Jeder will sie, keiner kriegt sie. Die Dame, so stellt die Grenzpolizei fest, sei „offenbar sehr begehrt“. Bei Strafverfolgungsbehörden und auch sonst. Lange Zeit entzog sich die Frau „aus dem horizontalen Gewerbe“ den hartnäckigen Avancen der Polizei. Doch am Tag der Deutschen Einheit fügte sich endlich zusammen, was wohl zusammengehört: die Dame – und eine Gefängniszelle. Zu verdanken ist das der Grenzpolizei Waidhaus.
Gegen 22.30 Uhr war die Frau in einem Auto, von Ungarn kommend, auf der A 6 nach Deutschland eingereist. Bei der Kontrolle staunten die Fahnder nicht schlecht: Neun Staatsanwaltschaften suchten sie. In vier Bundesländern soll sie während des Schäferstündchens - meist in Zusammenarbeit mit einem Komplizen - die Geldbörsen ihrer Freier ausgeräumt haben. Acht der Staatsanwaltschaften schrieben sie daher zur Fahndung aus.
In Rostock hatte die Prostituierte im November 2017 zudem mit einem Mittäter in zwei Fällen die Scheckkarten ihrer Freier stiebitzt und damit Geld abgehoben. Dafür verurteilte sie das Amtsgericht Rostock zu 2100 Euro Geldstrafe. Weil ihr Aufenthalt unbekannt war, erließ die Staatsanwaltschaft Rostock Haftbefehl wegen Diebstahls und Computerbetrugs.
Da die Reisende die Geldstrafe nicht begleichen konnte, wurde sie nun ersatzweise in die JVA Regensburg eingeliefert. Dort muss sie laut Polizeibericht die nächsten 140 Tage verbringen. Eine Zeit, in der sich das Verlangen der anderen acht Staatsanwalten kaum legen dürfte ...













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