12.12.2018 - 09:16 Uhr
WaidhausOberpfalz

"Eine bessere könnten wir uns nicht wünschen"

Auf fast drei Jahrzehnte in kommunalen Gremien bringt es die Waidhauserin Margit Kirzinger. Grund genug für eine Ehrung der beliebten Bürgermeisterin.

Bürgermeisterin und stellvertretende Landrätin Margit Kirzinger trägt sich ins Goldene Buch des Marktes Waidhaus an der Seite von zweitem Bürgermeister Markus Bauriedl ein.
von Josef ForsterProfil

Die gesamte Belegschaft der Marktgemeinde, Familie und Marktrat waren zur Feierstunde eingeladen. Um die Organisation kümmerte sich zweiter Bürgermeister Markus Bauriedl. Anlässlich der Verleihung der bronzenen Medaille für besondere Verdienste im kommunalen Ehrenamt gab die Marktgemeinde einen Festakt mit Eintrag ins Goldene Buch.

Ende November hatte Kirzinger im Spiegelsaal der Regierung der Oberpfalz in Regensburg die Medaille erhalten. Ein Klarinettenquartett unter Mitwirkung von Hermann Mack übernahm die musikalische Seite. Bauriedl übernahm die Festansprache mit Nennung von wichtigen Daten aus Kirzingers kommunalpolitischer Tätigkeit. Am 1. Mai 1990 zog sie als erste Frau überhaupt in den Waidhauser Marktrat ein und übernahm sofort das Amt der SPD-Fraktionssprecherin, das sie zwölf Jahre lang ausübte. Im gleichen Jahr glückte ihr der Einzug in den Kreistag, dem sie bis heute angehört. Zwischen 1996 und 2008 war sie auch dort SPD-Fraktionssprecherin. In beiden Gremien steht für sie die Familienpolitik als Schwerpunkt an erster Stelle, gefolgt vom Thema Tourismus.

Seit 2014 ist sie nun erste Bürgermeisterin des Grenzmarkts und stellvertretende Landrätin, wobei sie einen guten Kontakt zu den tschechischen Nachbarn hegt und ihr dabei die erlernten Sprachkenntnisse zugute kommen. „Es ist nicht alltäglich, dass man sich so lange ehrenamtlich in der Kommunalpolitik betätigt“, stellte Bauriedl fest und bedankte sich persönlich für die sehr gute Zusammenarbeit. Als Geschenke überreichte er Waidhauser Pralinen und Musicalkarten mitsamt einem Blumenstrauß. „Ich freue mich jetzt so arg, dass alle Bediensteten da sind“, sagte die Geehrte gleich zum Beginn ihrer Dankesworte.

Über die Medaille habe sie sich sehr gefreut. Mit mancherlei Anekdoten bereicherte sie ihren Rückblick, etwa die Teilnahme an der CSU-Wahlparty 1990 oder die anfänglichen Wortgefechte mit CSU-Marktratskollegen. Auch die beständigen Niederlagen gegen die CSU-Bürgermeisterkandidaten verhehlte sie nicht: „Ich habe an diesem Tag Rotz und Wasser geweint und nicht mehr kandidieren wollen.“ Nun ist sie nicht nur Bürgermeisterin, sondern stellvertretende Landrätin hinzu, wodurch sie nochmals viel Neues kennenlernen dürfe, „was mich brennend interessiert“. Die damit verbundenen „getrennten Wege“ bezeichnete Kirzinger mit Blick auf Ehemann Hans als „nicht so schön und nicht so angenehm“, resümierte aber: „Wir kommen damit schon klar; weniger die Enkelkinder.“

Ihr Dank galt dem SPD-Ortsverband und daraus besonders Hans Zeug, Günter Stöckl und Alois Hettler. Ebenso nannte sie die Mitarbeiter der Gemeinde, den Marktrat und „das super gute Miteinander“ mit Geschäftsleiterin Kerstin Wilka-Dierl: „Wir sind ein super Team.“ Im Namen der Bediensteten überreichte diese nicht nur einen Blumenstrauß, sondern sagte: „Wir sind sehr stolz auf unsere Chefin, eine bessere könnten wir uns nicht wünschen“ und bestätigte das harmonische Miteinander im Rathaus mit den Worten: „Das passt schon so, wie wir das machen.“

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