18.12.2019 - 08:42 Uhr
VohenstraußOberpfalz

"Weihnachten sollt' immer sein!"

Wenn die BRK-Gemeinschaft in Vohenstrauß zur Adventfeier ins Pfarrheim einlädt, sind anrührende Geschichten nicht weit. Menschen, die das ganze Jahr für ihre Mitmenschen zur Verfügung stehen, haben einen ganz besonderen Sinn für Gefühl.

Vincent Poschenrieder, Johanna Nickl und David Kirschsieper (von links nach rechts) verschönten in diesem Jahr die Adventfeier der BRK-Gemeinschaft im Pfarrheim musikalisch.
von Elisabeth DobmayerProfil

Mit der "Petersburger Schlittenfahrt" leiteten Johanna Nickl (Querflöte), David Kirschsieper (Piano) und Vincent Poschenrieder (Klarinette) beschwingt die Vorweihnachtsfeier der BRK-Bereitschaft im Pfarrheim St. Marien ein, zu der sich wieder viele Gäste mit den Rotkreuzlern verbündeten und das Gefühl der Verbundenheit stärkten. Bereitschaftsleiter Stephan Kraus hieß vor allem die beiden Stadtpfarrer Dekan Alexander Hösl und Dieter Schinke neben den Bereitschaftsärzten und Bürgermeistern Andreas Wutzlhofer und Uli Münchmeier willkommen.

„Weihnachten sollt‘ immer sein“, wählte das Vorbereitungsteam um Dr. Doris Kurzka, Martin Poschenrieder, Dr. Rudolf Poschenrieder, Dr. Richard Pruy und Dr. Franz Sollfrank als Motto für die Feier aus. Der Oberpfälzer Mundartkünstler Hubert Treml spielte mit seiner Band „Apfelkuchen“ in den 80er und 90er eben diesen Titel: „Weihnachten sollt immer sa!“ Nach diesem Song brachte Rudolf Poschenrieder den Zuhörern eine zu Herzen gehende Weihnachtsgeschichte näher. Drei Alltagsszenarien führten Doris Kurzka und Martin Poschenrieder vor Augen, wie sie täglich in unserem Leben stattfinden könnten. Ob das Zusammentreffen mit Menschen aus fernen Ländern, in der Studenten-Wohngemeinschaft oder der Vater, der sich für seinen Sohn eine ganze andere Zukunft vorgestellt hatte.

Franz Sollfrank meinte, es ist Weihnachten, wenn alle bereits sind für das Fest, wenn sich Menschen die Hände zur Versöhnung reichen oder wenn einer dem anderen hilft. Große Beispiele wie es Weihnachten werden kann, mit kleinen und großen Momenten, die von Offenheit, Toleranz und Respekt handelten, meinte Martin Poschenrieder. Er habe Zweifel, ob wir jemals so perfekt und so großherzig wie in den Beiträgen soeben gehört, werden können. Er erzählte eine Geschichte von Andrea Schwarz mit dem Titel „Mit einem Strohhalm in der Hand“. Dazu hatte er einen Korb voll Stroh mitgebracht, aus dem sich später jeder Teilnehmer einen Strohhalm als Erinnerung mit nach Hause nehmen durfte. Poschenrieder: „Weihnachten kann immer sei, wenn wir alle nur einen Strohhalm weit dazu beitragen.“

Stephan Kraus bedankte sich bei allen Kameraden, mit einem "Vergelt’s Gott" für den im vergangenen Jahr geleisteten Dienst am Nächsten und bat, auch im kommenden Jahr nicht müde zu werden im Engagement für die Rotkreuzgemeinschaft. Schließlich lud er alle Gäste zu einer geselligen Feier ein. Musikalisch wurden die Besucher mit der Sonate in F-Dur von Georg Friedrich Händel, dem „Decembersong“ und „Sleigh ride“ sowie „We wish you a merry Christmas“ und anderen Liedern beschenkt.

Weihnachten kann immer sei – wenn wir alle nur einen Strohhalm weit dazu beitragen.

Martin Poschenrieder

Dr. Rudolf Poschenrieder erzählte eine herzzerreißende Geschichte, die von einer Familie mit dem kleinen Jungen Michael und einem Obdachlosen an Heiligabend handelte, der seine ganze Familie durch einen Autounfall verloren hatte.
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