Die Verantwortung für die Kita teilen sich die Gemeinden Schlammersdorf und Vorbach. Zwei Kindergartengruppen mit jeweils 25 Kids, eine Kinderkrippe mit 12 Plätzen und eine Übergangsgruppe mit 3 Krippen- und 5 Kita-Plätzen sind nach gegenwärtigem Stand voll belegt, teilte Bürgermeister Alexander Goller in der jüngsten Sitzung dem Gemeinderat mit. Zeit zum Handeln, da mittelfristige Belegungsprognosen besonders im Krippenbereich einen weiter steigenden Platzbedarf erwarten lassen. Als Schlussfolgerung verwies Vorbachs Gemeindechef auf eine Bedarfsberechnung, die langfristig von 3 Kita-Gruppen und 2 Krippen oder alternativ von 2 Gruppen und 3 Krippen ausgeht.
Zeit für ein Raumprogramm, wie der Bürgermeister der Ratsversammlung erläuterte. Der Sitzungsleiter sprach von ersten Überlegungen, einen notwendigen Anbau im nordöstlichen Bereich des Haupteinganges des bestehenden Kita-Gebäudes zu errichten. In Planung seien zwei Gruppenräume. Die Bekanntgabe einer ersten Kostenschätzung wollte Goller vermeiden. Die dynamische Preisentwicklung auf dem Bau sei derzeit nicht seriös einschätzbar, so der Bürgermeister. Die Federführung des Kita-Projekts liege bei der Nachbargemeinde Schlammersdorf.
Eine Anfrage von Sebastian Pittner über die Aufteilung der Kosten blieb unbeantwortet. Der Bürgermeister verwies auf weitere Informationen im nichtöffentlichen Teil der Sitzung. Dennoch stimmte das Gremium der Erweiterung des Kindergartens mit Übernahme der „anteiligen Kosten“ einstimmig zu.
Neuer Kommunaltraktor wird teurer
Einverstanden war der Rat auch mit dem Kauf eines Seitenmulchers des Typs Falc Master Super 210 zum Preis von 11.500 Euro. Das Gerät ergänzt die Ausstattung des neuen Kommunaltraktors der Marke Fendt, Modell 516 Vario GEN3 einschließlich Schneepflug, Streugerät, Tragrahmen, Kipptransporter, Häcksler, Holzgreifer und Seitenmähwerk. Mit der Zurückstellung des Holzgreiferkaufs und höherer Kosten durch den Ankauf des Fendt-Folgemodells verändern sich die Gesamtkosten des Kommunalfahrzeug-Pakets auf 245.389 Euro. Der Ratsbeschluss vom Oktober 2021 orientierte sich an Beschaffungskosten in Höhe von zirka 240.000 Euro.
Vereinsfreundlich
Auf einen Zuschuss zum Kauf neuer Tennis- und Abziehnetze und weiterer Zubehörteile zur Pflege des weißen Sports dürfen sich die Tennisfreunde Oberbibrach freuen. Die Gesamtkosten von 1246 Euro bezuschusst die Gemeinde mit 20 Prozent (= 249 Euro). Vereinsfreundlich ist eine weitere Entscheidung des Gemeinderates. Auf Vorschlag des Bürgermeisters soll es für die „tragenden Säulen der Gemeinde“ Zuschüsse zu Vereinsjubiläen geben. Die kommunalen Zuwendungen beginnen bei einem 10-jährigen Vereinsjubiläum (100 Euro) und setzen sich in vielen Stufen fort. So können die Vereine zum Beispiel bei einem 50-, 75-, 100-, 125- oder 150-jährigen Jubiläum mit 500 Euro Zuschuss rechnen.
Ein Vorschlag, dem Martin Wiesend mit Vorsicht begegnete. „Was ist mit Vereinen, die nur wirtschaftliche Interessen im Kopf haben?“ Kämmerer Michael Eisner hielt es deshalb für gerechtfertigt, die Jubiläumszuwendungen in einer Satzung zu regeln. Darin könne man die Bedingungen der gemeindlichen Segnungen einfach, transparent und gerecht festlegen. Einig war sich das Gremium, die Höhe der künftigen Jubiläumszuwendungen grundsätzlich zu beschließen. In einer Satzung sollen die Details festgelegt werden. Von dieser Entscheidung unberührt bleiben Vereinszuschüsse für Investitionszwecke.
Neue Straßenschilder
Ausgebleicht, kaputt, verfärbt: Der Zustand vieler Straßennamenschilder und Verkehrszeichen ist verbesserungswürdig, sagte der Bürgermeister und verwies auf wiederkehrende Feststellungen bei den Verkehrsschauen. So gut es ging habe nun der Bauhof die Schilder gereinigt, teilte der Sitzungsleiter dem Gremium mit. An Neuanschaffungen für einen Teil der Verkehrszeichen und Namensschilder führe allerdings kein Weg vorbei. Goller informierte über Kosten von insgesamt 2.232 Euro einschließlich von 30-Zonen-Einzeichnungen auf Asphalt in der Industriestraße.
Feuerwehr packt an
Üben, löschen, helfen. Der Einsatz der Vorbacher Feuerwehr geht weit über ihre klassischen Aufgabenbereiche hinaus. Beim Bau des Feuerwehrgerätehauses will die Feuerwehr Vorbach der Gemeinde Kosten sparen. Die Wehr werde alle Malerarbeiten im neuen Feuerwehrhaus selbst ausführen, teilte der Bürgermeister der Ratsversammlung mit. Die Selbsthilfe der Kameraden bedeute für die Gemeinde eine Kosteneinsparung weit über 10.000 Euro, lobte Goller. Die Kommune müsse lediglich die Materialkosten übernehmen.
Hilfsverein soll gegründet werden
Der Informationsteil endete mit Ankündigungen zum raschen Ausbau des Glasfasernetzes und mit Details zur Unterstützung der Ukrainehilfe. Auf VG-Ebene verwies der Bürgermeister auf das Engagement von Jan Wiltsch (Kirchenthumbach), Markus Seufert (Schlammersdorf) und Anneliese Weber (Vorbach), Sammelaktionen zu organisieren und sich um die Unterbringung von Flüchtlingen im VG-Gebiet zu kümmern. Alexander Goller regte zudem eine Vereinsgründung für Opfer des Krieges und für sozial, körperlich und gesundheitlich Benachteiligte an, um bei Bedarf Unterstützungsmaßnahmen schneller hochzufahren.
"Bücherschrank" auch in Vorbach
Kostenlos einstellen und entnehmen, anonym und ohne Formalität. Der „öffentliche“ Bücherschrank in der Oberbibracher Bushaltestelle bewährt sich. Familienbeaufragte Anneliese Weber spricht von einem vollen Erfolg. Deshalb wird es in Zukunft die gleiche Einrichtung auch in Vorbach geben. Als Standort für den Bücherschrank nannte der Bürgermeister in Abstimmung mit dem Dorfwirt den Eingangsbereich des Gemeindezentrums. Dank zollte Goller Andrea Burger für die künftige Betreuung.
Mehrgenerationenpark: Neuer Standort
Als Zwischeninformation verstand Sebastian Pittner einen Hinweis zur Planung des Mehrgenerationenparks in Vorbach. Der bisher angedachte Standort am Parkplatz vor dem FC-Sportheim verlagere sich in Richtung Tennisplatz, teilte der Gemeinderat mit. Damit könnten Baumfällungen vermieden werden. Für eine geeignete Geräteausstattung, die auch den Namen eines Mehrgenerationenparks verdiene, plädierte Stephan Meier.





















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