10.01.2020 - 15:15 Uhr
VorbachOberpfalz

Bahnbrücke sanieren, Bahnhof wiederbeleben

Anerkennung für die bisherige Gemeindepolitik des Bürgermeisters verbindet sich beim CSU-Bürgergespräch in Vorbach mit neuen Ideen. Und es gibt das Versprechen, die lebendige Gemeinschaft innerhalb aller Ortsteile zu fördern.

Im Brennpunkt der Vorbacher CSU-Wünsche stehen die Sanierung des DB-Geländes und die Wiedereröffnung eines Bahnhaltepunkts.
von Robert DotzauerProfil
Mehr als 50 Besucher interessieren sich im Gasthaus "Zum Peter" für die kommunalpolitischen Vorschläge des CSU-Bürgermeisterkandidaten Dr. Alexander Goller (links) und der CSU-Gemeinderatskandidaten.

Heimat, Mitmenschlichkeit und Zusammenhalt: Das waren zunächst die Kernthemen beim CSU-Dämmerschoppen. Über 50 Besucher, unter ihnen die CSU-Ehrenvorsitzenden Anton und Hans Schecklmann sowie die Ehrenmitglieder Adolf Meier und Georg Biersack, begrüßte Bürgermeisterkandidat Alexander Goller im Gasthaus "Zum Peter", um auf die Kommunalwahl einzustimmen und die Positionen der CSU aufzuzeigen. Auch FW-Bürgermeisterkandidat Manfred Plößner hatte sich unter das Wahlvolk gemischt.

Bewahren und gestalten: Mit diesen Eingangsthemen begann Goller seine Stellungnahme zum Stärkenprofil der Gemeinde. Er sah in allen Ortsteilen ein großes Potenzial des Miteinanders, dessen Mittelpunkt eine rege Vereinstätigkeit sei. „Lasst uns mit diesem Ansatz ein blühendes Gemeinwesen weiter ausbauen“, folgerte der CSU-Bürgermeisterkandidat. Auf die Vielfalt gemeindlicher Aufgaben eingehend konzentrierte er sich dann auf drei Schwerpunkte.

Im Zusammenhang mit der geplanten Erneuerung der Bahnbrücke thematisierte er das Bahnhofsgelände in Vorbach, für das er sich eine gewerbliche Nutzung wünschte. Die zusätzliche Errichtung von Parkplätzen wäre auch für die Firma Novem hilfreich und würde zu einer Verkehrsentlastung der Industriestraße beitragen, merkte der Redner an. Vorstellbar wäre auch der Bau einer Fußgängerbrücke. Goller sprach sich ferner für eine zügige Sanierung der Bahnbrücke zwischen Neu-Voita und Höflas aus. Dieses Projekt liege allerdings im Zuständigkeitsbereich der Gemeinde Prebitz.

Ins Blickfeld rückte der CSU-Kandidat anschließend den von den Gemeinden Vorbach und Schlammersdorf mitfinanzierten Kindergarten. Er plädierte für ein Überdenken der Gemeinderatsentscheidung zur Einstellung des Kita-Busbetriebes und empfahl die Wiedereinführung der Bustransporte. Goller wusste sich mit vielen Eltern einig, als er davon sprach, als Pilotprojekt einen Elektrobus einzusetzen, um damit gleichzeitig ein Signal für ein klimaneutrales Gesamtkonzept für den Kindergarten zu setzen. Zudem berichtete er von Zusagen regionaler Unternehmen zur Finanzierung des Elektrobusses.

Als weiteres Schwerpunktthema beleuchtete der Redner die große Dorferneuerung in Oberbibrach. Er befürwortete als zentrales Instrument eine intensive Bürgerbeteiligung und mehr Druck auf die Fachbehörden. Bewegung gebe es mit dem vom Wasserwirtschaftsamt angekündigten Planungsauftrag zum Hochwasserschutz. Wichtig seien dabei stets Zwischeninformationen in Form von Ortsteilversammlungen.

