01.08.2019 - 16:58 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Zollkapelle Nürnberg beendet Serenadensommer

Wenn die waschechten Zöllner zu den Instrumenten greifen ist von ihrem eigentlichen Dienst nichts mehr zu spüren. Sie haben einfach viel Gefallen am gemeinsamen Musizieren. Das spüren auch die Zuhörer, die begeistert sind.

Die Musikerinnen und Musiker der Zollkapelle Nürnberg hinterließen eine wunderbar musikalische Visitenkarte, die bei den Zuhörern Beifallsstürme auslöste.
von Elisabeth DobmayerProfil

Die Zollkapelle Nürnberg krönte den letzten Serenadenabend mit fantastischem Bigband-Sound und heimste dafür überschwängliche Beifallsstürme der rund 180 Zuhörer ein. Damit dürfte der Grundstein für weitere Serenadenabende in den kommenden Jahren mit der Band geebnet worden sein. Den Musikern jedenfalls gefiel der Auftritt in der Pfalzgrafenstadt, wie Leiter Thomas Sacher nach den Zugaben mitteilte. Er war begeistert, dass so viele Besucher den Auftritt nicht versäumen wollten.

Charmante Moderatorin

Das Publikum erlebte rund 90 Minuten einen launigen Sommerabend mit viel Esprit, Humor und Witz. Die charmante Moderatorin Andrea Herbert unterhielt das Publikum mit fränkischem Akzent. Obwohl der Wetterbericht für diesem Tag den langersehnten Regen prognostiziert hatte, entschlossen sich Bürgermeister Andreas Wutzlhofer und der Orchesterleiter, die Serenade wie angekündigt durchzuziehen.

Der Dienstsitz der Zollkapelle befindet sich in Hof, berichtete die Moderatorin. Das Repertoire der Combo war international, und auch die Musiker kamen nicht nur aus der Oberpfalz, Mittel- und Oberfranken. Schwungvoll und energiegeladen eröffneten die Musiker mit dem "Dobs Boogie" den Abend, um gleich danach mit dem Jazzklassiker "Sentimental Journey" fantastisch im Programm fortzufahren.

Mit verschiedenen Epochen und Stilrichtungen begeisterte das Ensemble, das als nächstes mit dem berühmten Samba-Fox von 1962 "Quando Quando" im Bossa-Nova-Stil aufwartete. Im Anschluss erfreute die Formation mit "El Cumbanchero", einem der größten international bekannten Hits von Rafael Hérnandez, bevor die Moderatorin mit "As Time Goes By" aus dem Film "Casablanca" einen ganz besonderen Höhepunkt ankündigte. Noch dazu mit einem traumhaften Trompetensolo von Musiker Egon Hermann, der sich als einziges Mitglied der Big-Band seit kurzem in Pension befindet.

Mitsingen und tanzen

Der hochaktuelle Titel "Ein bisschen Frieden" mit Herbert und Sacher als Sänger kam bestens an. Herbert forderte die Zuhörer auch zum Mitsingen, Klatschen oder Tanzen ein. Mit dem Cha Cha Cha "Patrizia" oder das gefühlvolle Lied "Eine alte Melodie" ging es weiter. Nicht, dass die Big-Band den Regen herbeisehnen wolle, aber das Lied sei so schön, dass es mit ins Programm gehöre, meinte die Moderatorin: "Singing in the Rain". Wenn es regnet und die Sonne scheint, gebe es ein besonderes Wetterphänomen, deshalb hieß der nächste Titel "Somewhere Over The Rainbow" mit dem Klarinetten-Solisten "Hans von der Agrardieselstelle in Selb".

Witzige Moderatorin

"Da wir alle Beamte sind, sind schnelle Lieder immer eine Herausforderung für uns", brachte Herbert die Zuschauer zum Lachen. "Wir scheuten uns aber nicht, extra für Vohenstrauß schnelle Lieder zu proben. Das hat uns viel Schweiß gekostet. Hoffentlich haben Sie mit ,Rumbah Tambah' genauso viel Freude wie wir", informierte sie.

Bevor die Band noch bereitwillig lautstark geforderte Zugaben erfüllte, ergriff noch einmal Wutzlhofer das Wort und dankte allen Besuchern, die treu zu den Serenaden gekommen waren, aber auch der Feuerwehr mit Vorsitzendem Peter Grosser und seinem Team für die Versorgung mit kühlen Getränken bei allen Konzerten. Mit "Moskau" und dem "American Patrol" ging ein lauer Sommerabend mit wunderbarer Unterhaltungsmusik zu Ende, und die Stadt kann einen erfolgreichen Serenadensommer verbuchen.

Die Musikerinnen und Musiker der Zollkapelle Nürnberg hinterließen eine wunderbar musikalische Visitenkarte, die bei den Zuhörern Beifallsstürme auslöste.
Die Musikerinnen und Musiker der Zollkapelle Nürnberg hinterließen eine wunderbar musikalische Visitenkarte, die bei den Zuhörern Beifallsstürme auslöste. Der einzige Pensionist in der Gruppe liefert ein traumhaftes Trompetensolo ab.
Die Musikerinnen und Musiker der Zollkapelle Nürnberg hinterließen eine wunderbar musikalische Visitenkarte, die bei den Zuhörern Beifallsstürme auslöste.
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