22.03.2019 - 13:55 Uhr
WackersdorfOberpfalz

Nahversorgung bleibt gesichert

Medizinische Versorgung und Einkaufsmöglichkeiten: Die beiden Punkte stehen ganz oben auf der Wunschliste der Wackersdorfer. Beide Themen geht der Gemeinderat an, eins kann bald realisiert werden.

So soll die Nordansicht des neuen Edeka-Markts an der Wackersdorfer Hauptstraße aussehen.
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

Er werde regelmäßig gefragt, wie es mit dem Edeka-Supermarkt weitergeht, sagte Bürgermeister Thomas Falter am Mittwoch im Gemeinderat. Die Antwort wurde präsentiert: Die "Alueda Südbayern" beantragt den Neubau samt Erweiterung eines Marktes an gleicher Stelle an der Hauptstraße. Das Grundstück und die Erweiterungsfläche gehört seit einigen Jahren der Gemeinde, es werde langfristig verpachtet, sagte Falter. Es sei damals die richtige Entscheidung gewesen, die Fläche zu kaufen. "Ich weiß nicht, wie es sonst ausgegangen wäre," sagte Falter.

Architekt Werner W. Hedrich (Sulzbach-Rodenberg) und Edeka-Expansionsleiter Gerhard Ely erläuterten das Vorhaben. Der bestehende Markt wird abgerissen. Der neue wird mit 1600 Quadratmetern Verkaufsfläche etwa eineinhalb mal so groß wie das bestehende Geschäft. Ein Tagescafe wird's ebenso geben wie die üblichen Shops. Auch die Poststelle solle möglichst erhalten werden, so Ely. Das Gebäude bekommt ein Pultdach mit nach innen sichtbarem Tragwerk.

Der Neubau auf dem Grundstück mit der Erweiterung Richtung Süden hin sei nicht ganz einfach, sagte Hedrich. Das Gelände fällt auf die Länge des Gebäudes um etwa 4,60 Meter. Der rückwärtige Teil wird deshalb auf Stützen stehen. Die Gründung könne aufwendig werden, so der Architekt. Im Untergeschoss an der Rückseite sollen Aggregate für Kühlung und Lüftung ihren Platz finden, möglichst weit weg von den Anliegern. 85 Parkplätze sind geplant. Ideal wäre es laut Ely, wenn der Bau im Frühjahr beginnen könne, dann wäre es möglich, den Markt im Herbst wieder zu eröffnen. Ob der Markt in der Zwischenzeit an einem "Zwischen-Standort" öffnet, ist noch offen. "Da können wir aber jederzeit was anbieten, wenn Interesse besteht", sagte Falter. Der Gemeinderat möchte das Projekt schnell verwirklicht sehen und gab einstimmig das Einvernehmen. Auch finanziell engagiert sich die Gemeinde: Für die Vorbereitung des Grundstücks für die Erweiterung sind 290000 Euro im Haushalt vorgesehen.

Auch dem zweiten Wunsch der Bürger kommt das Gremium nach. Um die medizinische Versorgung zu sichern, ist ein Dienstleistungszentrum geplant - letztlich ein Ärztehaus. 100000 Euro hat der Gemeinderat für die Planungen des Zentrums an der Schulstraße in den Haushalt eingestellt. Gesamt ist das Zentrum auf über 3,4 Millionen Euro kalkuliert. Der Umgriff Marktplatz-Schulstraße samt der Verkehrs- und Parkplatzsituation sind auch Themen der Planungen im Zuge des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK).

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