Vorbach
27.07.2022 - 20:24 Uhr

Vorbacher Kulturverein: Wo die Fröhlichkeit zu Hause ist

Zur Verwendung für die Kultveranstaltungen der Vorbacher Freidamusi finanzierte der Kulturverein mit Unterstützung des LAG Forums NeustadtPlus die Anschaffung einer Teufelsgeige, eines Instrumentenständers und von Kleininstrumenten. Es freuen sich Vorsitzender Gerd Retzer (rechts) und sein Vize Werner Meier Bild: do
Zur Verwendung für die Kultveranstaltungen der Vorbacher Freidamusi finanzierte der Kulturverein mit Unterstützung des LAG Forums NeustadtPlus die Anschaffung einer Teufelsgeige, eines Instrumentenständers und von Kleininstrumenten. Es freuen sich Vorsitzender Gerd Retzer (rechts) und sein Vize Werner Meier

Ein harter Kern von Vorbachern verschreibt sich der Kultur. Allen voran marschiert Gerd Retzer. Der Vollblutmusiker führt seit der Gründung vor zehn Jahren den Vorbacher Kulturverein. Sich einer überschaubaren, geborgenen Gemeinschaft zugehörig zu fühlen und dort aktiv zur kulturellen Identität eines Ortes beizutragen: Dies ist es, wozu die gut 80 Mitglieder des Vorbacher Kulturvereins einen wichtigen Beitrag leisten.

Statt passivem Konsum heißt es im Verein aktive Mitgestaltung, wie sich in der Jahreshauptversammlung im Dorfwirt herausstellte. Der Tätigkeitsbericht von Gründungsvorsitzendem Gerd Retzer für das Jahr 2021 war coronabedingt zwar kurz und bündig. Dennoch gelang dem Verein ein lebendiger Veranstaltungskalender. Retzer erinnerte an das Mitwirken beim Annafest, an die Vorbacher Kirwatage und an das gemeinsame Zupacken beim Familienfest "Dahamsam".

Schließlich musste der Verein wie viele gemeinnützige Organisationen für ein halbes Jahr eine "tote Hose" hinnehmen, wie es Retzer formulierte. Viel Nachholbedarf für das Vereinsjahr 2022, das im Mai mit einer ersten "Freidamusi" Fahrt aufnahm. Eine Kultveranstaltung, organisiert von Retzer und seinem Pendant Werner Meier, die bis zu 20 Musikanten aus Franken und der Oberpfalz in den Dorfwirt lockt und das Publikum begeistert. Auch den großen Arbeitsaufwand für den Dorfwirt mit dem Kulturverein als Pächter thematisierte der Kultur-Chef. Retzers Dank "fürs kräftige Hinlangen" galt den helfenden Händen zur Aufrechterhaltung des Gaststättenbetriebes.

Lob und Anerkennung ging auch in Richtung der Kreisstadt. Die Lokale Aktionsgruppe LAG Forum Neustadt Plus gewährte dem Kulturverein mit seinen "Vorbach-Saitn" einen Zuschuss zur Anschaffung einer Teufelsgeige, eines Instrumentenständers und weiterer Musikutensilien.

Mit einem Blick voraus warb Retzer für die Unterstützung des Annafestes, der Veranstaltungen der Freidamusi und der Vorbacher Kirwa im September. Mittlerweile gehört auch die monatliche Bierprobe von "Braumeister Mike Dietz" zu den besonderen Höhepunkten bei Dorfwirt-Abenden. Vom 13. bis 31. August ist das Lokal aber geschlossen.

Schatzmeister Alois Hofmann verwies in seiner Jahresbilanz auf Vereinsspenden für die St. Anna-Restaurierung (1 000 Euro) und für die Grundschule Oberbibrach (400 Euro). Begeistert zeigte sich Bürgermeister Alexander Goller nicht nur von der "Super-Zusammenarbeit" zwischen Verein und Gemeinde. Der Kulturverein bilde in Vorbach den gesellschaftlichen Mittelpunkt und die Vorbacher Kirwa-Musi sei ein sympathischer Botschafter des gesellschaftlichen und musikalischen Lebens, so Goller.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.