23.01.2020 - 13:53 Uhr
VorbachOberpfalz

Rück- und Ausblick der Feuerwehr Vorbach

"Der Bau eines neuen Feuerwehr-Gerätehauses ist die logische Schlussfolgerung nach der Entscheidung für ein neues Löschfahrzeug des Typs LF 20", sagt Kommandant Johann Groher.
von Robert DotzauerProfil

Ein spannendes Kapitel schlug Kommandant Hans Groher in der Jahreshauptversammlung der Vorbacher Feuerwehr auf. Er stellte eine Machbarkeitsstudie für ein neues Feuerwehrgerätehaus in der Nachbarschaft des alten Gebäudes vor. Dank der Vorarbeit des Bürgermeisters, so Groher, gebe es eine erste Planskizze des Architekturbüros Lenk. Mit einer Größe von 22 mal 16 Meter geplant, begrüßte der Sprecher grundsätzlich die ersten Planungsüberlegungen als logische Schlussfolgerung für das neue und deutlich größere Löschfahrzeug. Es sei fast ein Kunststück, mit dem neuen Auto ins alte Feuerwehrhaus zu fahren. „Da müssen wir Übergangslösungen finden“, sagte er. Die Machbarkeitsstudie beinhaltet die Errichtung einer Fahrzeughalle mit zwei Stellplätzen. Eingeplant sind zudem Umkleiden mit 49 Spinden, ein Umkleideraum für Damen, eine Werkstatt, ein Besprechungsraum mit Küchenzeile, ein Technikraum und WC-Anlagen. In die Außenanlagen sind 15 Pkw-Stellplätze integriert.

Der Vortrag beinhaltete auch einige Zahlen aus dem abgelaufenen Jahr: 22 Einsätze, davon viele technische Hilfeleistungen, bestätigten den Mannschaftsgeist der Vorbacher Schutztruppe. Mit 44 Aktiven und 9 Jugendlichen gehört die Wehr im Vergleich zur Größe des Ortes zur starken Truppe auf Landkreisebene. Hinter diesen nüchternen Zahlen verbergen sich nicht nur zahlreiche Einsätze, sondern auch Übungen und Lehrgänge. Die relativ kleine Wehr hatte viel zu tun. Groher listete zunächst die Einsatzziele auf und erinnerte an die Beseitigung von Sturmschäden, verwies auf die Bekämpfung eines Flächenbrandes, auf Absicherungen und Sicherheitswachen und eine Personensuche. Er registrierte fast 300 Einsatzstunden einschließlich der Beseitigung von Ölspuren, Funkübungen und Löscharbeiten.

Übung macht den Meister, heißt es auch bei der Feuerwehr. Beispielhaft erinnerte der Aktiven-Chef an Informationsabende und Winterschulungen für Aktive sowie an Digitalfunk-Schulungen. Besonderes Augenmerk galt auch den zwölf Atemschutzträgern. Groher verwies auf Tests in einem Bahndurchlass und im Brandübungscontainer in Grafenwöhr und lobte die Teilnahme der Kameraden bei einer Atemschutzübung auf der Atemschutz-Strecke in Neuhaus/Windischeschenbach. Großen Wert legt die Wehr auch auf Fortbildungsmaßnahmen. Hans Groher nannte beispielhaft die starke Teilnahme bei der mobilen Truppausbildung (MTA) und dem Maschinistenlehrgang. Voll des Lobes war der Kommandant über das Interesse der Jugendlichen. Als Höhepunkt der Ausbildungszeit würdigte er die Jugendleistungsprüfung in Vorbach. Groher verwies zudem auf Funklehrgänge in Oberbibrach und Heinersreuth, auf Kommandanten-Versammlungen, MTA-Besprechungen und auf die Teilnahme an der Kreisversammlung in Luhe-Wildenau. Auch das große Interesse an LKW-Führerschein-Prüfungen erwähnte der Aktiven-Chef und gratulierte Stefan und Tobias Lautner zum Bestehen der Prüfung.

Das neue Löschfahrzeug gehörte dann auch zu den Kernthemen. Groher erwarte die Auslieferung im Mai 2020. Zudem informierte er über Neuanschaffungen, zum Beispiel eines Systemtrenners für den Trinkwasserschutz und von zwei Hochdrucklöschern der Firma Novem für die Wehren in Vorbach und Schlammersdorf. Dank und Gratulation galt langjährigen Aktiven. Groher erinnerte an die Ehrungen von Christian Müller, Markus Schickentanz und Andreas Zaus für 25-jährige Dienstzeit und von Alois Hofmann, Georg Meier und Hubert Groher für 40 Jahre aktiven Dienst.

Der Ausblick des Kommandanten begann mit Terminbekanntgaben. Groher lud zu den mobilen Truppausbildungen für den Block 1 am 29. Januar, 8. Februar und 19. Februar ein. Eine Winterschulung zum Thema Vegetationsbrände findet am 26. Januar statt. Einladung erging auch für den Rosenmontagsball am 24. Februar, den Maschinistenlehrgang in Pressath am 27. März, den Atemschutzlehrgang, ebenfalls in Pressath, am 7. März und den Ausflug mit der KSK am 9. Mai nach Hantthal.

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