16.06.2019 - 12:29 Uhr
WaidhausOberpfalz

Ruine wieder betretbar

Ganze Arbeit leistete der tschechische Verein „Omnium“ rund um die ehemalige Kirche in Roßhaupt. In enger Zusammenarbeit mit der sudetendeutschen Heimatpflegerin Zusanna Finger aus München säubern Helfer das Umfeld.

Die einstige Kirche Mariä Heimsuchung in Nove Domky (Neuhäusl) unweit von Reichenau soll in Kürze einen neuen Dachstuhl und die restaurierte Kirchturmspitze zurückerhalten. Die noch rauchenden Aschehaufen künden von der Säuberungsaktion am Wochenende.
von Josef ForsterProfil

Weniger der Bewuchs machte der Helferschar aus böhmischen und bayerischen Ehrenamtlichen zu schaffen, als vielmehr die unerwartete Menge an Müll und Unrat. Sechs große Plastiksäcke kamen allein im unmittelbaren Umfeld und aus dem Innern des einst stolzen Gotteshauses zusammen. Bis hinunter zum Friedhofsareal und rund um das Kriegermahnmal erstreckten sich die Säuberungsarbeiten. Unkraut, Stauden und anderer Bewuchs landete auf mehreren zentriert angelegten Feuerstellen und wurde noch vor Ort verbrannt. Beinahe besenrein präsentierte sich nach dem Abschluss der Aktion der Innenraum, der nach dem Entfernen des einsturzgefährdeten Daches mitsamt dem Kirchturmabschlusses nun wieder betreten werden kann.

Beinahe gespenstisch muten die frei stehenden Mauern und wenigen Reste von Empore und Altarraum an. Durch die tschechische Denkmalpflege ist ein neuer Dachstuhl und eine Erneuerung der Kirchturmspitze fest ins Auge gefasst. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite kündet eine frisch gerodete Fläche vom Willen zur Schaffung von Parkplätzen, die bislang fehlten. Mittlerweile versetzte die zuständige Gemeinde Hostka auch das Ortsschild an den Waldrand, so dass an der Kirchenruine vorbei nunmehr innerörtliche Geschwindigkeit gilt. Erstmalige Besucher sind nach wie vor erstaunt, wie nahe sich der Ort am Waidhauser Ortsteil Reichenau befindet, nachdem die einzig asphaltierte Anfahrt über Rozvadov doch einige Zeit in Anspruch nimmt.

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