17.07.2019 - 14:45 Uhr
WackersdorfOberpfalz

Gewerkschaft macht weiter

Die Bergbau-Ära ist in der Region längst vorbei. Aber die Gewerkschaft arbeitet weiter und feiert Jubiläum mit 200 Mitgliedern.

Bürgermeister Thomas Falter, Bezirksleiter Hartmuth Baumann, Knappschafts-Vorstandsmitglied Udo Eisberg, Ortsvorsitzender Franz Hauser und Bürgermeister Harakd Bemmerl (von links) sprachen bei der 110-Jahrfeier der Ortsgruppe Wackersdorf der IG Bergbau-Chemie-Energie.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

"Die Kohle war die Grundlage für den wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland", sagt Udo Eisberg. Das Vorstandsmitglied der Knappschaft-Bahn-See erinnerte daran bei der 110-Jahrfeier der Industriegewerkschaft Bergbau-Chemie-Energie, Ortsgruppe Wackersdorf, im Haller-Stadl in Oder. Die heute so umstrittene Kohle habe aus kleinen Dörfern reiche Gemeinden gemacht. Der Gastredner aus Bottrop hält an der Existenzberechtigung der Bergbau-Gewerkschaft fest, die Gemeinschaft herstellen und dem Einzelnen ein Gefühl der Solidarität geben könne. "Die Ortsgruppen sind kein Auslaufmodell, wenn sie sich zukunftsfähig aufstellen und sich um die Mitglieder kümmern", betonte Udo Eisberg. Die Bergarbeitergewerkschaft sei mit dem Ziel gegründet worden, gute Löhne und vernünftige Arbeitsbedingungen für die Bergleute zu erreichen, sagte IG-BCE-Bezirksleiter Hartmuth Baumann. Heute gehe es darum, den Strukturwandel in der Energiepolitik sozialverträglich zu begleiten. Ortsgruppenvorsitzender Franz Hauser begrüßte zur Jubiläumsfeier 200 der insgesamt 650 Mitglieder aus Wackersdorf, Stulln und Ponholz. Sein Dank galt Kapellmeister Andreas Königsberger, der mit den Musikern der Bergmannskapelle die Feier umrahmte. Steinbergs Bürgermeister Harald Bemmerl bescheinigte der Gewerkschaft gute Arbeit. Die IG BCE sei aus der Gemeinde nicht mehr wegzudenken, sagte Wackersdorfs Bürgermeister Thomas Falter.

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