragen, die sie mit einer demokratischen Abstimmung erarbeitet hatten.

Kieselsteine im Pausenhof

Zum einen wünschen sich die Schüler, dass im Pausenhof die in einem Rondell befindlichen Kieselsteine durch Rindenmulch oder anderes Material ersetzt werden. Manche Schüler würden damit werfen, die Verletzungsgefahr sei zu groß. Wutzlhofer erklärte, dass die Stadt dieser Bitte nachkommen werde. Nicht zuletzt auch aus finanziellen Gründen, weil in der Vergangenheit schon die eine oder andere Fensterscheibe zu Bruch gegangen seien.

Zebrastreifen in der Pfarrgasse

Die zweite Bitte der Kinder: In der Pfarrgasse sollte zwischen dem Gasthof Schübl'adl und dem Landesamt für Finanzen ein Zebrastreifen oder ein verkehrsberuhigter Bereich eingerichtet werden, weil hier viele Autofahrer trotz der bereits eingebauten Verengung zu schnell fahren würden. Der Bürgermeister meinte dazu, dass sich die Stadt an die Vorgaben der Straßenverkehrsordnung halten müsse und hier die Voraussetzungen für einen Zebrastreifen und einen verkehrsberuhigten Bereich nicht gegeben seien. SPD-Sprecher Bernd Koller brachte ein gelbes Blinklicht ins Spiel. Mit der Angelegenheit wird sich demnächst der Verkehrsausschuss beschäftigen.

Pachtbeteiligung am Fahrenberg

Wutzlhofer gab einen Beschluss einer nichtöffentlichen Sitzung bekannt. Demnach kam der Stadtrat überein, sich im Zusammenhang mit dem künftigen Betrieb des Skilifts am Fahrenberg durch den Förderverein "Natur Nah Erleben am Fahrenberg" an den Pachtkosten zu beteiligen. Auch die Gemeinden Waldthurn und Pleystein würden ihren Teil dazu beitragen.

Umzug ins Kavaliersgebäude

Alfons Raab wollte wissen, wann der Umzug von Zulassungsstelle und Volkshochschule in das alte Forsthaus (Kavaliersgebäude) an der Friedrichsburg geplant sei. Wutzlhofer berichtete von einem Gespräch mit der Kreisbaumeisterin Katharina Sauer-Ertl. Es werde ein Termin im Sommer 2025 angepeilt. Danach könnte der Umzug von Ganztagsklassen des Sonderpädagogischen Förderzentrums in das freiwerdende Gebäude in der Wernberger Straße vollzogen werden.

Weg zum Sportzentrum

Mit Raabs zweiter Anfrage wird sich ebenfalls der Verkehrsausschuss beschäftigen müssen: Der Weg vom Amselweg Richtung Sportzentrum werde laut Raab von zu vielen Autofahrern genutzt, obwohl ein Hinweisschild die Durchfahrt nur für Anlieger zulasse.

Bushaltestelle Sommerwiesen

Die neue Bushaltestelle am Wohngebiet "Sommerwiesen" werde laut Außendienstleiter Michael Gösl in etwa zwei Wochen fertiggestellt sein. Der Ein- und Ausstieg sei auf einer Straßenseite bereits baulich abgeschlossen. Die Beschilderung übernehme der Bauhof. Dann sei die Bushaltestelle ordnungsgemäß eingerichtet.

Urnengräber oder Friedwald

Thomas Eiber (CSU) sprach die Urnengräber auf dem Friedhof in Vohenstrauß an. Hier müsse man an eine Erweiterung denken. Er schlug vor, für eine Art Friedwald noch weitere Bäume zu pflanzen. Der Bürgermeister entgegnete, dass eine "halbseidene Variante" mit ein paar Bäumen keinen echten Friedwald darstelle: "Das sollte dann schon ein Wald sein." Er gab jedoch zu Bedenken, dass die Stadt einen Platz für Rasen- und Wiesengräber eingerichtet habe und dort bislang nur ein einziges Grab zu finden sei. In Sachen Urnengräber habe die Stadt bereits Angebote eingeholt. "Ideen sind schon da", erklärte Außendienstchef Gösl.

LTO sagt Veranstaltung ab

Wutzlhofer teilte mit, dass die Jubiläumsveranstaltung des Landestheaters Oberpfalz (LTO) am 24. November leider abgesagt worden sei. Für das "Stationen-Theater" hätten externe Schauspieler hinzugebucht werden müssen. Aufgrund der aktuellen finanziellen Situation – das Landestheater hat vor kurzem Insolvenz beantragt – sei dies nicht möglich. Die Veranstaltung musste ersatzlos gestrichen werden.

Rathauscafé

Eine weitere Mitteilung des Bürgermeisters: Im Rathauscafé gehen die Umbauarbeiten gut voran: "Es hat sich sehr viel getan." Laut Bauamtsleiter Markus Wildenauer hätten die Elektriker nur mehr kleine Restarbeiten zu erledigen. Der Fußboden ist fertig verlegt. In rund zwei Wochen werde der Ausstatter Küche und Mobiliar einbauen. Im Februar 2025 könnte dann nach Meinung von Wutzlhofer eröffnet werden.

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