15.11.2019 - 08:20 Uhr
WaidhausOberpfalz

Kandidat für besondere Rollen

Im Ensemble der "Dorfbühne" finden sich viele Laienspieler mit großem Talent. Einer davon hat sogar Fähigkeiten, das lokale Geschehen zu beeinflussen.

Vorsitzende Silvia Kleber und Regisseur Josef Kleber ehrten mit Bürgermeisterin Margit Kirzinger und zweiter Vorsitzender Christine Wellert (von rechts) Josef Zitzmann zum Bühnenjubiläum.
von Josef ForsterProfil

Außergewöhnliche Charaktere sind das Markenzeichen von Josef Zitzmann. Längst eroberte sich der Darsteller einen Platz im Herzen vieler Stammgäste. Nun zeichneten ihn die beiden Vorsitzenden des Theatervereins, Silvia Kleber und Christine Wellert, zum zehnjährigen Bühnenjubiläum aus. Dabei gab es eine Erinnerung an das bisherige Wirken des beliebten Laienspielers. Seine erste Premiere feierte er 2005 noch auf dem "Kreuzwirtsaal" als Oswald Geiger beim Stück "Lieber einen Mann als gar keinen Ärger”.

Als Heini Rosner - Präsident der lieben kleinen Bienchen und Schweizer Organist - begab er sich im Jahr darauf zur "Apolloniaglocke" nach Heindlberg. Bei diesen Stück hatte er seine Zähne verloren. Der Klärwärter hatte zwar drei Paar gefunden, leider passte aber keins. Als Wendelin Agnelus der Wunderheiler, dem eingebildete Kranke vertrauten, brachte Zitzmann sein medizinisches Quacksalberwisssen  beim "Gesundheitsapostel" unter die Leute.

Ab diesem Zeitpunkt müsse sich etwas ereignet haben, denn alle Rollen die Zitzmann nun übernahm, hätten im Jahr darauf das Geschehen in Waidhaus maßgeblich beeinflusst. Beim "Dorfcaruso" hatte er als Berliner Intendant Ottokar Ringeleisen, der seinen Urlaub im Dorf verbringt, den Vorschlag unterbreitet, einen Sängerwettstreit zu veranstalten. Wenige Monate später gab es den ersten Singwettbewerb in Waidhaus, den die "Dorfbühne" zudem für sich entschied.

Im Stück "Männer haben's auch nicht leicht" blieb der Geehrte nach einer Autopanne in einem Ort hängen, in dem gerade ein großes Heimatfest geplant wurde. Ein Jahr später fiel der Startschuss zum 3. Waidhauser Heimatfest.

Das Doppelleben von Leon Kowalski im Stück "Leberkäs und rote Strapse" verglichen die beiden Vorsitzenden mit der im folgenden Jahr aufgetretenen Russlandaffäre. Zitzmann wirkte auch beim Stück "Mit Schlafsack und Kamillentee" mit, das in der Urlaubszeit spielt. Die Sonne schien und in der Freizeitanlage gab es Badeschönheiten zu bewundern. Im nächsten Jahr gab es den heißesten Sommer.

Beim "Junggesellenabschied" flog er als Lanzelot von Schönfeld mit dem Privatjet nach Waidhaus ein. Doch wo sollte er landen. Im Stück auf der Autobahn, die nun ein Jahr später eine neue Asphaltdecke erhielt. Seine Vielfalt stellt Zitzmann heuer als schottischer Ufologe und Dudelsack-Spieler unter Beweis. Vorsitzende Kleber erwartet deshalb, dass sich so mancher Dudelsack-Kollege beim Waidhauser Friedensfest einfinden werde.

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