17.01.2020 - 10:34 Uhr
WaidhausOberpfalz

Im Landkreis vorne dabei

Durchschnittlich einmal pro Woche rückt die Waidhauser Feuerwehr im vergangenen Jahr aus. Bei den Einsätzen leisten die Aktiven 878 Stunden, um zu helfen.

Die Waidhauser Feuerwehr kann sich auf ihre langjährigen Aktiven verlassen.
von Josef ForsterProfil

Einen umfassenden Bericht legte Kommandant Markus Schwarz als Resümee für das Jahr 2019 vor. Insgesamt konnte er die stolzen Zahlen von 891 Dienstleistenden mit 2124 Arbeitsstunden auflisten. Zusätzlich investierte er selbst 645 Stunden in organisatorische Tätigkeiten. Die Statistik unterteilte Schwarz in sechs Brandeinsätze und 34 technische Hilfeleistungen. Bei einem Einsatz war Gefahrgut dabei, wozu Kreisbrandinspektor Martin Weig später noch Stellung nahm. Vier Fehlalarmierungen und eine Sicherheitswache vervollständigten die Gesamtschau des Kommandanten bei der Jahreshauptversammlung im "Haus am Eck".

Nach der Aufnahme von zwei Mitgliedern der Jugendfeuerwehr leisten aktuell 64 Personen aktiven Dienst, davon 14 Frauen. Zehn Anwärter und zwei Kinder kommen noch dazu. Mit der Nachbarwehr in Rozvadov gab es sieben Treffen zu verschiedensten Anlässen. Für das neue Jahr sah Schwarz „sehr viel Arbeit auf uns zukommen“, weshalb er um Unterstützung bat: „Das können wir nur meistern, wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen.“ Umfassende Dankesworte beschlossen den Bericht des Kommandanten.

Mit seinem Stellvertreter Hans-Peter Müller sei eine Neuregelung bei der Ehrung für langjährige Dienstzeiten und für die Verleihung von Abzeichen getroffen worden. Mit Bürgermeisterin Margit Kirzinger, zweitem Bürgermeister Markus Bauriedl, Kreisbrandinspektor Weig, Kreisbrandmeister Matthias Schmidt und Vorsitzenden Hochwart kam das neue System gleich erstmals zum Einsatz. Tobias Maure, Ludwig Günter und Philipp Kraus wurden zu Feuerwehrmännern befördert; Maria Hösl zur Feuerwehrfrau. Für zehnjährige Dienstzeit konnten Vanessa Sauer, Christian Zintl und Kevin Prem ausgezeichnet werden. Weitere Ehrungen erhielten Bernhard Zenk junior für 20 Jahre aktive Dienstzeit, Dieter Hanauer (30), sowie Kurt Immer und Josef Zintl junior (40).

Von einem der „ereignisreichsten Jahre“ der jüngeren Zeit sprach Vorsitzender Sandro Hochwart in seiner Rückschau. Dazu beigetragen habe die Übernahme der Patenschaft für das Gründungsjubiläum der Nachbarwehr Pleystein mit vielen Terminen. Kein Festtag sei durch die Waidhauser vernachlässigt worden. Als Höhepunkt hob der Vorsitzende die 20-Jahr-Feier der Jugendfeuerwehr hervor. Weil der Festsonntag bei den Besucherzahlen weit hinter den Erwartungen zurückblieb, sei die Bilanz in die roten Zahlen gerückt. Umso mehr galt sein Dank der „Feierwehr-Kapelle“ für das kostenlose Aufspielen ohne Gage: „Ansonsten wäre das Minus bestimmt noch größer ausgefallen.“

14 Neuaufnahmen erwähnte Hochwart bei der Mitgliederstatistik. Durch den Tod der Mitglieder Alfred Mack, Josef Lindner senior, Alfred Solfrank, Josef Nahrhaft und Josef Stöckl senior sowie nach vier Austritten beträgt die aktuelle Mitgliederzahl 236 Personen.

Die Bürgermeisterin dankte für das „großartige Engagement und die Bereitschaft zum Feuerwehrdienst: Wenn der Funkwecker geht, seid ihr zur Stelle und arbeitet Hand in Hand.“ Für Februar erwartete sie die Installation der neuen Schlauchwaschanlage im Gerätehaus. Für die Sanierung und Erweiterung des Feuerwehrhauses seien jedoch noch viele Gespräche und Ortstermine notwendig. Stolz blickte die Rathauschefin auf den hohen Frauenanteil und regte abschließend ein Training im Umgang mit Angriffen bei Einsätzen durch Passanten an.

Kreisbrandinspektor Weig war von der hohen Zahl an Aktiven in Waidhaus begeistert, denen er einen guten Ausbildungsstand attestierte: „Damit seid ihr vorne dabei im ganzen Landkreis.“ Zur Sprache brachte er den Unfall mit Gefahrgut auf der Autobahn: „Man weiß ja nie, was da auf der A 6 herumfährt und was alles transportiert wird.“

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