26.02.2020 - 08:40 Uhr
WaidhausOberpfalz

Bauhof: Auch im milden Winter gut beschäftigt

Für die Mitarbeiter im Bauhof der Marktgemeinde ist auch die Zeit zwischen November und Februar sehr anstrengend. Der Winterdienst stellt die Mannschaft wieder vor eine echte Herausforderung.

Dort wo die Schulstraße in die Bahnhofstraße mündet, entstehen derzeit neue Parkplätze in Eigenregie des Bauhofs, um die oft angespannte Situation im Bereich von Schule und Kindertagesstätte zu entzerren.
von Josef ForsterProfil

Allen Gegebenheiten und Erwartungen gerecht zu werden, ist selten eine einfache Sache. Während es in Waidhaus selbst oder Pfrentsch nur regnete, konnten im wesentlich höher gelegenen Reinhardsrieth längst schneebedeckte Fahrbahnen den Verkehr beeinträchtigen. Viele Bürger erwarteten wieder, dass überall sofort und schnell geräumt und gestreut wurde. Auf der anderen Seite wollte keiner den Schnee auch an den wenigen Tagen vor seiner Einfahrt oder vor seinem Fahrzeug haben.

Bauhofleiter Johannes Grötsch stand während des Winterhalbjahrs täglich gegen 3 Uhr nachts auf und kontrollierte die Wetterlage in der Marktgemeinde. Manchmal reichte ihm eine bloße Augenscheinnahme, manchmal war eine Kontrollfahrt in die höher gelegenen Ortsteile unausweichlich, um zu entscheiden „Ist der Winterdiensteinsatz erforderlich, werden die Kollegen alarmiert und rücken bis um 4 Uhr aus und verrichten ihren Dienst?“ Mehrmals schloss sich daran ein Dienst bis abends.

Während viele sich aufs Wochenende freuten oder Weihnachten, Silvester oder Fasching feierten, mussten die Einsatzkräfte oftmals für ein Ausrücken vorbereitet sein. Waren zudem Temperaturstürze für die Nacht vorhergesagt, wurden durch die Diensthabenden bewusst am Abend vorher Vorsorgestreuungen unternommen.

Pünktlich zum Einsatz im Winterdienst beschaffte sich die Kommune ein neues leistungsfähiges Kommunalfahrzeug. Mit dem neuen Gefährt ließen sich auch Engstellen und Gehwege besser bewältigen. Für Laien entstand der Eindruck eines „umsonst“ Streuens, um Streusalzkontingente etwa auch im nächsten Winter zugeteilt zu bekommen. Dem widerspricht die Gemeindeverwaltung energisch: „Das Streusalz bleibt auf der Straße liegen und entfaltet seine Wirkung bei Bedarf, oft auch erst einige Tage später.“

Resümierend blicken die Helfer auf erschwerte Bedingungen durch etwa unüberlegt geparkte Fahrzeuge. Erlaubten sie sich dann noch, durch einen freundlichen Hinweis mittels Zettel an der Frontscheibe darauf hinzuweisen, brauchten sie auf manche Rüge nicht lange zu warten. Entweder in den sozialen Medien anonym oder direkt durch manchmal sogar lautstarke Beschwerden im Rathaus. „Schade, dass die Bemühungen um unser aller Sicherheit so wenig wertgeschätzt wird“, nahm Geschäftsleiterin Kerstin Wilka-Dierl die Mannschaft in Schutz.

Für die Mitarbeiter der Abwasserentsorgung wurde ein Auto angeschafft. Mit diesem multifunktionalen Fahrzeug können die Klärwärter seitdem nicht nur alle Einrichtungen erreichen, sondern auch Arbeiten an Kanalschächten absichern. Auch der alte Mercedes-Bus für die Wasserversorgung wurde durch einen neuen Transporter der Marke Vito ersetzt. Mit diesem Allradfahrzeug sind nun auch die Quellen im Wald leichter erreichbar.

Die Wasserwarte Armin Bauer und Wolfgang Hierold freuen sich über das neue Gefährt. Das milde Wetter und der schneearme Winter ermöglichten es den Gemeindearbeitern andererseits, bei der Schaffung neuer Parkplätze im Ortskern weiter voranzukommen. Nur einen Steinwurf vom ehemaligen Bahnhof entfernt können auf gemeindlichem Grund Stellplätze für bis zu neun Autos geschaffen werden. Die in Längsrichtung geplanten Parkbuchten sind in Kürze direkt aus der Schulstraße heraus zu nutzen. Der im Marktrat einmütig gefasste Beschluss für das Einrichten zielte vor allem auf eine Entzerrung der oftmals überlasteten Parksituation im Bereich von Schule und Kindertagesstätte ab.

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