Waidhaus
10.07.2026 - 11:51 Uhr

Schnäppchen mit Fundsachen: Versteigerung im Bauhof von Waidhaus kommt an

116 Fundsachen kommen im Bauhof von Waidhaus unter den Hammer. Wer hier mitbietet, kann schon mal ein Schnäppchen machen, falls er beim Fahrrad nicht wählerisch ist oder einen Laubbläser braucht.

Wenn Kerstin Wilka-Dierl zum Hammer greift, ist eine Fundsachen-Versteigerung angesagt. Die Aktion ist am Donnerstag im kommunalen Bauhof auf die erwartete große Resonanz gestoßen. Viele der Interessenten hatten sich dabei das Angebot für Besichtigungen und Vorführungen ab 14 Uhr nicht entgehen lassen, bis Bürgermeister Markus Bauriedl um 16 Uhr den Startschuss gab.

Dass die Geschäftsleiterin Erfahrung auf dem Gebiet hat, war sofort klar. Schließlich war es für sie nicht die erste derartige Aktion. Neben den rechtlichen Hinweisen nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) hatte sie zu den einzelnen Geräten oder Maschinen jede Menge Informationen. Laut Wilka-Dierl hat es sich bei den versteigerten Gegenständen – als erstes ist ein Bild vom alten Pfarrhof unter den Hammer gekommen – überwiegend um von der Polizei übergebenes Diebesgut oder Fundsachen gehandelt, deren Eigentümer nicht mehr festzustellen waren. Dazu seien ausgediente Geräte der Gemeinde gekommen.

Objekte mit Retro-Charme

„Es sind viele interessante Sachen dabei.“ Diese Aussage des Bürgermeisters konnte die Verwaltungschefin nur bestätigen. „Wir haben keine Kosten und Mühen gescheut“, merkte sie an. Und so galt ihr Dank vor allem dem Team des Bauhofs mit Vorarbeiter Johannes Grötsch. „Nur nicht so zögerlich!“, rief sie den Bietern immer wieder mal zu und hatte hin und wieder auch einen kleinen Scherz auf Lager, etwa mit dem Hinweis auf den „Retro-Charme“ bei manchen Gegenständen.

Eine große Auswahl hatten die Frauen und Männer bei Fahrrädern, ob City-, Trekkingrad oder Mountainbike. Eines wechselte für vier Euro den Eigentümer. Groß war das Angebot auch bei Akkuschraubern, Motorsägen oder Laubbläsern sowie Freischneidern. Zu ersteigern gab es außerdem einen Streuautomaten sowie eine Schneefräse und einen Schneepflug.

1100 Euro für isolierten Kupferdraht

Während Wilka-Dierl die Schnäppchen anpries, waren Kämmerer Karl Schmid und Alfred Blöderl mit dem Geldeintreiben und dem Ausstellen der Quittungen beschäftigt. Den höchsten Einzelerlös erzielte ein isolierter Kupferdraht, der einem Bieter 1100 Euro wert war. Die Einnahmen aus der Versteigerung kommen laut Bauriedl der Allgemeinheit zugute, indem sie dem Haushalt zugeführt werden.

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