04.11.2019 - 08:39 Uhr
WaidhausOberpfalz

Premiere bereits restlos ausverkauft

Ungewöhnliches ereignet sich pünktlich zum Jubiläum der „Dorfbühne“ in Waidhaus. Zum ersten Mal in 25 Jahren ist es diesmal unmöglich, zusätzliche Gäste bei der Premiere unterzubringen.

Zwar im Hintergrund, aber mit großem Engagement kümmern sich Martina Wettinger (links) und Angelika Gollwitzer (Zweite von rechts) um das Aussehen der Bühnendarsteller.
von Josef ForsterProfil

Über einen unerwarteten Verlauf der Vorverkaufsaktion informierte Vorsitzende Silvia Kleber am Sonntag das Team der Mitwirkenden. Der Kartenverkauf für das Stück "Je oller, desto doller" sei dermaßen gut gelaufen, dass die Kapazität des Spielorts im Hans-Sommer-Sportheims völlig ausgereizt ist. Die Vorsitzende appellierte deshalb an die Laienspieler, keinesfalls irgendwelche Zusagen mehr zu machen.

Für Freude unter den Akteuren sorgte dagegen eine Mitteilung von Regisseur und Mitspieler Josef Kleber: „Am Mittwoch findet um 19.30 Uhr unsere Generalprobe statt, zu der wir Betreute und Bewohner aus dem HPZ Irchenrieth und dem Seniorenheim Waidhaus eingeladen haben. Es werden rund 40 Besucher kommen.“ Das erste Wochenende sei bereits ausverkauft, für alle weiteren Vorstellungen gebe es jedoch Restkarten. Am besten über die Verlinkung zur Online-Buchung auf der eigenen Theaterseite www.dorfbuehne.de. Ein kleines Kontingent an Restkarten werde für die Abendkasse zurückgehalten, aber keinesfalls mehr für die Premiere.

Nachdem die Proben seit geraumer Zeit in „Vollausstattung“ liefen, sparte der Spielleiter nicht mit Lob für die Unterstützung im Hintergrund: „Es ist einfach super, ein solch engagiertes Masken-Team mit Martina Wettinger und Angelika Gollwitzer in den eigenen Reihen zu haben. Wir legen seit Jahren großen Wert darauf, auch im Bereich Maske größtmögliche Unterstützung durch den Verband Bayrischer Amateurtheater anzubieten und finden es großartig, dass dieses Angebot auch genutzt wird.“

Für die "Maske" bedeute das Theaterstück „Je oller, desto toller“ Einiges an Aufwand und Proben. „Deshalb entwerfen wir zuerst immer einen Schminkplan“, erklärte Martina Wettinnger. „Das bedeutet, wir überlegen uns wie die einzelnen Rollen aussehen sollen und besprechen es mit der Regie und den Spielern. Dann schauen wir, was wir dazu alles benötigen, wie wir unsere Ideen umsetzen und planen den zeitlichen Ablauf.“ In diesem Jahr bekämen zwei weibliche Darstellerinnen eine Perücke verpasst. Dazu müsse mit dem Eigenhaar ein Unterbau gesteckt werden, um einen guten Sitz der Perücke zu gewährleisten.

Bei den anderen Darstellerinnen sei die Entscheidung auf Hochsteck- und Flechtfrisuren gefallen. Einige Darsteller müssten zudem älter aussehen und dementsprechend wirken. „Hier arbeiten wir mit Charakterschminke.“ Zudem hätte eine Anweisung der Regie gelautet, die generelle Optik der Schauspieler mit kleinen Details zu unterstützen, etwa mit kleinen Requisiten wie Brillen, Taschen, Ketten und dergleichen.

In extra Schminkproben wäre das Ganz in den vergangenen Wochen vor einer Umsetzung geübt worden. „Weil in den Proben üben wir nicht nur die schmink- und maskentechnische Gestaltung der Rolle, sondern wir müssen auch schauen, dass unsere Arbeit dann im Bühnenlicht richtig wirkt.“ Darüber hinaus wäre es wichtig zu wissen, ob sich die gesetzten Aufgaben zeitlich verwirklichen lassen: „Also gutes Timing ist immer gefragt.“

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