01.12.2019 - 08:45 Uhr
VorbachOberpfalz

Eilentscheidungen sollen das Bautempo nicht verzögern

Für den Vorbacher Gemeinderat wurde es eine lange Sitzung. Nach der Versammlung des Wasserzweckverbandes der Vorbacher Gruppe warteten auf die Ratsmitglieder Eil-Beschlüsse zu örtlichen Angelegenheiten.

von Robert DotzauerProfil

Zu aller erst waren es Eil-Entscheidungen zu Dorferneuerungsmaßnahmen. Den kommunalen Wohnungsbau vor Augen fasste das Gremium Beschlüsse zur Optimierung der Wärmeversorgung für das Mietwohngebäude. Bürgermeister Werner Roder sah dabei Vorteile zu Gunsten der Ökologie und zu Gunsten der künftigen Mieter. Der Bürgermeister gab Überlegungen weiter, mit dem Einbau einer Luftwärmepumpe den Gasverbrauch zu reduzieren. Hintergrund ist die Nutzung der Photovoltaik-Anlage für den Antrieb der Wärmepumpe. Roder informierte über Mehrkosten von zirka 25.000 Euro.

Der Betrag stehe im Fördermittelbudget noch zur Verfügung, so der Bürgermeister. Der Zuwendungssatz von 90 Prozent beflügele zusätzlich das Energiesparkonzept. Roder empfahl dem Gremium deshalb, das Nachtragsangebot der Firma Günthner anzunehmen. Die Wirtschaftlichkeit sei gegeben, versicherte der Sitzungsleiter. Tobias Lautner verwies in diesem Zusammenhang auf die Möglichkeit eines Stromspeichers. Diese Alternative widerspreche allerdings nach heutigem Stand der Amortisationsrechnung, entgegnete der Bürgermeister. Einstimmig billigte der Gemeinderat das Nachtragsangebot.

Die Zustimmung des Gremiums erhielt der Gemeindechef auch für den Einbau von kleineren Einbauküchen in insgesamt vier Wohnungen des kommunalen Wohnungsbauprojekts. Dabei handelt es sich um Single-Wohnungen, in denen mit einem rascheren Mieterwechsel zu rechnen ist. Das günstigste Angebot in Höhe von 12.000 Euro unterbreitete die Firma Stauber aus Eschenbach. Der Auftrag beinhaltet den jeweiligen Einbau einer Spüle, eines E-Herdes mit Keramikkochfläche, eines Kühlschrankes mit Eisfach und verschiedener Schränke und Schübe. Im Auftrag enthalten sind für zwei etwas größere Wohnungen im Dachgeschoss auch Geschirrspüler. Die Kücheneinrichtungen sind allerdings nicht förderfähig.

Um Feinheiten der Vertragsgestaltung ging es in einer Vereinbarung der Arbeitsgemeinschaft ILE im Vierstädtedreieck mit dem Amt für Ländliche Entwicklung. Auf Wunsch des Amtes heißt es nun im Schlusssatz der Vereinbarung: „Zur konkreten Umsetzung von Projekten, Maßnahmen und Aktionen aus dem vorliegenden Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzept können Verfahren, Vorhaben und Initiativen der Ländlichen Entwicklung gefördert werden“. Das Ja des Rates erfolgte einstimmig.

Weiterer Bodenaustausch führt zu Kostensteigerungen beim Ausbau der Ortsstraße in Höflas. Der Gemeinderat nahm eine dringliche Anordnung des Bürgermeisters zur Kenntnis, der nach dem Ergebnis von Bodenproben einen Bodenaustausch in der Größenordnung von zirka 2.600 Tonnen veranlasste. Für das Verladen, den Transport und das Wiederverwerten des Materials entstehen Gesamtkosten von zirka 54.000 Euro. Auftragnehmer sind nach Angebotseinholungen bei drei Fachfirmen die Transportunternehmen Proß aus Gesees und Suttner aus Pressath. Um das Verbringen des Materials auf dafür zugelassene Deponien noch vor dem Wintereinbruch zu gewährleisten, rechtfertigte Werner Roder für die Auftragsvergabe die schnelle Entscheidung im Form der dringlichen Anordnung.

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