Pfarrer Christoph Melzl verbindet das Spiel der Trompeten und Posaunen mit "himmlischen Klängen" und sieht im Kirchenraum den geeigneten Ort für ein derartiges Konzert. Das Ensemble "Zephir" wurde 2002 gegründet, hat an Blechbläserwettbewerben in Passau und Brüssel erfolgreich teilgenommen und zahlreiche Konzerte im In- und Ausland gegeben.
Die Musiker präsentierten anspruchsvolle Kammermusik für wechselnde Besetzungen und zeigten sich dabei äußerst variabel. Die Künstler wandelten sich vom reinen Trompetenensemble zum gemischten Blechbläsersextett mit Kornett, Flügelhorn, Althorn und Euphonium und interpretierten traditionelle Musik ebenso stilsicher wie modernes Repertoire. Durch besondere Extras wie Orgel, Alphorn und Schlagwerk erreicht das Ensemble orchestrale Klangdimensionen. So spannte das Programm einen weiten Bogen von warmen, sanften Klängen bis hin zu virtuosen Passagen in den höchsten Lagen.
Von der Empore aus bliesen die Musiker den "Feierlichen Einzug" von Richard Strauß und ließen sich dabei an der Orgel von Bernhard Müllers begleiten. Nach dem anschließenden Orgel-Solo "Der Kuckuck und die Nachtigall", komponiert von Georg Friedrich, zogen die Ensemblemitglieder in den Altarraum ein und ließen konzertante Bläsermusik erklingen. Unterstützt und begleitet von Johannes Freyer an der Tuba, Bernhard Müllers an der Orgel und am Akkodeon sowie Peter Jakubowicz am Drumset. Die farbliche Ausleuchtung des Altarraums verlieh dem Konzert einen festlichen Rahmen.
Bürgermeister Thomas Falter stand noch ganz unter dem Eindruck "dieses einzigartigen Konzerts", als er auf dem Gelände vor der Sporthalle das Wort ergriff und auf die Kulturwochen zurückblickte. Sie begannen mit einer Ausstellung im Foyer der Sporthalle, in der die Fotografen Gerhard Götz, Walter Buttler und Konrad Jäger mit ihren Bildern an die Veränderungen in Wackersdorf vom Braunkohleabbau bis zur WAA erinnerten. Zum ersten Mal war bei der Eröffnung Regierungspräsident Axel Bartelt anwesend.
"Da Huawa, da Meier und I" waren auch zu Gast und boten ein Musikkabarett mit hintergründigem Humor und Musik auf hohem Niveau. "Ein Abend, den viele von uns nicht so schnell vergessen werden", schwärmte der Bürgermeister. An der Ausstellung "Handarbeit, Kunst, Handwerk" beteiligten sich 40 Händler mit ihren Handarbeiten. Thomas Falter bedankte sich bei Rosemarie Rappel für die Organisation.
"Einen urigen Heimatabend bei Bier und Brotzeit" boten die "Falkenberger Zoiglmusik", "de Selber-Gstrickt'n" und der "Stoapfälzer Nachschlag" beim "Bayerischen Abend" im Schwimmbad-Cafe. Zum ersten Mal fand während der Kunst- und Kulturwochen ein "Poetry Slam" statt. Sechs Poeten traten mit selbst geschriebenen Texten gegeneinander an. Das Publikum kürte am Ende Martin Hönl zum verdienten Sieger. Der Verein "Eltern aktiv" beteiligte sich mit einem Kinder- und Jugendtag im Mehrgenerationenhaus und bot Halloween-Basteln, einen Graffiti-Workshop mit Markus Raab und eine Märchenstunde mit Heidi Pongratz an.
"Die Kunst- und Kulturwochen sind ein wichtiger Bestandteil im gesellschaftlichen Leben unserer Gemeinde", betonte der Bürgermeister. Kunst und Kultur verbinde die Menschen und bringe die Kulturschaffenden mit den Konsumenten in Kontakt. "Das Programm war wieder breitgefächert und zog viele Besucher an", freute sich Thomas Falter.
Dem pflichtete Schirmherr Michael Bomann bei. Der Leiter des BMW-Standortes Wackersdorf dankte den Organisatoren und Mitwirkenden für die Gestaltung der Veranstaltungsreihe. Ein musikalisch untermaltes Feuerwerk setzte den Schlusspunkt. Die nächsten Kulturwochen finden wieder in zwei Jahren statt.













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