Nicht von ungefähr kam die Eröffnungsmelodie der Sommerserenade in Waidhaus am Mittwochabend. Die Formation „Bockl-Blech“ hatte sich für „Die Sonne geht auf“ entschieden. Deren gleißendes Licht schien während des ganzen Auftritts gehörig in die Gesichter der Musikanten. „Da wäre der ,Schneewalzer' wohl gescheiter gewesen“, scherzte Markus Bauriedl in seiner Begrüßung. „So heiß hatten wir es bei einer Serenade noch nie“, sagte der Bürgermeister. Umso mehr freute er sich mit der Kapelle über das ungebrochene Besucherinteresse.
Ganz im Zeichen der ehemaligen Eisenbahn-Historie stand der Auftritt von „Bockl-Blech“. Denn unmittelbar am vorbeiführenden Bocklweg nutzten viele der Radfahrer das Konzert für einen spontanen Stopp. Auch rückte der renovierte Bockl-Waggon als Kulisse ins Blickfeld der Zuhörer.
Die 2019 gegründete Musikkapelle präsentierte sich als jüngster Spross der vielfältigen Waidhauser Musikgruppen mit Philipp Bauriedl als der Chef der Formation, Antonia Bauriedl an der großen Basstuba sowie Ludwig Greß junior aus Pfrentsch, Jonas Schmid aus Eslarn und Michael Völkl aus Waldkirch als weitere Mitglieder. Zu hören gab es bekannte und weniger vertraute Lieder wie die Polka „Egerländer Traum“ und die mit Gesang begleitete „Böhmische Liebe“. Im Programm hatte „Bockl-Blech“ auch den „Gruß an Waidhaus“ aus der Feder des ehemaligen Waidhauser Kämmerers Ludwig Peyerl.
Der Abschluss der „Waidhauser Sommerserenaden“ steht bereits für kommenden Mittwoch im Programm, wenn die „Waidhauser Stubenmusik“ mit ihren Sängern unter der Leitung von Bernhard Kreuzer an gleicher Stätte zur selben Uhrzeit wieder kostenlos für das Publikum da sein wird.













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