06.05.2020 - 15:08 Uhr
WackersdorfOberpfalz

Gemeinderat folgt Bürgerwille

Am Standort des alten Schulgebäudes beim Mehrgenerationenhaus baut Wackersdorf ein Ärztehaus und leistet damit einen Beitrag zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung vor Ort. Corona zeigt, wie wichtig das ist.

Auf dieser Freifläche zwischen Kirche und Sparkasse entsteht noch heuer ein Parkplatz.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Am Standort des früheren Schulgebäudes gegenüber dem Mehrgenerationenhaus baut die Gemeinde ein Ärztehaus und leistet damit einen Beitrag zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung vor Ort. „Wie wichtig sie ist, bekommen wir gerade in der aktuellen Situation zu spüren“, sagte Bürgermeister Thomas Falter bei der Sitzung des Gemeinderates in der Sporthalle.

Die medizinische Nahversorgung gehörte bei einer Befragung 2016 zu den Hauptanliegen der Bürger. Darauf hat die Gemeinde reagiert und die Planung für ein Ärztehaus in Auftrag gegeben, in das die Gemeinschaftspraxis mit Stefan Roi, Dr. Sebastian Zahnweh und Dr. Elena Diaconu einziehen wird. Eine weitere Praxis (Dr. Andreas Kappl) befindet sich in der Sportplatzstraße. „Der Bau des Hauses wird die Zukunft der Arztsitze in Wackersdorf sichern“, ist Bürgermeister Thomas Falter überzeugt.

In einem europaweiten Ausschreibungsverfahren erhielt ein Regensburger Architekturbüro den Zuschlag für die Planung des neuen Ärztehauses, das die Gemeinde „wirtschaftlich betreiben“ wolle, wie der Bürgermeister ausdrücklich betont. Die Investitionskosten belaufen sich auf fünf Millionen Euro. Weitere 600000 Euro sind für das dazugehörige Parkdeck veranschlagt. Die Fertigstellung ist für den Herbst 2022 geplant. Der Gemeinderat erteilte den Auftrag für die Umsetzung der Pläne.

Auf einer Wiese zwischen dem Sparkassengebäude und der Kirche wird die Gemeinde einen Parkplatz errichten und damit für eine Entlastung des Marktplatzes sorgen. „Wir haben uns mit dem Ordinariat und der Kirchenverwaltung abgestimmt“, erklärte der Bürgermeister dem Gremium. Ein Büro aus Ruhmannsfelden hat den Zuschlag für die Planung erhalten. Das abfallende Gelände muss aufgefüllt, eine Stützmauer errichtet werden. Rasenfugen-Pflastersteine werden die Stellplätze markieren. Schon im September soll es mit den Arbeiten losgehen.

Für neun Mitglieder war es die letzte Sitzung. Bettina Bihler, Barbara Nirschl, Ewald Dirmeier, Franz Grashiller, Hans Schießl, Georg Dobler, Manfred Rittler, Michael Weinfurtner und Gerd Eilers werden dem neuen Gemeinderat nicht mehr angehören. Bürgermeister Thomas Falter hätte die Kollegen gerne in würdiger Form verabschiedet, musste dies aus aktuellem Anlass aber auf später verschieben. Vorab dankte er allen ausscheidenden Mitgliedern für den Einsatz zum Wohle der Gemeinde und versicherte ihnen: „Ihr hattet großen Anteil an der vertrauensvollen Zusammenarbeit in diesem Gremium“.

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