08.05.2020 - 13:49 Uhr
WaidhausOberpfalz

Schmucker und Zetzl vertreten Bauriedl

Der Marktrat leistet sich weiterhin drei Bürgermeister. Die neuen Mehrheitsverhältnisse spiegeln sich in einem Wahlvorgang deutlich wider.

Josef Schmucker (links) und Ewald Zetzl leisten nach ihrer Wahl zu stellvertretenden Bürgermeistern den Amtseid.
von Josef ForsterProfil

Mit der Entscheidung, ob der Grenzmarkt weiterhin einen dritten Bürgermeister beruft, befasste sich der Marktrat in seiner konstituierenden Sitzung. Josef Schmucker (UWG) sprach sich sofort dafür aus und begründete: „Weil auch bisher einer vorhanden war.“ Würde darauf verzichtet, ginge die Vertretung an den dienstältesten Marktrat, was aber mehrfach belegt sei. Zudem hätte sich die geübte Regelung mit drei Bürgermeistern bewährt. Ewald Zetzl (CSU) unterstrich diese Gesichtspunkte von Seiten der CSU.

Geschäftsleiterin Kerstin Wilka-Dierl sah bei einem Verzicht auf einen dritten Bürgermeister die Markträte Georg Kleber (Pfrentscher Liste) und Johannes Zeug (SPD) aufgrund „der meisten Dienstjahre“ in der Pflicht. Letzterer schloss sich jedoch seinen beiden Fraktionskollegen an: „Das hat sich so etabliert und bewährt und wenn es von eurer Seite ok ist, dann sind auch wir dafür.“ Eine geschlossene Befürwortung durch das neue Gremium stellte die Entscheidung auf eine solide Basis.

Den Wahlausschuss übernahm das Damentrio Erika Grötsch, Vera Stahl und Nicole Hoch unter Aufsicht von Geschäftsleiterin Wilka-Dierl. Dann ging es an den ersten Wahlgang für einen neuen zweiten Bürgermeister, den bislang Markus Bauriedl ausfüllte. Ludwig Janisch (UWG) schlug seinen Fraktionskollegen Josef Schmucker vor. Von Seiten der CSU verdeutlichte Nicole Hoch, keinen Vorschlag abzugeben und begründete dies mit der fehlenden Zeit ihrer Fraktionsmitglieder: „Derzeit kann dies keiner mit dem Amt vereinbaren.“ Auch Johannes Zeug erklärte den Verzicht der SPD auf einen Vorschlag. Eine eigens mittig aufgebaute Wahlkabine sorgte für geheime Abstimmungen der Räte in strenger Reihenfolge.

Freuen durfte sich der Fraktionssprecher von UWG und Pfrentscher Liste, Josef Schmucker. Seine Wahl zum zweiten Bürgermeister zog ein einstimmiges Ergebnis nach sich: „Vielen Dank für dieses super Ergebnis, Danke an euch alle. Ich bin ganz überrascht, dass ich alle Stimmen bekomme.“ Schmucker übte dieses Amt bereits unter Bürgermeister Anton Schwarzmeier aus.

Mit noch mehr Spannung ging es in die Wahl eines dritten Bürgermeisters. Johannes Zeug plädierte für einen SPD-Kandidaten aufgrund der meisten Stimmen bei der Kommunalwahl und schlug seinen Fraktionskollegen Rudi Grundler junior vor. Nicole Hoch brachte Ewald Zetzl ins Spiel, der schon am längsten dabei sei und zuletzt als Fraktionssprecher fungierte: „Er hat immer ein offenes Ohr und hat sich bei der Arbeit für die Vereine hervorgetan.“ Auch habe Zetzl als ehrenamtlicher Richter viel Erfahrung. Josef Schmucker erklärte abschließend, dass die UWG/PL-Fraktion keinen Vorschlag mache. Als neuer dritter Bürgermeister erhielt Zetzl 10 Stimmen; fünf entfielen auf Grundler junior. Die Vereidigung seiner beiden Stellvertreter nahm Bürgermeister Markus Bauriedl ab.

Bis ins Jahr 1987 zurück führte ein zweites Thema. Damals hätte die Kommune der Verdichterstation die Einleitung ihres Abwassers in die örtliche Kanalisation genehmigt. Nachdem sich diese Erlaubnis zunächst nur auf das Schmutz- und Sanitärwasser begrenzte, sei ab 1989 eine Erweiterung auf das Abwasser aus dem Betrieb der Dampfturbine erteilt worden. Der Bürgermeister erläuterte die damaligen Beschlüsse, welche in einer Gestattung durch das Wasserwirtschaftsamt gründeten. Nachdem es sich dabei um Abwässer aus dem Behandlungsbecken handle, welche beim Betrieb der Turbine verwendet würden, greife die einstige Genehmigung nicht mehr. Das Wasserwirtschaftsamt sehe vielmehr die Notwendigkeit eines aktuellen Beschlusses. Zugleich stimme die Behörde einer Fortführung des bislang geübten Vorgehens uneingeschränkt zu. Die Gemeinde werde lediglich um eine Stellungnahme gebeten. Einzig Ringholz bat um Auskunft, ob die Einleitung der Abwässer in einem geschlossenen Kanalsystem erfolge, was ihm bestätigt wurde. Gemeinsam erhoben die Markträte keinerlei Bedenken gegen die Aktualisierung des damaligen Beschlusses.

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