Längst ist die Bedarfsabfrage für das nächste Kindergartenjahr abgeschlossen. Die Gemeindeverwaltung in Waidhaus hatte dazu gemeinsam mit der Kindertagesstätte Sankt Emmeram alle in Frage kommenden Eltern angeschrieben. Wichtigste Voraussetzung dafür, künftig mehr Krippenkinder aufnehmen zu können, sind die neuen Räume. Wenn es weiterhin so gut läuft, können diese bereits ab September genutzt werden.
Dennoch gehen die Planungen von einer Mitbenutzung des Schulgebäudes auch über diesen Zeitraum hinaus aus. In einem extra eingerichteten großen Raum der Grundschule sollen die Vorschulkinder ein weiteres Schuljahr lang gefördert und betreut werden. Also exakt bis zur Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts, der erst nach Abschluss des ersten Teils starten kann. Die Mittags-Verpflegung dieser Kinder und gemeinsame Aktivitäten sollen aber bereits jetzt und auch im nächsten Kindergartenjahr in der Kita stattfinden. Einzig sich ändernde gesetzliche Vorschriften und Hygienebestimmungen wegen der Pandemie könnten diese Planungen noch ändern.
Neue Ausschreibung erforderlich
Der Umbau des bestehenden Gebäudetrakts zu einer dritten Regelgruppe soll starten, sobald die Container am Haupteingang nach der Fertigstellung des Neubaus nicht mehr benötigt werden und abgebaut sind. Trotz immer wieder neu auftretender Hindernisse und Überraschungen sind die katholische Kirchenstiftung als Bauherr und Architekt Rudolf Meißner aus Waldthurn bestrebt, die Bauarbeiten im Zeitplan zu halten. Größte Sorgen bereiten derzeit die Teilbereiche Heizungsanlage, Lüftungstechnik und Sanitäranlagen. Von bislang acht angefragten Firmen gab es keine einzige Rückmeldung. Eine erneute Ausschreibung musste angeregt werden – neben den weiteren Ausschreibungen für den Innenausbau.
Ein fast ähnliches Bild hatte es für die Spenglerarbeiten gegeben. Aus Reihen der zehn angefragten Firmen meldeten sich zumindest zwei mit einer Angebotsabgabe. Nicht nur die Preise lagen unter den erwarteten Summen, sondern die beauftragte Firma Rank aus Weiden hat sich bereits an die Arbeit gemacht. Ein anderes Bild zeigte die Vergabe der Elektroinstallation. Ohne Kostensteigerungen gegenüber den Planungen ging es hier nicht ab. Es hatte auch nur drei Angebote trotz acht kontaktierter Firmen gegeben. Zum Zuge kam die Firma Stahl aus Vöslesrieth.
Gewerk bereits fertiggestellt
Zu den Voraussetzungen für die Fertigstellung des Rohbaus zählte der frühe Start der Zimmererarbeiten für die Dachstühle. Nachdem das aufgehende Mauerwerk innerhalb von rund drei Monaten stand, konnte die Firma Rank damit bereits Ende Januar starten. Weil die Holzpreise weiter steigen, ergab sich auch hier eine Erhöhung gegenüber der veranschlagten Summe. Zwischenzeitlich konnte das Gewerk aber bereits fertiggestellt werden.
Bei den Baumeisterarbeiten hatte alles noch rosiger ausgesehen. Fünf von 13 in Frage kommenden Firmen hatten ein Angebot abgegeben, und hier war die Kostenberechnung noch deutlich unterschritten worden. Den Auftrag hatte die Firma Hermann Paul aus Weiden erhalten und zwischen Mitte August und Ende November 2021 dann ausgeführt. Je nach Entwicklung der politischen Lage mit täglich neuen Meldungen bleibt abzuwarten, inwieweit es auch zu Auswirkungen auf die Waidhauser Baustelle kommen kann.
Verspäteter Baubeginn
- Das Problem: Der Start der Bauarbeiten an den neuen Krippenräumen hat sich verzögert.
- Der Grund: Die Genehmigung durch die Diözese Regensburg hatte länger als geplant auf sich warten lassen.
- Die Folgen: Ohne die Zustimmung konnte weder mit einer Ausschreibung noch mit einer Vergabe von Arbeiten begonnen werden.













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