12.04.2019 - 10:11 Uhr
WaidhausOberpfalz

Großbaustelle vor der Haustür

Einst Schul-, dann Mesnerhaus: Das markante Gebäude zwischen Pfarrkirche und Rathaus hat mehrere Namen. Der offizielle lautet seit geraumer Zeit Kirchplatz 1.

Am gemeindeeigenen Gebäude Kirchplatz 1 (links) sind die Sanierungsarbeiten in vollem Gange. Gleiches gilt für den Kellerbereich des Rathauses (dahinter).
von Josef ForsterProfil

Die Marktgemeinde gab umfangreiche Arbeiten für das im Besitz der Kommune befindliche Wohnhaus in Auftrag. Seit dem Beginn der Maßnahme ist die Durchfahrt beim Kirchturm gesperrt. Das Gerüst für die Dachsanierung lässt nur Platz für einen schmalen Fußweg. Über den Stand der Sanierung informierte Bürgermeisterin Margit Kirzinger den Marktrat: „Die Arbeiten sind in vollem Gange.“

Die Dacharbeiten führt die Zimmerei Robert Götzfried aus Waidhaus zum Preis von rund 50 000 Euro aus. Darin enthalten sind Ausbesserungen an den Dachdecken und Verbesserungsarbeiten am Dachstuhl sowie eine Überarbeitung des Bodenbelags. Die Putz- und Malerarbeiten mit Neuanstrich und Ausbesserungen in einem größeren Umfang laufen durch das Malergeschäft Müllner aus Pleystein mit einer Summe von 7600 Euro.

Zuvor musste das Gremium weiteres Geld locker machen. Beim Aufzug im Gebäude ist eine Erneuerung der Hauptplatine erforderlich. Das ergab die turnusmäßige Überprüfung durch die Fachstelle. 3835 Euro kostet der Ersatz. Einstimmig befürworteten die Markträte den Einbau, zumal die Ausgabe im neuen Haushalt bereits eingeplant ist.

Im Rathaus geschah in den zurückliegenden Wochen ebenfalls einiges. Im Keller wurde der Innenputz abgeschlagen, wodurch die Mauern nun trocken können. Ebenso ist die Elektrogeräteprüfung und das Projekt Blitzschutz abgeschlossen, teilte Kirzinger mit.

Von einer vor Monaten aufgeworfenen Idee „die Finger zu lassen“ riet die Firma Krisch aus Schwarzenbach der Marktgemeinde. Nach einer Ortsschau in der Kläranlage und dem Freizeitzentrum „Bäckeröd“ zeigte sich ein nüchternes Fazit. Der Bau von Sonnenstrom-Anlagen werde aufgrund hoher Nebenkosten als „wirtschaftlich nicht sinnvoll“ beurteilt, berichtete die Bürgermeisterin. In der einen Liegenschaft müsste ein teurer Austausch des Eternitdachs vorgenommen werden, in der anderen erfordere die Biberschwanzeindeckung besondere Tragekonstruktionen. Mit einer Sonnenstrom-Anlage ganz anderen Ausmaßes hatte sich das Gremium auch noch zu beschäftigen. Nach kurzer Vorstellung des Projekts „Lohma-Lust“ lautete jedoch das einmütige Fazit, auf eine Stellungnahme aus Waidhaus zu verzichten.

Ewald Zetzl (CSU) wollte wissen, ob die Kommune noch niemand für die Mäharbeiten der unbebauten Parzellen und Straßenränder im Pfrentscher Baugebiet gefunden habe. Auf überdimensionale Schlaglöcher und Straßenschäden am Belag der Straße zwischen Burkhardsrieth und Pfrentsch wies Georg Kleber (Pfrentscher Liste) hin.

Großes Interesse erwartet die Gemeinde bei einer weiteren Versteigerung von Fundsachen am Donnerstag, 2. Juni, in der Halle des Bauhofs auf dem Schanzberg beim alten Grenzübergang. Die Gegenstände können ab 14 Uhr besichtigt werden, teilte Kirzinger mit. Die Auktion beginnt um 16 Uhr. Alle unter den Hammer kommenden Gegenstände sind bereits in der Versteigerungsliste auf der Homepage des Markts veröffentlicht.

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