21.02.2020 - 13:36 Uhr
WaidhausOberpfalz

Markttag und Straßenausbau abgesagt

Bei jeder Wahlversammlung ist der Ausbau der Straße zwischen Pfrentsch und Burkhardsrieth bislang beschlossene Sache. Damit ist es nun vorbei.

Der auf 6,50 Meter Breite vorgesehene Ausbau der Straße nach Burkhardsrieth liegt auf Eis. Die Stadt Pleystein entschied sich auf Drängen der Regierung für die Sanierung der Straße nach Isgier.
von Josef ForsterProfil

Am maroden Zustand der rund zwei Kilometer langen Straße unterm Ulrichsberg wird sich so schnell nichts ändern. Bei einer Information des Pleysteiner Bürgermeisters Rainer Rewitzer begründete Bürgermeisterin Margit Kirzinger die am Montag in der Marktratssitzung bekanntgegebene Mitteilung.

Die Regierung der Oberpfalz sei auf die Nachbarkommune zugekommen und habe eine Prioritätenliste für die beantragten Straßensanierungen gefordert. Insgesamt drei Strecken hätte Pleystein für eine Förderung angemeldet. Zugleich habe die Regierung mitgeteilt, dass heuer lediglich eine einzige Straße bezuschusst würde. Die Entscheidung sei dabei auf die fast doppelt so lange Strecke zwischen Isgier und Burkhardsrieth gefallen.

„Wir kommen also erst 2021 zum Zug“, resümierte Kirzinger und ärgert sich: „Ich kann es auch nicht machen, auch wenn ich mir wieder anhören muss, ich sei die Verhinderin.“ Der Waidhauser Marktrat hatte das Vorhaben einst in die Obhut der Stadt Pleystein gelegt und diese Entscheidung mit dem Verhältnis der jeweiligen Straßenverläufe begründet. Während der Waidhauser Anteil bei rund einem halben Kilometer liegt, beträgt die Wegstrecke auf Pleysteiner Stadtgebiet rund 1,5 Kilometer.

SPD-Fraktionssprecher Johannes Zeug hakte nach und brachte dazu ein wesentlich höheres Verkehrsaufkommen zwischen Pfrentsch und Burkhardsrieth zur Sprache. Hoffnungen konnte ihm die Bürgermeisterin nicht mehr machen: „Die Planungen sind schon fertig.“ Damit könne Pleystein seinen Antrag sofort stellen und die Maßnahme auch am schnellsten verwirklichen. „Aus diesem Grund wird diese Straße zuerst gemacht.“ Ergänzend ließ die Rathauschefin wissen, dass für alle Planungen das gleiche Planungsbüro beauftragt sei und noch in diesem Jahr eine Fertigstellung bis Isgier angestrebt werde.

Verzichten muss die Marktgemeinde heuer ebenso auf ihren erst vor wenigen Jahren eingeführten Frühlingsmarkt. Kirzinger erinnerte an den damaligen Marktratsbeschluss, welcher eine Durchführung an den offiziellen Markttagen vorsehe. Von dieser Regelung betroffen sei im Herbst vergangenen Jahres bereits der Emmeramsmarkt gewesen, welcher wegen zu weniger Fieranten abgesagt wurde. Lediglich zehn Anmeldungen habe es gegeben.

Für den bevorstehenden Frühlingsmarkt zeige sich nun, dass der Termin mit dem großen Bauernmarkt und der autofreien Spielstadt in Vohenstrauß zusammenfalle. Allein dadurch erwartete sie Probleme beim Besucheraufkommen und dem Fierantenzuspruch. Als eine mögliche Alternative regte die Bürgermeisterin eine Absage an, um Zeit zu gewinnen. Oder es brauche einen Ausweichtermin. Doch dabei tauchten die nächsten Probleme auf, denn am Wochenende danach fänden die Moosbacher Gartentage statt, und dann sei Pfingsten. An den Wochenenden zuvor stünden der Muttertag und das Pleysteiner Kreuzbergfest bereits im Kalender.

Rudi Grundler junior (SPD), der auch zu den etablierten Fieranten zählt, bat darum, den Frühlingsmarkt nicht abzusagen und plädierte für eine Verlegung auf den 3. Mai. Das zeitgleich stattfindende Kreuzbergfest sah er als Bereicherung. Wenn der Waidhauser Markt zudem mit mehr Rahmenprogramm ergänzt würde, kämen auch genügend Besucher und Aussteller. Kirzinger und Ewald Zetzl (CSU) sprachen sich aber sofort dagegen aus, mit dem Argument, Pleystein keine Konkurrenz machen zu wollen. Unter Verweis auf die Argumente der Bürgermeisterin sprach sich Josef Kleber (CSU) für eine Absage in diesem Jahr aus.

Zeug übte hingegen Kritik an der bisherigen Art des Waidhauser Frühlingsmarkts und meinte: „Ist das überhaupt ein gutes Programm, oder müssen wir nicht etwas machen, weil die Besucher ausgeblieben sind?“ Es sei an der Zeit, sich über das ganze Konzept Gedanken zu machen, nicht bloß die Musik spielen zu lassen und dazu Festgarnituren aufzustellen.

Daneben wollte der SPD-Fraktionssprecher wissen, ob ein Zusammentreffen mit dem Ereignis in Vohenstrauß immer wieder vorkommen werde. Kirzinger konnte darauf keine Antwort geben, sicherte jedoch Klärung zu. Zweiter Bürgermeister Markus Bauriedl versuchte eine Absage noch zu verhindern und plädierte für den Tag der Erstkommunion in Waidhaus. Umstimmen konnten er und Grundler letztlich niemand mehr, was sich im Beschluss mit der einzigen Gegenstimme durch Grundler abschließend zeigte.

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