23.07.2020 - 09:34 Uhr
WackersdorfOberpfalz

Klagen über "verfehlte EU-Agrarpolitik"

Diakon Jürgen Donhauser und Martina Rötzer (von rechts) gestalteten am Franziskusmarterl eine "Hoffnungsandacht" für Oberpfälzer Landwirte.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Das Franziskusmarterl im Taxöldener Forst ist zu einem Zufluchtsort für Christen geworden, die neue Hoffnung und Kraft schöpfen wollen. Die katholische Amtskirche geht nach wie vor auf Distanz zu dieser Pilgerstätte des WAA-Widerstandes. So untersagte die Bistumsleitung bei einer „Hoffnungsandacht“ der Oberpfälzer Landwirte die Verwendung religiöser Insignien.

Jürgen Donhauser hat die Anordnung betroffen gemacht. Der Diakon und Landwirt aus Moos in der Gemeinde Kümmersbruck erwartet von „seiner“ Kirche Unterstützung für Menschen, die sich in ihrer Not an den Herrgott wenden und gleichzeitig die Öffentlichkeit wach rütteln wollen.

So wie es gerade Teile der christlichen Bauernschaft tut. „Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass hier etwas schief läuft“, sagte Jürgen Donhauser vor 60 Leuten aus der Region, die zur Feier in den Taxöldener Forst gekommen waren. Der Betreiber eines Schweinezucht- und Mastbetriebes fühlt sich an den Pranger gestellt. Er möchte mit den Verbrauchern ins Gespräch kommen und sie davon überzeugen, wie sehr ihm das Wohl seiner Tiere am Herzen liegt.

Martina Rötzer ist eine Landwirtin aus Hiltenbach im Landkreis Cham, die sich ebenfalls der Bewegung „Landschaft schafft Verbindung“ angeschlossen hat. Sie prangert die Auswüchse „einer verfehlten EU-Agrarpolitik“ an, die die bäuerlichen Familienbetriebe in Existenznot bringe. „Wir sind durchaus für Fortschritte offen“, sagt Martina Rötzer, „aber sie müssen sinnvoll sein“. Im August plant sie eine weitere Andacht am Marterl-Kreuz.

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