23.10.2018 - 08:27 Uhr
WackersdorfOberpfalz

Jugendarbeit hinterlässt Spuren

70 Jahre Kreisjugendring. Darauf blickt Vorsitzender Peter Neumeier bei der Herbstversammlung im Mehrgenerationenhaus in Wackersdorf zurück.

70 Jahre Kreisjugendring feierten die Vertreter der Jugendverbände mit den Ehrengästen bei der Herbstversammlung im Mehrgenerationenhaus in Wackersdorf.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

1950 fand das erste Zeltlager in Burglengenfeld unter dem Motto "Erholung, Erlebnis und Erziehung" statt. In Neunburg v.W. gab es eine Jugendwoche mit 6000 Teilnehmern. In Nabburg kümmerte sich Vorsitzender Willy Reif um die Jugendherberge Trausnitz, deren Träger der Kreisjugendring bis 1991 war. Mit der Gebietsreform 1972 wurden die Jugendringe in den Altlandkreisen aufgelöst und gingen in den Kreisjugendring Schwandorf über.

Anfang mit Josef Fischer

Gründungsvorsitzender war damals der Nabburger KJR-Vorsitzende und spätere Bürgermeister Josef Fischer, der sich in einer Kampfabstimmung knapp gegen den Burglengenfelder Kandidaten Hans Kammerer durchsetzte. "Wir mussten neue Strukturen schafften", erinnert sich Josef Fischer an die schwierigen Anfangsjahre. Die Jugendringe in den Altlandkreisen hatte unterschiedliche Schwerpunkte. Und: "Im Gegensatz zu heute musste die ganze Arbeit ehrenamtlich erledigt werden."

Die 1970er Jahre waren, so erinnerte der amtierende Vorsitzende Peter Neumeier, geprägt von der Jugendzentrumsbewegung. Die erste Einrichtung entstand 1974 in Burglengenfeld. Mit der Einrichtung einer Geschäftsstelle und der Anstellung von hauptamtlichem Personal entstanden neue Strukturen. Stellvertretend für die vielen ehrenamtlichen Helfer nannte Vorsitzender Peter Neumeier seine Vorgänger Josef Fischer, Hans Hirzinger, Josef Meier, Adam Fleischmann und Thomas Schmid, "die Pionierarbeit geleistet haben".

Neumeier erinnerte an einige "Leuchtturm-Veranstaltungen": Kulturwoche mit Reinhard Fendrich (1985), "KJR-Fete" mit allen Jugendverbänden im Schlosspark Schwarzenfeld (1988), Kreisjugendtag in Schwarzenfeld (2002), die Aktion "3 Tage Zeit für Helden" (2007) sowie Seminare, Wettbewerbe und das Fifty-fifty-Taxi.

"70 Jahre Kreisjugendring haben Spuren hinterlassen", stellte der Vorsitzende fest. Sein Dank galt dem Landkreis, der die Dachorganisation mit 48 Verbänden heuer erneut mit 63 000 Euro unterstütze. Die Teilnehmer an der Vollversammlung passten die Förderrichtlinien an und wollten damit bei der Verteilung der Gelder "für mehr Gerechtigkeit" sorgen.

Am 25. Mai 2019 wird es einen Kreisjugendtag mit Aktionen, Workshops und Sportveranstaltung geben. Der KJR-Vorstand arbeitet derzeit an der Ausarbeitung des Programms.

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