11.10.2019 - 10:22 Uhr
WaidhausOberpfalz

Das erste Dauervisum

Robert Lindner senior feiert 80. Geburtstag. Bei der Feier werden Erinnerungen an seine Einsätze jenseits des Eisernen Vorhangs wach.

Tochter Annette gratuliert Robert Lindner senior mit zweiten Bürgermeister Markus Bauriedl und Sohn Robert Lindner junior (von links) zum 80. Geburtstag.
von Josef ForsterProfil

Vor 50 Jahren erhielt Robert Lindner senior als erster Waidhauser ein Dauervisum für die damalige Tschechoslowakei. Wo immer es zwischen dem Böhmerwald und der Hohen Tatra liegengebliebene Lastwagen, Busse und Autos aus Westeuropa gab, war er mit seinen Abschleppfahrzeugen ein gefragter Mann. Dabei gab es viele Vorkommnisse, Begebenheiten und Geschichten, die er hinter dem Eisernen Vorhang erlebte.

Nun feierte das Waidhauser Original 80. Geburtstag. Dies nutzte zweiter Bürgermeister Markus Bauriedl für einen Einblick in der Firmengeschichte und würdigte den Jubilar als „selbstständigen Unternehmer, der einer Waidhauser Unternehmerfamilie mit langjähriger Tradition entstammt“. Unter Hinweise auf „besondere Herausforderungen“ für Firmen in Waidhaus durch die Grenzöffnung 1989 oder die EU-Osterweiterung „mit ganz anderen Höhen und Tiefen“ lobte er den Jubilar für dessen ungebrochenes Schaffen und Einsatz.

Dazu erinnerte der Sprecher an die Zeit mit noch drei Tankstellen in Waidhaus, von denen jetzt nur noch jene Lindners existiert: „Du hast dem Wettbewerbsdruck nicht nur standgehalten, sondern die neuen Nischen erkannt und mit einem Abschleppdienst und Autokränen zum Bergen gemeistert.“ Im Namen der Marktgemeinde dankte Bauriedl dafür und lobte Lindners „große Unterstützung der Vereine und der Gemeinde, wann immer etwas aus deinem Fuhrpark gebraucht wird“.

Abschleppen und Bergen mit modernster Technik ist noch immer die Leidenschaft des Unternehmers, der Landmaschinenmechaniker bei der einstigen Baywa-Filiale in Vohenstrauß gelernt hatte. Später machte er die KFZ-Meisterprüfung. Am 1. Juni 1963 ging es in die Selbstständigkeit mit einer eigenen Autowerkstatt, der bereits 1966 der Neubau von Tankstelle und Werkstatt am jetzigen Standort bei der Autobahnkirche folgte. Eine Erweiterung mit Waschhalle und Wohnhaus schloss sich 1970 an.

Zu den Gratulanten zählten Tochter Annette und Sohn Robert, Vorsitzender Manfred Schneider und Kassier Franz Kaas vom TSV Waidhaus sowie OWV-Chef Detlef König.

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