23.04.2019 - 08:35 Uhr
WaidhausOberpfalz

Alles neu macht der Mai

Der Maifeiertag beschert vielen Arbeitnehmern heuer eine dritte kurze Arbeitswoche in Folge. Das Aufstellen des Maibaums am Tag zuvor bringt im Grenzmarkt Waidhaus eine Premiere mit sich.

Einem Meister seines Fachs vertraute die Vereinsgemeinschaft mit Dimplom-Malermeister Erhard Schwarzmeier die Um- und Neugestaltung der Waidhauser Zunftzeichen an.
von Josef ForsterProfil

Die Vereinsgemeinschaft lädt zum großen Maibaumfest am Dienstag, 30. April. In diesem Jahr zeigt sich der Maibaum in einem neuen Gewand. Weiß-blau ist out - Grün und Silber sind in. Bei den stolzen Umwandlungskosten in Höhe von fast 3000 Euro ließ der Marktrat die Vereinsgemeinschaft jedoch nicht im Stich. Bereits vor ein paar Jahren kam die Kommune dem Kartell entgegen und investierte auf Anregung von Ewald Zetzl aus Pfrentsch mehrere Tausend Euro in die Standsicherheit durch das Einbringen eines soliden Fundaments.

Spannung und Neugier umgibt seit Wochen die Maibaum-Tradition in Waidhaus. Das neue Exemplar soll ein unverwechselbares Unikat sein, in dem sich die Marktgemeinde eindeutig widerspiegelt. Auf den bislang bewährten weiß-blauen Anstrich des Stammes wird verzichtet. Schnitzereien in der Rinde sind der neue Trend. Hierfür konnte mit Markus Eigenberger aus Pfälzer Hof ein fundierter Kenner der Materie gewonnen werden.

Treibende Kraft der Umgestaltung ist der neue Kartellvorsitzende Tobias Kirner. Nachdem die angeschlossenen Vereine ihren Chef mit einem einstimmigen Votum ausstatteten, starteten die Pläne verheißungsvoll. Drei neue Festkränze im neuen Look gingen sofort in Auftrag. Weil sich die Gesamtkosten mittlerweile auf rund 2400 Euro für die Renovierung und Neuanschaffungen belaufen, wandte sich das Kartell an den Marktrat. Bürgermeisterin Margit Kirzinger verwies auf den neuen Gemeindehaushalt, in dem der gesamte Betrag bereits als Ausgabeposten eingeplant sei. Den Antrag beurteilte sie als gerechtfertigt, weil der Maibaum als Zeichen des Marktes zu sehen sei.

Bei den Zunftzeichen weren die Farben erneuert. Darüber hinaus gab die Vereinsgemeinschaft zwei weitere Zunftzeichen in Auftrag.

Diplom-Malermeister Erhard Schwarzmeier aus Frankenreuth übernahm die Arbeiten mit dem Pinsel. Der Ruheständler hilft den Waidhauser Vereinen, wo immer er kann. Die auf Ortsheimatpfleger Andreas Ringholz zurückführende Idee eines Bienenkorbs als Zunftzeichen griff der leidenschaftliche Restaurator gerne auf. Zumal es sich aufgrund der Einfachheit um das ursprüngliche Wappen der Marktgemeinde handeln könnte. In der kleinen Werkstatt im Keller seines Wohnhauses ging die Umgestaltung über die Bühne. Klar und einfach zeugen die Werke von den einstigen Handwerksberufen in Waidhaus. Sie erinnern an die Tradition von Wagnern, Maurern, Schneidern und Schustern.

Bei der Präsentation des neuen Schmuckstücks am späten Nachmittag des 30. April wird der Baum auch aufgestellt. Um 16.30 Uhr treffen sich die Vereine und der Musikverein bei Josef Balk auf dem Gelände an der Pilsener Straße zum Abmarsch zum Marktplatz. Der Vorstand der Vereinsgemeinschaft hofft, dass viele Waidhauser Vereine heuer am Marsch zum Marktplatz teilnehmen. Der TSV Waidhaus wird die Zuschauer mit Bratwurst- und Steaksemmeln und Getränken versorgen. Das Aufstellen des Maibaumes findet bei jedem Wetter statt.

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