Wackersdorf
07.10.2018 - 10:51 Uhr

Kampf gegen den Pflegenotstand

Das Wahlkampf-Finale von "Die Linke" geht in den Rathausstuben in Wackersdorf über die Bühne. Partei hat 40 000 Unterschriften für Volksbegehren als Ziel.

MdB Haralds Weinberg sprach beim Wahlkampffinale der Partei "Die Linke". Bild: Hirsch
MdB Haralds Weinberg sprach beim Wahlkampffinale der Partei "Die Linke".

Harald Weinberg gehört seit neun Jahren dem Bundestag an und ist gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion "Die Linke". Am Donnerstag war der Bundespolitiker zu Gast beim Kreisverband Schwandorf/Cham und bestritt in den Rathausstuben in Wackersdorf das Wahlkampf-Finale.

Harald Weinberg treibt der Pflegenotstand um. Er glaubt, dass bei einer Verbesserung der Arbeitsgrundlagen 50 000 neue Stellen geschaffen werden könnten. Mehr Anerkennung der Tätigkeit, bessere Bezahlung und weniger Belastung: Das sind für den Linken-Politiker drei Voraussetzungen, um frustrierte, ausgestiegene Krankenpflegerinnen zurückzuholen oder Teilzeitkräfte zu Mehrarbeit zu ermutigen. Harald Weinberg beobachtet bundesweit einen deutlichen Rechtsruck. Darunter leide die "Linke" ebenso wie die SPD, die sich ohne Not in "die babylonische Gefangenschaft der Union" begeben habe.

Eva Kappl, Stimmkreiskandidatin ihrer Partei für die Landtagswahlen, wirbt für das Volksbegehren "Stoppt den Pflegenotstand". Sie gründete einen parteiübergreifenden "Aktivenkreis" für den Landkreis Schwandorf. Der Personalmangel gefährde die Gesundheit der Patienten und der Pflegekräfte, ist Eva Kappl überzeugt. Mit dem Volksbegehren "Stoppt den Pflegenotstand" wollen die Initiatoren verbindliche Personalschlüssel in Bayern gesetzlich festschreiben lassen. Ziel des Bündnisses sei es, so der Oberpfälzer Spitzenkandidat der Linken, Marius J. Brey, in der ersten Stufe bayernweit 40 000 Unterschriften zu sammeln.

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