07.04.2020 - 13:02 Uhr
VorbachOberpfalz

Kompromiss nach "Lampendebatte"

"Abstand halten", heißt es auch in Vorbach. Das Coronavirus lauert überall. Der große Saal des Gemeindezentrums bietet ein ungewohntes Bild, als der Gemeinderat im großen Konferenzraum zusammenkommt.

Im Zuge der Dorfererneuerung Hölas wird es auch im Umfeld der Herz-Jesu-Kapelle bauliche Verbesserungen geben. Schon im vergangenen Jahr wurden erste Überlegungen angestellt.
von Robert DotzauerProfil

Es galt, unaufschiebbare Entscheidungen zu treffen.

Gebührender Abstand zwischen den Sitzungsteilnehmern herrschte in dem riesigen Veranstaltungsraum, als Bürgermeister Werner Roder die Sitzung mit zunächst erfreulichen Frohboschaften für einige Ratsmitglieder eröffnete. Roder gratulierte seinem Nachfolger Alexander Goller zur Wahl zum Bürgermeister und gratulierte den wiedergewählten und neuen Gemeinderäten.

„Ich hoffe und wünsche mir, dass ihr eure künftigen Augaben ernst nehmt, euch über Partei- und Fraktionsgrenzen hinaus einsetzt und die Belange der Gemeinde und der Menschen, die hier leben und arbeiten, vertretet“, gab er ihnen mit auf den Weg. "Macht euren Job und macht ihn vor allen Dingen gut“ , rief Roder den Mitgliedern der neuen Ratsversammlung zu.

Das Thema "Abstand wahren" sollte sich im weiteren Verlauf der Sitzung fortsetzen, zum Beispiel bei der bereits beschlossenen Neueineinteilung der Ortskernbeleuchtung im Zuge der Dorferneuerung Höflas. Dort strahlen die neuen Lampen und die Mienen der Dorfbewohner wieder um die Wette.

Was war geschehen nach der „Lampendebatte“ um den Erhalt einer Leuchtstelle im Dorfzentrum? Bürgermeister Werner Roder verkündete im Gemeinderat einen Kompromiss: Der Wunsch einiger Dorfbewohner, den Lampenstandort im Bereich der Verkehrsinsel zu erhalten, werde akzeptiert, verkündete der "Noch-Regierungschef“ nach einer Diskussion mit den Räten.

Allerdings werde es deshalb keine zusätzliche Leuchte geben, betonte Roder. Es bleibe vielmehr bei der vom Gemeinderat beschlossenen Gesamtanzahl an neuen Beleuchtungskörpern. Der Bürgermeister bezweifelte zudem eine technisches Verbesserung. „Aber lassen wir es gut sein“, lenkte er ein, zumal sich damit keine Verteuerung anbahne.

Schon einmal gedanklich vor Ort blickten Gemeindechef und -rat auf das Projekt des Kapellenbauvereins Höflas. Werner Roder schilderte die Versuche in den vergangenen Monaten, gemeinsam mit dem Verein einen barrierenfreien Zugang zur Herz-Jesu-Kapelle zu schaffen.

Daraus resultierend habe sich nach verschiedenen Förderüberlegungen ein Zuschussantrag des Kapellenbauvereins als die beste Lösung herausgestellt. Der Bürgermeister plädierte deshalb für eine Unterstützung der Kommune, den Verein bei der Realisierung des Vorhabens ebenso zu fördern wie bei den Kosten zum barrierefreiheien Zugang zum Kapellenstüberl und zum Festplatz neben der Kapelle.

„Eine sachgerechte Entscheidung“, befand der Rathauschef, weil damit viele Interessen befriedigt werden könnten. Werner Roder sprach auch von einem Signal, an das 30. Weihejubilum zu denken und ein solches Kirchenfest mit dem Abschluss der Dorferneuerung in Höflas zu verbinden.

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