23.01.2019 - 08:52 Uhr
WaidhausOberpfalz

Container zur Überbrückung

Bis zu 45 000 Euro kostet eine Zwischenlösung für die Aufnahme einjähriger Kinder. Einstimmig stellt sich der Marktrat Waidhaus hinter das Provisorium.

Direkt beim Haupteingang der KiTa wird ein Provisorium mittels Containerlösung die Wartezeit bis zu einem Erweiterungsbau wesentlich verkürzen helfen.
von Josef ForsterProfil

Mit der geplanten Erweiterung der Kindertagesstätte (KiTa) St. Emmeram um zwei Krippengruppen beschäftigte sich der Marktrat am Montagabend. Bürgermeisterin Margit Kirzinger informierte über die aktuellen Schritte. Nachdem die bisherige Krippengruppe als provisorische Übergangslösung im ehemaligen Bewegungsraum untergebracht wurde, können bislang nur Kinder ab eineinhalb Jahren in die Einrichtung aufgenommen werden.

Nachdem aber ein Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz ab dem 1. Geburtstag eines Kindes besteht und die sehr erfreulichen Geburtenzahlen der letzten Jahre zeigen, dass der Bedarf danach immer weiter zunimmt, hat sich die katholische Kirchenstiftung zusammen mit dem Markt Waidhaus entschlossen, an die bestehende Einrichtung einen Anbau von zwei Krippengruppen mit allen notwendigen Nebenräumen zu schaffen. Die Planungen dafür laufen auf Hochtouren.

Ebenfalls mit Nachdruck läuft die Planung und Umsetzung einer Zwischenlösung. Im Vorgriff auf die Erweiterungspläne genehmigten die Markträte am Montag das Aufstellen eines Mietcontainers durch die katholische Kirchenstiftung. Als Standort wird die Rasenfläche direkt links vom Eingangsbereich favorisiert. Mit dem Bauvorhaben ist eine geringfügige Verlegung des Eingangsbereichs angedacht, um einen Aufenthaltsbereich vor allem als Stellplatz für Kinderwägen zu schaffen.

Vor dem Beschluss stellte Kirzinger zur Diskussion, ob der Container angemietet oder gekauft werden soll. Die Kostenzusammenstellung gab letztlich den Ausschlag. 34 254 Euro lautete die Summe für den als notwendig veranschlagten Mietzeitraum von 19 Monaten, bis der Erweiterungsbau in Betrieb gehen kann. Darin enthalten ist das Aufstellen und die Versicherung des Provisoriums. Weitere 8000 bis 10 000 Euro kommen jedoch für das erforderliche Fundament für die Containerlösung hinzu, sowie die Entwässerung und die Baunebenleistungen. Zwischen 40 000 und 45 000 Euro bewegen sich demnach die Gesamtkosten für das Vorhaben.

Vor dem Beschluss interessierte sich Josef Kleber (CSU) für die Höhe der Miete, falls die Container länger als 18 Monate gebraucht werden. Kirzinger gab dafür einen Betrag von 1000 Euro pro Monat an. Ohne große Diskussion stellte sich das Gremium geschlossen hinter das Ansinnen, zumal die Container-Firma von einem Kauf „wegen totaler Unwirtschaftlichkeit“ abriet.

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