16.03.2020 - 11:39 Uhr
WaidhausOberpfalz

Schützenverein 1864 Waidhaus gut in Schuss

Rudolf Grundler senior ist als Vorsitzender mit der Entwicklung seines Vereins sehr zufrieden. Die Waidhauser Schützen bemühen sich weiter um Nachwuchs. Mit einem neuen Vorstand geht die Gemeinschaft zuversichtlich in die Zukunft.

An der Spitze des Schützenvereins 1864 Waidhaus stehen nach den Neuwahlen weiterhin Rudolf Grundler senior (sitzend, Dritter von links), Ludwig Nossek (rechts daneben) und Willi Helgert (links daneben):
von Josef ForsterProfil

„Unser Schützenjahr haben wir sportlich als auch kulturell gemeinsam prima gemeistert.“ Vereinschef Rudolf Grundler senior verlieh dem Jahr 2019 deshalb das Prädikat „ausgezeichnet“. Fast immer geschlossen seien die Vorstands- und Ausschussmitglieder hinter ihm gestanden: „Das ist sehr lobenswert. Mit so einer aufgeschlossenen Mannschaft braucht man sich auch vor keinen Problemen zu fürchten.“

Ein tolles Resümee zog der Schützenmeister zur Unterstützung durch die Vereinswelt. 20 Mannschaften mit 135 Startern beteiligten sich am Jubiläumsschießen und gaben auf 700 Schützenscheiben satte 2400 Schüsse ab. Vor den Neuwahlen griff Grundler senior statistische Werte auf. Nur zwei Vereinsaustritte und die Beitritte von Manuel Rosenmüller, Andreas Wurm und Seifried Marcel hielten den Mitgliederstand bei 132 Personen.

An die Spitze des Schützenvereins 1864 Waidhaus wählten die Mitglieder die drei Schützenmeister Rudolf Grundler senior, Ludwig Nossek und Willi Helgert. Bestätigt wurde Franz Strehl als Schriftführer. Nur noch begrenzte Zeit erklärte sich der langjährige Hauptkassier Franz Kaas bereit, nochmals im Vorstand mitzumachen. Sobald Ersatz gefunden sei, werde er zurücktreten. Zur Unterkassiererin wählten die Mitglieder Martina Grundler, während Rudi Grundler junior sowohl das Amt als Sportleiter, wie auch des Fahnenjunkers übertragen bekam. Franz Strehl erhielt als zweiten Posten das Amt des Waffen- und Gerätewarts und Brigitte Krämer übernahm die Jugendleitung. Nach der Wahl von Ludwig Janisch und Michael Olbrich zu Kassenprüfern ergaben sich für den Vereinsausschuss die Mitglieder Inge Meckl, Elfriede Helgert, Helmut Krämer, Stefan Nitsch, Ramona Bauer, Marcel Seifried, Andreas Wurm und Max Meixensperger.

Gauschützenmeister Stefan Brandmiller kündigte für das Jahr 2022 den Bezirksschützentag im Sportschützengrenzgau Vohenstrauß an. Zum Oktoberfest würden heuer zwei Busse von der Gaujugend eingesetzt, um am Landesschießen teilzunehmen. Wichtig war ihm außerdem eine gute Werbung für das 350-jährige Schützenjubiläum in Tännesberg.

„Wenn die Vereinsgemeinschaft euch braucht, ihr seid immer dabei“, lobte Vorstandsmitglied Detlef König. Aufmerksam lauschten die Mitglieder, als der Kartellvertreter nähere Infos zum ersten XXL-Bürgerfest aus erster Hand gab. Abschließend sprach er dem Verein eine gehörige Portion Mut für den Weiterbestand zu: „Nachwuchssorgen habt ihr zwar auch, aber das ist derzeit überall so.“

Sturmschäden an der Umzäunung des Vereinsareals und das undichte Dach des Kleinkaliberstands brachte Stephan Mathy zur Sprache. Außerdem regte er eine Gemeinschaftsaktion aller nutzenden Vereine zum Mähen des Freiluft-Schießstands an. Eine generelle Säuberungsaktion rund um das ganze Schützenhaus Bergschlößl/Bühl kam abschließend auf den Tisch. Über die Anschaffung eines Festzeltes in der Größe von 6 mal 12 Metern informierte Schützenmeister Grundler senior die Mitglieder in seinem Schlusswort. Die Einzelteile lagerten derzeit im großen Schützenhaussaal. Premiere werde das neue Zelt beim Pfingstfest auf dem Rathausplatz am Sonntag, 31. Mai, feiern.

Für die Berlinfahrt mit Bundestagsabgeordneten Uli Grötsch vom 22. bis 25. Juni seien noch wenige Plätze frei. Dann ging der Schützenmeister auf die Marktmeisterschaft ein, nachdem der Verein heuer Ausrichter sein werde. Sportlich sei der Verein zwar derzeit nicht auf höchsten Ebenen vertreten, aber bei den Trainingsabenden wären stets alle Schießstände belegt.

Für die Arbeitsdienste beim Freundschaftsfest mit der Nachbargemeinde Rozvadov zum 30. Jahrestag der Grenzöffnung dankte Bürgermeisterin Margit Kirzinger. Wenn sich auch die Jugendarbeit derzeit schwierig gestalte, weil alle Vereine nach den geringer gewordenen Nachwuchs Ausschau hielten.

Sechs Mannschaften stellt der Schützenverein 1864 Waidhaus am laufenden Schießbetrieb in den verschiedensten Ligen. Die Luftspistolen-Mannschaft steht vor dem Saisonende auf dem 5. Platz in der Gauliga mit 6:12 Punkten. Sportleiter Rudi Grundler junior resümierte dazu hoffnungsvoll: „Normal müsste es reichen, die Klasse zu halten.“

Die Sportpistolen-Schießgemeinschaft mit den „Enzian“-Schützen aus Frankenreuth liege in der A-Klasse mit 8:2 Punkten auf den zweiten Platz. Auch bei einem Sieg zum Abschluss wäre kein Aufstieg mehr möglich. Anders gestalte sich dies für die erste Luftgewehr-Mannschaft, die nach Hubertus Eslarn knapp auf Rang zwei in der C-Klasse rangiere. Der erste Platz wäre also noch in Reichweite.

Noch mehr Spannung herrsche in der Altersklasse, in der Waidhaus erstmals mit zwei Mannschaften vertreten sei. Derzeit liege das erste Team auf Rang zwei hinter Heumaden mit einer Chance auf die Meisterschaft und das zweite Team auf Platz vier. Die zweite Luftpistolen-Mannschaft rangiere in der B-Klasse momentan auf den sechsten Rang.

In der Jugendabteilung bliebe es dagegen weiter „recht ruhig“. Auch wenn es schwierig sei, junge Leute für den Schießsport zu begeistern, bliebe Jugendleiterin Brigitte Krämer eifrig dran und versuche mit allen Vorstandsmitgliedern den einen oder anderen Nachwuchsschützen für den Verein zu gewinnen. Vom 17. bis 24. April werde ein Schießen um die oberfränkische Leistungsnadel abgehalten.

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