22.04.2020 - 10:09 Uhr
VorbachOberpfalz

"Es hat Spaß gemacht"

In seiner 24-jährigen Amtszeit als Vorbachs Bürgermeister hatte Werner Roder stets seine Grundsätze. Die machte er beim Abschied aus dem Gemeinderat noch einmal deutlich.

Vorbachs Bürgermeister Werner Roder
von Robert DotzauerProfil

„Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmt Zeit“. Bürgermeister Werner Roder zitiert beim Abschied aus dem Gemeinderat aus dem Buch Kohelet mit dieser Spruchweisheit deutlich zu machen: Traue dich, zur rechten Zeit das rechte zu tun. An diesem Grundsatz fehlte es dem Bürgermeister zu keiner Stunde seiner 24-jährigen Amtszeit als Bürgermeister der Gemeinde Vorbach.

Rückblickend ist Roder dankbar. „Es war eine schöne Zeit und sie hat Spaß gemacht“, stellt er fest. Roder erinnert sich an die vielen erfreulichen Entwicklungen, etwa an das gute Klima in den Gemeinderatssitzungen. „Das war nicht selbstverständlich und darauf bin ich stolz“! Im Jahr 2019 registrierte der Bürgermeister ausschließlich einstimmige Beschlüsse. Diese 100 Prozent Zutimmung sei schon fast peinlich gewesen. Dennoch gehörten in all den Jahren kontroverse Diskussionen zum kommunalen Sitzungsalltag, betonte Roder. Eine Debattenkultur um die bestmöglichen Lösungen sei eben auch Bestandteil demokratischer Willensbildung.

Dieses Fundament empfahl der Bürgermeister auch seinem Nachfolger Alexander Goller. Roder wünschte allzeit viel Kraft, Mut, Entschlossenheit, Durchsetzungsvermögen, Erfolg begleitet von Gottes Segen für künftige Aufgaben. Gleichzeitig appellierte er an den neuen Gemeinderat, den neuen Bürgermeister bei seinen Aufgaben zu unterstützen. Der Bürgermeister nahm in der letzten Sitzung der Amtsperiode auch die Gelegenheit wahr, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeinde, der Verwaltungsgemeinschaft Kirchenthumbach, allen voran den Vorbacher Kräften Rosi Lautner und Maria Müller, zu danken.

Ein besonderes Verhältnis verbindet die Gemeinden Vorbach und Schlammersdorf. Die Nachbarkommunen arbeiten seit vielen Jahren im Kindergartenbereich und in drei Zweckverbänden zusammen. Deshalb gab es von Seiten Vorbachs viel Anerkennung für das gute Miteinander. Ein Dankeschön richtete Roder auch an die 10 Bürgermeister im Verbund des sogenannten Vierstädtedreiecks, an die Unterstützung der Förderbehörden, allen voran dem Amt für Ländliche Entwicklung für die wohlwollende Begleitung gemeindlicher Projekte und für die gute Zusammenarbeit mit den Firmen und Planungsbüros.

Liebens- und lebenswert. Dieses Markenzeichen der Gemeinde verband Werner Roder mit dem Idealismus vieler Gemeindebürger im ehrenamtlichen Bereich. Gute Arbeit und viel Idealismus bescheinigte er auch den Gemeinderäten für gemeinsame erfolgreiche Zeiten. Schmunzelnd zog der Bürgermeister noch einmal ein kurzes persönliches Resümee. „Ich denke, der richtige Zeitpunkt fürs Aufhören ist gekommen“. Roder spekulierte: „Vielleicht können es manche gar nicht erwarten, andere werden vielleicht sagen: schade, dass er aufhört“. Jedenfalls gelte auch für ihn, so Roder der Spruch von Friedrich Rückert: „Erfülle deinen Platz und räum ihn auch getrost – es fehlt nicht an Ersatz“. Es menschelte sehr in dieser Stunde des Abschieds. Hinzu kam die freudige Nachricht von einem neuen Enkel. Seit einigen Tagen ist Werner Roder stolzer Großvater. Ein Leon verpflichtet zu neuen Herausforderungen.

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