Für die vielen Diskussionsteilnehmer stand das Thema "Bahngelände" in Vorbach an erster Stelle. Anton Schecklmann, Berthold Götz und Magdalena Lautner forderten eine Wiederbelebung des DB-Haltepunktes wenigstens zu den Hauptverkehrszeiten. „Auch in vielen anderen kleinen Orten halten die Züge“, merkte Tobias Lautner dazu an. Als Beispiele verwies er auf die Haltestationen in Schwarzenbach und Haidenaab-Göppmannsbühl. Als Argument für einen DB-Haltepunkt verwiesen weitere Diskussionsteilnehmer auch auf die circa 1000 Beschäftigten bei der Firma Novem. Manfred Plößner kritisierte die Strukturen der Deutschen Bahn als wenig gemeindefreundlich.

In einer unverzüglichen Sanierung der Bahnbrücke bei Neu-Voita sah Gerhard Thurn auch Vorteile für eine bessere Verkehrserschließung der Firma Novem. Die Siedlungsstraßen zu entlasten und gleichzeitig Novem unterstützen, sei das Ziel. Peter Stickling schlug vor, die Fußgängerbrücke bei Neu-Voita auch für den allgemeinen Straßenverkehr zu ertüchtigen, und empfahl, zum Thema "DB-Halt" auch die Firma Novem einzubinden.

Marga Kreutzer erinnerte an das große Anliegen der Oberbibracher, im Zuge der Dorferneuerung den Ort schöner und den Biberbach hochwassersicher zu gestalten. Für die ersten Planungsschritte dankte sie Bürgermeister Werner Roder. Gleichzeitig forderte Kreutzer alle Ortsteile zur Geschlossenheit auf. Auch Martin Wiesend meldete sich zu Wort. Der CSU-Gemeinderat berichtete von einem ganzen Ordner voll Ideensammlungen zur Stärkung der Oberbibracher Lebensqualität.

Abschließend informierte Alexander Goller über eine Veränderung auf der CSU-Gemeinderatsliste. Albert Groher habe seine Kandidatur zurückgezogen, seinen Listenplatz nehme nun der bisherige Ersatzbewerber Robert Sendlbeck ein.

Im Blickpunkt:

Die nördliche Oberpfalz ist spitze

Als Gastredner beim CSU-Dämmerschoppen verwies Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht auf die glänzende wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung in der nördlichen Oberpfalz. In der Reihung aller deutschen Regionen lande diese auf dem ersten Platz. „Bei uns lässt es sich gut leben, ohne im Paradies zu sein“, merkte der Parlamentarier an. Dennoch warnte er vor zunehmender Orientierungslosigkeit. Deshalb brauche das Land erst recht die CSU als große Volkspartei mit christlich-liberalem Weltbild. "Die CSU in der Mitte der Gesellschaft und politische Heimat für die Menschen", war sein großer Wunsch.

Mit Blick auf die vielen Wortmeldungen zur Aktivierung des DB-Halts in Vorbach versprach Rupprecht ein Vermittlungsgespräch zwischen Bahnvertretern und der Gemeinde. Zu Brückenneubau und -sanierung hält er eine Bereisung mit Vertretern der Staatlichen Bauämter in Bayreuth und Amberg-Sulzbach für zielführend. Hilfreich sei danach auch eine Informationsversammlung für alle gesamte Bürger.

Kurz und bündig waren abschließende Informationen über die Neujahrsklausur der CSU-Landesgruppe im Bundestag in Seeon unter anderem mit Hinweisen zum Klimathema, das nicht nur Deutschland, sondern die ganze Welt bewegen müsse, so der Abgeordnete. Mit Blick auf die ausufernden Forderungen warnte er vor einer Öko-Diktatur und äußerte die Hoffnung, dass sich Ursula von der Leyen als neue Präsidentin der Europäischen Kommission für internationale Lösungen einsetzen werde. (do)

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