18.10.2018 - 10:17 Uhr
WaidhausOberpfalz

Fraktionssprecher vorzeitig verabschiedet

Stefan Harrer verlässt den Waidhauser Marktrat. Eine Entscheidung, die alle Gremiumsmitglieder bedauern.

Bürgermeisterin Margit Kirzinger verabschiedete CSU-Fraktionssprecher Stefan Harrer mit einem Waidhauser Löwen als Geschenk.
von Josef ForsterProfil

Eine gehörige Portion Wehmut schwang am Montagabend im Marktrat bei der Verabschiedung des ehemaligen Gremiumsmitglieds Stefan Harrer mit. 2014 hatte er sich wie Margit Kirzinger um den Chefsessel im Rathaus beworben. „Obwohl keine Legislaturperiode zu Ende geht, muss ich leider heute erneut ein Mitglied des Marktrats verabschieden.“ Mit diesen Worten begrüßte Bürgermeisterin Kirzinger den auf eigenen Wunsch ausgeschiedenen CSU-Fraktionssprecher und Vorsitzenden der Rechnungsprüfung als Gast.

„Dein Ausscheiden bedauern wir alle sehr. Du hast dir diese Entscheidung bestimmt nicht leicht gemacht. Wir möchten dir heute ‚lebe wohl‘ und ‚Danke‘ sagen.“ Seit 1. Mai 2014 gehörte Harrer dem Marktrat an, der gleich zum Beginn seiner kommunalpolitischen Tätigkeit auch sofort „ein Mehr an Verantwortung durch den zweimaligen Vorsitz“ übernommen habe „Um deine neuen Aufgaben sachkundig und richtig ausüben zu können, hast du extra eine Weiterbildung gemacht“, erinnerte Kirzinger. Über die Mitarbeit im Hauptverwaltungsausschuss hinaus erwähnte die Bürgermeisterin: „Der Ortsteil Reichenau lag dir als Zugereister besonders am Herzen. Das dort nun anstehende Projekt 'Feilerstodl' hättest du sicher gerne mitgestaltet; nun muss der neue Arbeitskreis aber auf dich verzichten."

Für die Arbeit und den damit verbundenen Zeitverlust auf privater Seite dankte die Rathauschefin. Außerdem verhehlte sie nicht, dass mit diesem Ehrenamt „auch manchmal gewisse Anfeindungen verbunden sind“. Für die weitere Zukunft stattete Kirzinger ihren ehemaligen Kontrahenten – auch im Namen von Geschäftsleiterin Kerstin Wilka-Dierl - mit den „besten Wünschen“ aus und ging davon aus: „Du wirst dich wohl bald in die Kommunalpolitik in deiner neuen Heimat Weiden einmischen. Dazu kann ich dich nur ermutigen.“

Harrer erhielt noch einmal Rederecht und nutzte die Verabschiedung um für „die unwahrscheinlich schöne Zeit mit vielen anstrengenden und schönen Momenten“ zu danken: „Über vier Jahre durfte ich Waidhaus mitgestalten, mit Punkten, die mir auch persönlich am Herzen lagen und es waren Themen dabei über die ich gerne mitdiskutierte.“ Die Zusammenarbeit im Gremium sei immer bestens gewesen, davon könnten sich einige andere Kommunen eine Scheibe abschneiden: „Das hat wirklich fraktionsübergreifend funktioniert.“ Seinem Nachrücker wünschte er „ein glückliches Händchen“. Ewald Zetzl bedauerte als sein Nachfolger im Amt des CSU-Fraktionssprecher „sehr, dass wir dich verlieren. Du warst eine tragende Säule und hast dein Amt wirklich ernst genommen. Denn ich musste dich sehr selten vertreten.“

Zetzl sagte weiter, dass Harrer die CSU in einer schwierigen Zeit übernommen habe, wo der CSU nur noch drei Sitze im Marktrat blieben: „Du bist mit einer Ruhe an die Sache gegangen und es war immer ein freundschaftliches, kollegiales Verhältnis mit uns. Herzlichen Dank im Namen der Fraktion." Der kleine eingeflochtene Festakt endete mit einem Eintrag ins Goldene Buch und zum Abschied überreichte Kirzinger einen Waidhauser Porzellanlöwen unter großem Beifall der ehemaligen Marktratskollegen als Präsent.

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