06.05.2020 - 15:52 Uhr
WaidhausOberpfalz

Drei neue Frauen im Marktrat

14 ordentliche Mitglieder zählt die gemeindliche Institution seit der Gebietsreform im Jahr 1976. Als Ergebnis der Kommunalwahl gibt es einen Wechsel auf sechs Plätzen im Marktrat.

Nicole Hoch, Maria Reichenberger-Hösl und Erika Grötsch (stehend, von rechts) verstärken als neue Mitglieder die weibliche Seite im Waidhauser Marktrat. Manfred Schneider, Andreas Ringholz und Ulli Theiß (von links) vervollständigen das Gremiuim.
von Josef ForsterProfil

Erika Grötsch, Nicole Hoch, Maria Reichenberger-Hösl, Andreas Ringholz, Manfred Schneider und Ulli Theiß sind die neuen Gesichter im Waidhauser Marktrat. Die Vereidigung bildete bei der konstituierenden Sitzung einen wichtigen Baustein. Leiten konnte diese bereits Bürgermeister Markus Bauriedl, da sein beim Einzug in den Marktrat geleisteter Amtseid unverändert gilt. Aus den drei möglichen Versionen der Eidesformel entschieden sich alle Neuen für die Version mit dem Beisatz „so wahr mir Gott helfe“.

Die Änderung der eigenen Geschäftsordnung beruhte im wesentlichen auf Anpassungen an rechtliche Neuerungen. Insbesondere die Punkte Datenschutz und Verschwiegenheit galt es in der Satzung zu aktualisieren. Aufnahme fand darüber hinaus der neue Begriff des Ratsinformationssystems und dessen Regelwerk. Ringholz bat für weitere Sachverhalte dieser Art um eine generelle Markierung der geänderter Punkte, um sich als Marktrat einen schnelleren Überblick verschaffen zu können, was auf fruchtbaren Boden fiel.

Zum Einladungsmodus nahmen Bürgermeister Bauriedl und Geschäftsleiterin Kerstin Wilka-Dierl auf eine zweite Nachfrage Ringholz' Stellung. Beibehalten werde die Kommune trotz aller Digitalisierung das Austragen aller Einladungen persönlich durch den Gemeindeboten. Die Unabwägbarkeit häufiger Systemausfälle und Erfahrungen mit fehlenden Übermittlungen mit der neuen Technik wurden dabei nur als ein Grund angeführt. Dies erzeugte im gesamten Gremium wohlwollende Äußerungen und zog eine geschlossenen Zustimmung nach sich.

Ohne Wortmeldungen und ohne Veto durchlief die Waidhauser Gemeindeverfassung ihre Wirksamkeit. Dies lag auch daran, weil die Entscheidungsträger die bisherige Satzung von der Vorgänger-Legislaturperiode unverändert übernahmen.

Dann verließ der neue Bürgermeister seinen Platz und ging an das andere Ende der Schulturnhalle. Josef Schmucker ergriff das Wort und rief die Debatte zur Ernennung Bauriedls als Standesbeamten für Eheschließungen auf. Die Markträte statteten Bauriedl bei der Abstimmung mit einer geschlossenen Zustimmung aus.

Der beabsichtigte Neubau einer Scheune auf dem Gänsbühl entpuppte sich als erster Tagesordnungspunkt, bei dem der neu zusammengestellte Marktrat seine eigentliche Aufgabe startete. Bürgermeister Bauriedl informierte die Mitglieder zunächst über die Hintergründe, nachdem zunächst keine Notwendigkeit für eine Entscheidung im Marktrat als erforderlich gesehen wurde. Die Erfordernis eines offiziellen Bauantrags gründe in der Gesamthöhe einer Wandseite, welche das erlaubte Maß von 3 Metern überschreite. Deshalb habe das Landratsamt das Vorhaben an die Marktgemeinde zurückverwiesen. Vor der gemeinsam befürworteten Genehmigung wollte einzig Georg Kleber schon noch wissen, um welche Größenordnung eine Überschreitung vorliege. Schmunzeln im Gremium begleitete Bauriedls Antwort, nachdem es sich um eine Höhe von 3,10 Metern handle.

Für den Neubau eines Einfamilienhauses mit Carport im Ortskern von Hagendorf lag dem Gremium zum Bauantrag die Abbruchgenehmigung für das bestehende Wohnhaus mit Schuppen vor. Die bestehende Garage werde nur teilweise abgebrochen, ergänzte Bürgermeister Bauriedl. Weil es sich um ein Vorhaben innerhalb zusammenhängend gebauter Ortsteile handle, sei die Erschließung gesichert. Von der Art der Bauausführung in Form eines Bungalows mit Pultdach zeigte sich Ringholz „weniger begeistert“. Schmucker verwies jedoch auf jene rechtliche Grundlagen, welche die Gemeinde einzig berücksichtigen dürfe. Dabei gehe es lediglich um eine gesicherte Erschließung mit Wasser, Kanal und Straße, zumal kein Bebauungsplan dort bestehe. Dies führte zu einer einvernehmlichen Entscheidung dafür.

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