09.07.2020 - 09:19 Uhr
VorbachOberpfalz

Mehr Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer in Vorbach

Eine Gefahrenstelle für Fußgänger und Radfahrer sehen die Vorbacher Gemeinderäte in Höhe der Einmündung der Kirchbühlstraße in die Hauptstraße. Zur besseren Verkehrssicherheit sollen kleinere Baumaßnahmen Abhilfe schaffen.

In der Kirchbühlstraße soll an der Ausfahrt zur Kreisstraße gegenüber dem Gemeindezentrum die Verlängerung des Gehweges an der Nordseite für mehr Verkehrssicherheit sorgen.
von Robert DotzauerProfil

Wuchernde Sträucher im Böschungsbereich versperren die Sicht und der Gehsteig in der Kurve von der NEW 5 kommend in Richtung Osten endet abrupt. Speziell Kinder mit Fahrrädern auf dem Gehweg und ältere Mitbürger, die den Weg für einen Friedhofsbesuch nutzen, werden durch den plötzlich auftauchenden Rechtsverkehr gefährdet. Der Situationsbericht, den Sebastian Pittner in der Ratssitzung vortrug und mit einem schriftlichen Antrag untermauerte, stieß im Gremium auf offene Ohren.

Der FW-Gemeinderat schlug vor, die wuchernden Sträucher an der Böschung zurückzuschneiden. Zudem empfahl Pittner, die auf Gemeindegrund errichtete Betontreppe abzubauen. Der Treppenaufgang wird nicht mehr benötigt, wusste Pittner und erinnerte an die frühere Nutzung als Zugang zu einem Einzelhandelsgeschäft. Mit dem Rückbau der alten Treppenanlage stehe auch einer Verlängerung des Gehsteiges in Richtung Osten nichts mehr im Wege.

Dieser Argumentation stimmte auch Bürgermeister Alexander Goller zu. Der Bürgermeister verwies allerdings auf die bevorstehende Sanierung der Bahnbrücke. Goller befürchtete im Zuge der Bauarbeiten auch Gehwegschäden. Deshalb empfahl der Sitzungsleiter, den neuen Gehwegteil zunächst nur provisorisch und in Eigenregie des Bauhofes zu pflastern. Laut einstimmigem Beschluss soll der Weg bis zur Garageneinfahrt Habermann verlängert werden.

Zuschüsse für Ferienprogramm

Auf Anregung von Anneliese Weber diskutierte der Gemeinderat über die finanzielle Förderung von Kindern zwischen 5 und 15 Jahren aus dem Gemeindebereich bei der Teilnahme am Ferienprogramm von "Learning Campus". Die CSU-Gemeinderätin erinnerte an die erheblichen Belastungen von Eltern und Kindern durch die Coronakrise und forderte mit Blick auf eine „familienfreundliche“ Gemeinde über die bisherigen Veranstaltungsangebote der Vereine hinaus mehr Unterstützung für zusätzliche Betreuungsmöglichkeiten.

Beim Werben für die Erlebnispädagik von "Learning Campus" in der Ferienzeit verwies Weber auf den Vorteil qualifizierter Erzieher und Sozialpädagogen, auf das bisherige positive Feedback der Eltern und auf den Anspruch Vorbachs, eine familienfreundliche Gemeinde zu sein. Wegen der überschaubaren Kosten und dem geringen Verwaltungsaufwand plädierte Anneliese Weber für einen Gemeindezuschuss von 65 Euro pro Kind und Woche. Das Programmangebot durch "Learning Campus" stelle auch keine Konkurrenz zu gemeindlichen Ferien-Betreuungsangeboten dar, stellte Weber klar. Sie verwies zudem auf ähnliche Zuschussregelungen in 30 Kommunen. Die Gemeinderätin drängte zur Eile, weil die Anmeldefrist am 20. Juli ende.

Als Jugendbeauftragter erinnerte Dominik Eckert an die bisherige Übung, das Kinderferienprogramm mit Unterstützung der Vereine zu organisieren. Manfred Plößner nannte als Vorteil das Zusammenwachsen von Kindern und Jugendlichen mit der Vereinswelt schon im Kindesalter. Nach Rücksprache mit Vereinsvertretern gab Eckert einige erfolgversprechende Rückmeldungen bekannt. „Von den Vereinen kommt viel Gutes“, merkte Marga Kreutzer an. Dennoch sollten die guten Taten der Vereinswelt den Gemeinderat nicht daran hindern, den Kindern einmal eine ganze Woche Ferienfreizeit zu gönnen. Unterstützung erhielt die Oberbibracherin von Christian Friedrich. „Wenn nicht im Corona-Jahr, wann dann?“, fragte sich der FW-Gemeinderat. Die Diskussion endete mit dem einstimmigen Beschluss, bei einer Teilnahme an der Ferienfreizeit von "Learning Campus" einen Zuschuss von 65 Euro pro Kind und Woche zu gewähren.

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Vorbach

Kruzifix, Bauanträge und Bauplätze

Es ist ein Kreuz mit dem Kreuz sagte Marga Kreutzer und meinte damit das Friedhofskreuz. „Das Holzkruzifix ist eine Schande für den Oberbibracher Friedhof“, rief Kreutzer ins Gremium. Die Ratsversammlung zeigte sich aufgeschlossen und befürwortete einstimmig ein neues Holzkreuz. Den Auftrag erhielt Josef Busch. Der Naturschreiner soll allerdings zunächst drei Entwürfe fertigen, die dann der Bevölkerung zur Diskussion und Abstimmung vorgelegt werden, so der Beschluss des Gemeinderates. Einstimmig war auch das Einvernehmen des Gremiums zu insgesamt sechs Bauanträgen, darunter waren zwei Baupläne für Wohnhausneubauten in den Baugebieten Dornäcker und Eisweiher.

Eine Klarstellung kam vom Rathaus-Chef zum Thema Bauplatz-Reservierungen. Alexander Goller wies Bauinteressenten darauf hin, bei der Auswahl eines gemeindeeigenen Grundstücks schnellstmöglich einen Kaufvertrag abzuschließen. Reservierungen bis zum Sankt-Nimmerleinstag werde es nicht geben. Sollten bis zur Vertragsunterzeichnung weitere Baubewerber Interesse zeigen, bleibe allerdings der erste Interessent auch erster Ansprechpartner der Gemeinde. Ein zügiger Erwerb des Grundstücks müsse dann folgen.

Im Informationsteil berichtete der Bürgermeister von Grabensäuberungen im Biberbach und im Höflaser Bach. Die Reinigungen gewährleisten einen deutlich schnelleren Gewässerabfluss, stellte Goller fest und dankte in diesem Zusammenhang dem ausführenden Bautrupp und den unterstützenden Gemeindearbeitern.

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