20.02.2019 - 11:02 Uhr
WaidhausOberpfalz

Chlorgeruch verunsichert Waidhauser Anwohner

Hallenbad-Stimmung auf der Hochzone: Grund ist die Reinigung eines Trinkwasserbehälters. Zur Sicherheit schaltet der Markt das Weidener Gesundheitsamt ein.

Symbolbild.
von Josef ForsterProfil

Einige Anwohner der Waidhauser Hochzone rochen Ende Januar Chlor im Trinkwasser, Grund waren Rückstände in einem Hochbehälter im Wasserhäuschen bei Birklohe. Bürgermeisterin Margit Kirzinger informierte die Betroffenen und erstattete nun auch im Marktrat Bericht. Wiederholte Reinigungen eines Hochbehälters aufgrund erhöhter Werte hätten keinen Erfolg gebracht. Am 22. und 25. Januar sei deshalb Chlor zum Einsatz gekommen. Geschäftsleiterin Kerstin Wilka-Dierl sagte, während der Reinigungszyklen sei der Behälter nicht am Leitungsnetz gewesen. Da weitere Proben wieder einwandfreie Werte ergeben hatten, wäre der Behälter am 29. Januar wieder angeschlossen worden.

Doch dann sei Chlorgeruch im Trinkwasser in den Haushalten der Anwohner aufgetreten und so sei eine erneute Herausnahme aus dem Netz erfolgt. Es begannen wieder mehrfache Spülvorgänge. Zusätzlich wäre Kontakt mit dem Weidener Gesundheitsamt aufgenommen worden. Die Fachstelle habe geraten, die Bevölkerung zu informieren. Zu keiner Zeit habe eine Gefahr für die Gesundheit bestanden, bestätigte die Bürgermeisterin: „Alle laufenden Messungen zeigten beständig Ergebnisse deutlich unter dem erlaubten Wert von 0,3 Milligramm pro Liter.“

Im Rathaus stehen Renovierungen an, wofür der Marktrat die Aufträge zur Sanierung der Kellerwände und zum Aufstellen eines Fassadengerüsts einstimmig erteilte. Mit dem Abschlagen und Entsorgen des Altputzes im Untergeschoss betraute das Gremium eine Firma aus Pleystein aufgrund des Angebots von 22.050 Euro. Darin enthalten ist auch das anschließende Kalken, denn auf ein erneutes Verputzen verzichtet die Kommune wegen zu erwartender Probleme. Bei den Gerüst-Bauarbeiten erhielt eine Waidhauser Firma den Zuschlag für das Angebot über 11.581 Euro, zumal die Firma zusicherte, nur den tatsächlichen Bedarf in Rechnung zu stellen. Dies deshalb, da Recherchen durch UWG/PL-Fraktionsvorsitzenden Josef Schmucker die Möglichkeit eines Mischeinsatzes von Gerüst und Hebekran bei den erforderlichen Arbeiten ergeben hätten. Insbesondere die Rückseite des Rathauses sei durch den Baumbewuchs problematisch, was einen Kraneinsatz schwierig bis unmöglich mache.

Thomas Glaser (SPD) bat Schmucker ergänzend um Auskunft, inwieweit die dünne Blechdachhaut wirklich betreten werden müsse. Der Befragte wusste dazu Details, etwa von der vorgesehenen Einbindung der Dacheindeckung in den äußeren Blitzschutz. "Wurde bei der damaligen Neueindeckung eventuell der Blitzschutz vergessen", fragte Glasers Fraktionskollegin Monika Zeitler-Kals (SPD). Keiner im Sitzungssaal konnte ihr eine Antwort geben. Im Anschluss vergab das Gremium die Arbeiten für den „inneren Blitzschutz“ für verschiedene gemeindliche Liegenschaften. Die Elektro-Schaltkästen müssen im Gemeindezentrum des Rathauses, im Waidhauser Feuerwehrhaus und den beiden ehemaligen Schulhäuser in Hagendorf und Reichenau abgesichert werden. Ein Elektrounternehmen aus Moosbach soll diese Aufgabe für rund 5000 Euro übernehmen.

Auf dem Dach und in der Elektroinstallation fehlt der Blitzschutz, im Keller schimmeln die Wände. Waidhaus muss viele tausend Euro ins Rathaus investieren.
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