23.01.2020 - 10:30 Uhr
WaidhausOberpfalz

Kindertagesstätte kann wachsen

Vor wenigen Wochen hatte es keine guten Nachrichten für die Kirchenverwaltung und die Marktgemeinde gegeben. Die Erweiterung der Kindertagesstätte „Sankt Emmeram“ schien gefährdet. Nun passt wieder alles.

Die Containerlösung am Haupteingang der Kindertagesstätte "Sankt Emmeram" erhielt den Segen von Bauamt und Fachstellen.
von Josef ForsterProfil

Kirchenpfleger Siegfried Zeug stellte der Pfarrgemeinde in der Jahresversammlung die bevorstehende Erweiterung der Kindertagesstätte vor. Zur Abstimmung der Förderung sei ein gemeinsames Unternehmen mit der Marktgemeinde gestartet. Die provisorischen Container vor dem Haupteingang wurden bereits durch die Fachstellen und das Bauamt abgenommen. „Mit der Erweiterung haben wir gemeinsam etwas Großes vor“, bestätigte auch Bürgermeisterin Margit Kirzinger. Dabei hätte sich zum Jahresende zu dem von Architekt Rudolf Meißner aus Waldthurn geplanten Projekt plötzlich „große Angst“ breit gemacht. Fast die Hälfte der eingeplanten Förderung sei in Abrede gestellt worden, mit der Begründung von zu großen Räume mit zu vielen Quadratmetern.

Nicht nur für die Waidhaus zugesagten 400 000 Euro, sondern auch bei anderen Orten in ganz Bayern, habe es plötzlich ein ähnliches Verhalten der Förderstellen gegeben. „Unsere Planungen hätten geändert werden müssen. Das hätten wir nicht finanzieren können.“ Doch die betroffenen Bürgermeister hätten sich daraufhin zusammengetan und alle Abgeordneten bis hinauf zur Familienministerin eingeschaltet. Die Staatsregierung habe daraufhin die Richtlinien geändert und noch vor Weihnachten wäre der Zusagebescheid in Waidhaus eingetroffen. „Damit haben wir wieder einen Pflock eingeschlagen für eine familienfreundliche Gemeinde. Gemeinsam stemmen wir das.“ In zwei Jahren rechnete die Bürgermeisterin mit einer Fertigstellung des gesamten Baus. Dann beinhalte das Angebot alles, was für eine Kindertagesstätte erforderlich wäre. Fast noch einmal so groß, wird die Kindertagesstätte dann sein. Mit einer Million Euro ist es dabei freilich nicht getan. Zwei separate Ruheräume mit je 41 Quadratmetern sind zwischenzeitlich Fakt für die beiden neuen Krippengruppen, sowie ein großzügiger Wickelraum mit Sanitäranlagen. Auch die so genannten Intensivräume wird es in zweifacher Ausfertigung geben. Der jetzige Personalraum direkt beim Eingang wird durch die Baumaßnahme zum Lagerraum.

Die neue Bleibe entsteht in größerem Ausmaße im Neubau. Ein separates Kinderwagen-Häuschen vor dem Haupteingang bietet zusätzlichen Komfort. 41 Quadratmeter sind für den teilbaren Speiseraum vorgesehen, um KiTa und Hausaufgabenbetreuung teilen zu können. Der gesamte Planungsentwurf besticht durch massig seitlichen Lichteinfall aufgrund großer Fensterfronten. Für die Erweiterung um 388 Quadratmeter liegt die Investitionssumme bei mindestens 1,14 Millionen Euro als „ganz grobe Schätzung“.

Noch ein weiteres Projekt streifte Kirzinger am Rande der Zusammenkunft im Gemeindezentrum des Rathauses und sprach damit Büchereileiterin Gertie Kreuzer aus der Seele: „Wir beiden haben einen Traum, den wir träumen.“ So, wie sich die Bücherei derzeit zeige, wäre die Einrichtung „einfach zu klein“ und brauche eine andere Örtlichkeit. „Guter Dinge“ zeigte sich die Bürgermeisterin mit einer Lösung im Erdgeschoss des „Zwick‘n“-Hauses in der Hauptstraße. Für das von der Gemeinde erworbene Gebäude stelle dies darüber hinaus „eine ideale öffentliche Nutzung“ dar.

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