19.09.2019 - 09:46 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Warnzeichen Vergesslichkeit

Nächster Vortrag in der Bayerischen Demenzwoche: Lebenslanges Lernen setzt das Sprichwort Albert Einsteins "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr" außer Kraft.

Diplom-Sozialpädagoge und Gerontotherapeut Georg Pilhofer vom Sozialpsychischen Zentrum Amberg ist ein Netzwerker für alle Berufsgruppen und befasste sich mit dem Thema „Das menschliche Gedächtnis – Warnzeichen Vergesslichkeit“.
von Elisabeth DobmayerProfil

Ein regelmäßiges Gedächtnistraining bewirkt eine Aktivierung der Gehirnzellen, eine bessere Gehirndurchblutung und die Ausschüttung von Stoffen im Gehirn, die eine positive Stimmungslage begünstigen.

Diplom-Sozialpädagoge und Gerontotherapeut Georg Pilhofer vom Sozialpsychischen Zentrum Amberg

Diplom-Sozialpädagoge und Gerontotherapeut Georg Pilhofer vom Sozialpsychischen Zentrum Amberg

Diplom-Sozialpädagoge und Gerontotherapeut Georg Pilhofer vom Sozialpsychischen Zentrum Amberg ist ein Netzwerker für alle Berufsgruppen und befasste sich mit dem Thema „Das menschliche Gedächtnis – Warnzeichen Vergesslichkeit“, zu dem etliche Besucher ins Pfarrheim St. Marien gekommen waren. Der Vortrag war eingebettet in eine Veranstaltungsreihe des Landkreises Neustadt/WN in der Bayerischen Demenzwoche.

Das alte geflügelte Sprichwort „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“ stimme so nicht, denn das Leben sei ein lebenslanges Sammeln von Wissen. Der einzige Unterschied in der Lernfähigkeit von jüngeren und älteren Menschen liege in der Schnelligkeit, sagte Pilhofer. Vergesslichkeit betreffe alle Menschen. Die Lernfähigkeit als Erwachsener und im Alter werde von Möglichkeiten des Trainings während des ganzen Lebenslaufs beeinflusst und die Lernmotivation sei sicher nicht abhängig von der Zahl der Lebensjahre.

Der Referent stellte Ergebnisse experimenteller Studien zum Lernen im Alter vor und erläuterte die drei Stufen des Gedächtnisses. Schon der berühmte Albert Einstein meinte: „Es liegt mir auf der Zunge.“ Im Alter lasse das Kurzzeitgedächtnis nach und das Langzeitgedächtnis werde immer besser. Das Lernen im Alter werde stark von Stimmungen, vom Selbstvertrauen und vom vorhandenen Interesse beeinflusst. Mit verschiedenen Konzentrationsübungen, Gedächtnistrainingseinheiten und Wissensfragen gab der Referent den Zuhörern Tipps, die manchmal auch zum Schmunzeln anregten. Um das Gehirn in Schwung zu halten, sollten ältere Menschen das so genannte Gehirnjogging anwenden. Wichtig seien auch Bewegungseinheiten, gehirngerechte Nahrung mit Lebensmitteln die Vitalstoffe enthalten, die auf Gehirn und Nervenzellen einwirken und das Gedächtnis unterstützen und verbessern. Überaus gesund sei es täglich zu lachen, denn das Lachen beanspruche 300 verschiedene Muskeln, ermutigte Pilhofer.

Viele der Zuhörer werden sich nun zuhause einen sogenannten „Brain-Drink“ mixen, der wahre Wunder bewirken soll. Pilhofer vermittelte den Zuhörern auch, wie sie sich besser Namens- und Ortsgedächtnisse merken könnten. "Ein regelmäßiges Gedächtnistraining bewirkt eine Aktivierung der Gehirnzellen, eine bessere Gehirndurchblutung und die Ausschüttung von Stoffen im Gehirn, die eine positive Stimmungslage begünstigen." Außerdem stellte Pilhofer die verschiedenen Säulen zur geistigen Gesunderhaltung nach Sebastian Kneipp vor, bevor er die Abgrenzung von Demenz und Altersvergesslichkeit erläuterte.

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