01.09.2019 - 08:41 Uhr
WaidhausOberpfalz

Imkerei auf dem Vormarsch

Werner Biedermann und Alois Habeck vermitteln beim Jungimker-Lehrgang in Waidhaus Theorie und Praxis. Die Veranstaltung stößt auf große Resonanz.

Werner Biedermann und Alois Habeck (oben, von rechts) freuen sich über die rege Beteiligung am Jungimker-Lehrgang.
von Josef PilfusekProfil

Der Jungimker-Lehrgang, organisiert vom Imkerverein Waidhaus und Umgebung mit seinem Vorsitzenden Armin Bauer an der Spitze, ist für Werner Biedermann und Alois Habeck ein Beweis, dass der Trend zur Imkerei wieder größer wird. „Viele möchten einfach wieder im eigenen Garten Bienen sehen“, weiß Biedermann, als Fachwart und Bienen-Sachverständiger ein Experte ersten Ranges.

Und so freute er sich über die 22 Teilnehmer im Alter von 10 bis 71 Jahre, denen er zum Auftakt am Freitagabend im Gasthaus „Zur Post“ jede Menge Theorie vermittelte. „In Europa gibt es etwa 540 Arten von Waldbienen“, ließ der in Roding lebende Referent wissen. Als weitere Themen behandelte er den Aufbau eines Bienenvolks mit Königin, Arbeiterinnen und Drohnen, schilderte den Körperbau der Bienen und informierte über verschiedene Bienenrassen.

Der „Schwänzeltanz“ als Bienensprache wird laut Biedermann von den Insekten vor allem beim Schwärmen eingesetzt. Hier geht es darum, dass die Späherinnen über gefundene neue Nistmöglichkeiten berichten. In diesem Fall wird dann der Tanz auf der Bienentraube ausgeführt. Und da kann es nach den Aussagen des Experten einige Stunden dauern, bis sich die Bienen einig sind, welche neue Bienenwohnung die beste ist. Erst dann fliegen sie nämlich weiter.

In Sachen „Theorie und Praxis“ am Samstag an dem im Juni dieses Jahres eröffneten „Dufthangs“ als Bienen- und Kräuterlernort zeigte Biedermann auch Imkergeräte und Ausrüstungsgegenstände. Außerdem informierte er, wie ein Bienenvolk funktioniert, sowie über Wärmehaushalt, Pollen, Honig, Brutwaben oder Größe eines Brutnestes.

„Der Markt Waidhaus hat mit dem ‚Dufthang‘ ein Vorzeigeobjekt geschaffen“, würdigte Habeck das Engagement der Kommune. Im Übrigen wusste der stellvertretende Vorsitzende der Imkervereinigung Fürth, der zweite Präsident des Verbandes Bayerischer Carnicazüchter und Vorsitzende des BIV-Kreisverbandes Weiden, „dass der Imkerverein Waidhaus bereits Anfang des 15. Jahrhunderts erstmals urkundlich erwähnt ist“. Wie Biedermann freute er sich über den Eifer der Teilnehmer, die zum Abschluss eine Urkunde erhielten.

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